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LatAm 02

VOM SEE IM VULKAN ... ÜBER / DURCH DIE
ALTE
SPANISCH-KOLONIALE KAPITALE ...
...
IN DIE NEUE HAUPTSTADT !
ODER: GUATEMALA - EINE ZEITREISE !

... Panajachel am Lago Atitlan ... Trip nach Antigua (in & um) ... sowie Trip nach Guatemala-City (Guatemala):

Sonntag, 02. März bis Mittwoch, 05. März 1997

Ausschlafen - Rauchen - Duschen.
Das Wetter scheint wirklich etwas besser, obwohl vereinzelte Wolken ihre einsamen Bahnen am Himmel ziehen. Zunächst genieße ich - an ‘meinem Fenster mit Aussicht’ rauchend - die ungewohnt, friedvoll-ruhige Atmosphäre in Gringotenango.
Gegen Halb Neun Uhr begebe ich mich auf die Suche nach einem gemütlichen ‘Desayuno Restaurante’ ...
... ‘die Deutschen’ hocken derweil schon beim American Breakfast.
Übrigens: im gleichen Restaurant, wo ich sie gestern Abend zurückgelassen habe - allerdings an einem anderen Tisch (was den Schluß nahelegt, daß sie die Nacht DOCH NICHT HIER verbracht haben, oder ...?).
Kurzer Plausch: Sie sind immer noch wild entschlossen, den touristischen Sonntags-Markt in Chichicastenango zu besuchen.
Ich schlendere weiter zum im Lonely-Planet empfohlenen Restaurant Al Chismo, das sehr idyllisch an der ruhigen Calle los Arboles (Straße der Bäume) liegt.
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Huevos a la Mexicana y Cafe Negro Muy Bien(was im für seinen Kaffee berühmten Guatemala eine Seltenheit ist!).
‘Naja - die Vermarktungs-Strategie ist wohl eine ähnliche wie anno dazumal bei euren Halberstädter Würstchen, woll Hans?’
Am Nebentisch frühstückt lautstark ein gemischt-geschlechtlicher, holländischer Reisetrupp. Nicht wirklich überraschend: In Guatemala sind vornehmlich deutsche & holländische Touristen anzutreffen (‘Fass en Landplooch!’) ...
... neben der (erwartet!) stark vertretenen US-amerikanischen ‘World-Peace-Keeper-&-Altruistic-Blessing-All-Mankind’-Fraktion.
ESCRIBIR EL DIARIO!
Nach Zehn Uhr schlendere ich zum Ufer des Lago de Atitlan, checke die Lage auf dem ‘Fährmann-Hol-Über’-Markt & heuere schließlich für 15 Quetzal auf einer Fähre mit Reiseziel Santiago Atitlan an. Ruhige, etwa halbstündige Überfahrt ans andere Ufer des Lago.
Santiago liegt in einer flachen, ausladenden Bucht unmittelbar unterhalb der beiden Vulkane Toliman & San Pedro. Der etwas weiter südlich gelegene Vulkan Atitlan (mit 3537 Metern über NN der höchste des ‘Vulkan-Triptychons’) ist nicht einmal zu erahnen. Die beiden ‘visible Volcanoes’ tragen je einen dichten ‘Cäsaren’-Wolkenkranz um ihre barhäuptigen Gipfel (wobei der San Pedro sich noch am fotogensten in Positur bringt ... & während der Bootsfahrt mein bevorzugtes Fotomotiv abgibt).

LA0125-LagoAtitlanVulkanSanPedro+BootLA0129-LagoAtitlanVulkanSanPedro+Wolken

Nachdem unser Boot in der Lagune von Santiago vor Anker gegangen ist, werden alle Touris (bis auf einen!) von eifrigen Locals ‘auf den rechten Pfad gebracht’ - sprich:
in die mit Souvenir-Ständen vollgepfropfte Kopfsteinpflaster-Straße geschleust, die (hügelanwärts) zur die Bucht überblickenden Kathedrale führt.
Nicht mit mir!
Ich täusche links eine Finte an & schlage mich dann (geschmeidig wie ein Puma) auf der rechten Seite durch einen winzigen Spalt im menschlichen Spalier:
GRSCHAFFT!
Am Seeufer findet ein Gottesdienst statt: eine große ‘local Crowd’ hat sich um eine Bühne geschart (oder heißt das Altar? Nein, wohl nicht ... denn ‘ne Band ist auch da!). Der Prediger verkündet mikrophon-verstärkt seinen Zuhörern ‘die wahre Wahrheit’ - singt (zu ansprechender musikalischer Begleitung) mit seinen Schäfchen ein paar, für einen Gottesdienst wohltuend fröhlich-optimistische Lieder - & fordert zum ‘Mitsingen & Hallelujahs’ auf ...
... dem bereitwillig nachgekommen wird.
Der Höhepunkt naht, als er (der Prediger) Freiwillige für eine Spontan-Taufe im See sucht, was letztlich auch zum Erfolg führt & unter großer Anteilnahme der ‘local Crowd’ (sowie einer Handvoll Touris) bestaunt wird. Ich schieße aus größerer Entfernung ein paar Tele-Aufnahmen ... u.a. auch von Sonntagswäscherinnen am See & einem Fischer in seinem knapp badewannen-großen (& -förmigen) Holzboot.

LA0131-SantiagoAtitlanFischerInEinbaum

Mein ‘One-Million-Dollar-Shot’ aber ist ein kleiner Indio mit lasziv getragenem Macho-Hut & (im Vergleich zu ihm) riesigem Huhn zwischen seinen winzigen Ärmchen. Übrigens: Für DIESES Portrait werfe ich meine Fotografen-Grundsätze in den nahen See & ...
... zahle gerne einen Quetzal.
Hopefully ...

LA0133-SantiagoAtitlanChicoMitHut+Huhn

Anschließend streune ich durch die engen Kopfsteinpflaster-Gassen hinauf zum Vorplatz der Kathedrale ‘Iglesia Parroquial Santiago Apostol’ (die von den spanischen Eroberern im Jahre 1547 erbaut wurde ... bzw. wohl doch eher ‘erbaut lassen wurde’). Sehr schöner Glockenturm (mit farbenfrohen Malereien auf dem Gemäuer) & friedvoller, begrünter Konvent-Garten.

LA0136-SantiagoAtitlanCatedralSantiagoApostolLA0137-SantiagoAtitlanDetailsDerCatedralSantiagoApostol

Das Innere der Kathedrale weist lediglich drei einfache & schmucklose Altäre auf & befindet sich damit in einem krassen, aber wohltuenden Gegensatz zu den eklig-bombastischen mexikanischen Kirchen-Ausstattungen. Entlang der Innenwände des Kirchenschiffs sind Puppen / Figuren (Statuen wäre zuviel gesagt) aufgestellt, die in traditionelle guatemaltekische Kostüme gewandet sind. Diese (die Kostüme) werden einmal im Jahr von der einheimischen Bevölkerung erneuert.
Was mich jedoch (neben der Schlichtheit der Ausstattung) am meisten beeindruckt, ist das neben dem Eingangsportal angebrachte Relief eines Priesters mit einer darunter befindlichen Gedenktafel:
Der 1935 in Kalifornien geborene Geistliche kam Ende der Sechziger Jahre nach Santiago & hat dem hiesigen Konvent bis zum 28. Juli 1981 vorgestanden ...
... dem Tage seiner Ermordung.
Spontan kommen mir die Hollywood-Bilder von der ‘Hinrichtung’ des salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero in den Sinn. Dieser wurde 1977 (während er eine Messe las - am Altar stehend) von einem bezahlten Killer durch das offene Kirchenportal hindurch erschossen.
Hm - es scheint so, daß Geistliche in Mittelamerika nur geringe Chancen haben eines natürlichen Todes zu sterben - jedenfalls diejenigen, die sich mit den armen Bevölkerungsschichten solidarisieren & sich für sie einsetzen.
Ja, ich weiß - diese Erkenntnis ist nichts Neues (& hinreichend bekannt) ...
... & doch: Wenn man am Ort einer solch blutigen Tat mit dem jeweiligen Einzelschicksal konfrontiert wird, dann packt einen (wenigstens mich!) doch immer wieder aufs Neue eine unbändige Wut. Da ich nicht hier lebe, ist das halt (noch?) nicht ‘normal’ für mich!
Schließlich lasse ich mich den Berg hinunter zum Seeufer treiben - beobachte die jungen, buntgekleideten Dorf-Mädchen, die mittels kunstvoll bemalter & verzierter Krüge Wasser aus dem Lago schöpfen & in ihre Hütten tragen ...

LA0141-SantiagoAtitlanSteg+WasserträgerinnenLA0140-SantiagoAtitlanStegBoote+LagoLA0142-SantiagoAtitlanSteg+Wasserträgerinnen

... spüre den Fischern hinterher, die sich in ihren kleinen Booten geräuschlos durchs ufernahe Schilf treiben lassen & in unregelmäßigen Zeitabständen ihre kleinen, engmaschigen Netze einholen (der Fang weist durchweg maximal Zierfischgröße auf) - & schaue der männlichen Dorfjugend bei ihren zwar engagierten, aber doch vordergründig spaß-betonten ‘Soccer’-Bemühungen auf einem steinig-holprigen Bolzplatz zu:
FAULER SONNTAG-NACHMITTAG!
Dann begebe ich mich zurück auf die Fähre. Die Bewölkung nimmt dramatisch zu ...
... ebenso wie der Wellengang.
Zwar setze ich (erstmalig am heutigen Tag: ich Idiot, ich!) mein Basecap auf - aber (wie ich am Abend feststellen muß) zu spät:
Tja - wer sich nicht vorsieht, der kriegt halt Probleme!
Mützen schützen! Gib dem Melanom keine Chance!
Wenn Sie Fragen zu Sonnenbrand haben, dann rufen Sie UNS an!
... SHIT!
Gegen Drei Uhr bin ich zurück in meinem Hotelzimmer & der interessantere Teil des Tages ist damit auch schon erzählt! Lange Fuentes-Lesung zum Restbier von gestern Abend (Lecker!) - es folgt eine ausgiebige & eiskalte Dusche - sowie das Abholen meiner gereinigten Wäsche aus der ‘Lavanderia al Lado’ ...
... schließlich intensives Studium meines Reiseführers (El Salvador sowie die ‘far-off guatemaltecan Cities Tikal, Puerto Barrios & Livingston’):
Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie’s denn nun weitergehen soll ... !?
Naja - morgen geht’s erstmal nach Antigua, der alt-(spanisch-)kolonialen Hauptstadt Nuevo Espanas (sprich: der heutigen ‘Region Centro America’).
Nach Acht Uhr treibt’s mich nochmal um ... & raus auf die Straße:
‘Melancholy Walk’ durch die nächtlichen Straßen von Gringotenango!
An einer Straßenkreuzung singt ein mittelalter Local herzzerreißende, guatemaltekische Schnulzen. Er wird von einer Band begleitet, die sich (das Alter der Mitglieder & die Personenstärke der hiesigen, durchschnittlichen Familie im Hinterkopf) vermutlich aus seinen Söhnen und / oder Neffen rekrutiert.
Anhand der Ansagen & Zwischentexte des Sängers & Entertainers bin ich (knapp) in der Lage zu mutmaßen, daß es sich um sehr religiöse Liedtexte handeln muß!?
Naja - MEINE Spanisch-Kenntnisse (obwohl: immerhin ...).
Ein alter, zahnloser Guatemalteke baut sich unmittelbar vor der Combo auf & kommentiert jede Bemerkung des Sängers & Laien-Predigers mit einem jauchzend-strahlenden ‘HALLELUJAH!’ ...
... worauf er sich jedesmal (Zustimmung nicht nur erheischend, sondern auch erhaltend) zu den übrigen Zuhörern umblickt.
Hm - trotz des fehlenden religiösen Nährbodens auf meiner Seite ...
... genieße ich das Open-Air-Konzert & lasse mich von der, an diesem touristischen Ort nicht erwarteten, authentisch-guatemaltekischen Atmosphäre für eine Stunde verzaubern. Übrigens: ich bin HIER NATÜRLICH der einzige Gringo!
Zurück ins Hotel: Noch zwei Stunden arbeite ich an der Komplettierung meines persönlichen ‘Aleman-Espanol-Diccionario’ ...
... bevor ich eine letzte ‘Gute-Nacht’-Zigarette am weit geöffneten Fenster meiner ‘Holz-Box’ rauche (geräuschlos hoffend, daß mich die Mückenmyriaden bei diesem lautlosen Tun nicht beobachten).
DANN (schon) ...
... beginnt die zweite (& letzte) heiße Nacht IM VULKAN ...

... Que Usual!: Früh wach!
Um Sieben Uhr in Panajachel ein Frühstücks-Cafe zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach: ‘Late-Night-Hang-Out’ & ‘Early-Morning-Eye-Opener’ ...
... scheint sich zu widersprechen:
Pero Finalmente ...
Einkehr in einem (erstaunlich ruhigen & atmosphärischen) Garten-Restaurant an der Touri-Mall Calle Santander: guter Kaffee, tolle Musik (Brazilian Jazz a la Flora, Airto y Hermeto) & Reise-Tagebuch.
Just in dem Moment, da ich den Laden verlassen will, betritt Carlo Tränhardt das Restaurant (... äh ... letztlich war er’s dann aber doch nicht!).
Nach Packen & Auschecken schlendere ich zur Calle Real: Hier soll sich der informelle Bus-Terminal Panajachels befinden. Ich habe (mal wieder) Glück & erwische einen Direktbus nach Antigua. Meine Frage nach der Abfahrtzeit wird zwar mit ‘10.30 Uhr’ beantwortet ...
... ich bin jedoch mittlerweile lange genug in Mittelamerika, um jeglichen ‘Blauschimmer in meinen trüben Augen’ verloren zu haben.
Also: A Ver ...
Ich bin der erste Fahrgast, breite mich im Bus aus & darf sogar meinen großen Rucksack in der Gepäckablage im Businneren verstauen. Nach und nach füllt sich der Bus - zunächst vornehmlich mit anderen Touris. Um Elf Uhr dreht der Busfahrer (schließlich) eine aufreizend langsame Runde durch den Ort, parkt (anschließend) den Bus exakt an der gleichen Stelle (von der aus wir losgefahren sind) ...
... & geht erstmal Kaffee trinken.
Sein Helfer verschwindet derweil (bewaffnet mit einem riesigen Schraubenschlüssel) unter der Motorhaube des Busses:
Na - wenn DAS mal gut geht ...?
Kurz vor Zwölf Uhr geht’s (dann denn doch noch) los!
Wir schlängeln uns die acht Kilometer lange Serpentinen-Straße aus dem Vulkankrater nach Solala hinauf & ich erhalte ausreichend Gelegenheit, mich zu ärgern: die Luft ist klar & rein - die Sicht reicht schier unendlich weit - von Wolken keine Spur!
Mich verhöhnen eine Super-Aussicht auf den Lago de Atitlan sowie freier Blick auf die sich messerscharf vom dunkelblauen Himmel absetzenden Volcanos Toliman & San Pedro. Ja - sogar die Konturen des Atitlan (südlich - also: hinter dem Toliman gelegen) sind zu erkennen.
Natürlich sitze ich an der falschen Busseite ...
... hätte an der anderen Fensterseite aber wohl ebenfalls kaum eine Chance gehabt, ein Foto zu schießen: denn der Bus ist mittlerweile RAPPEL-VOLL!
Also lehne ich mich zurück, relaxe & genieße (mit dümmlichem Gesichtsausdruck) die faszinierenden Landschafts-Eindrücke. Hinter Los Encuentros biegen wir in den ‘Interamerican Highway’ ein (die guatemaltekische Bezeichnung ist CA1) & mit jedem in Richtung Guatemala-City zurückgelegten Kilometer bessert sich (spürbar!) der Zustand der Straße: schließlich weist sie gar einen Mittelstreifen & deutlich sichtbare Fahrbahnbegrenzungen auf!
Ab Solola sitzt ein älteres, zerbrechlich wirkendes Männlein zwischen mir und einem kräftigen Indio (auf unsrer engen Zweierbank) ...
... & noch nie (selbst nicht während der ätzendsten Fahrt im völlig überfüllten Zug durchs nächtliche Indien) habe ich jemanden - SORRY: but! - als SO PENETRANT STINKEND wahrgenommen (wahrnehmen MÜSSEN).
Nach zehn Minuten sinkt er (beseelt lächelnd) an meine linke Schulter & schickt sich an, den Schlaf des Gerechten auszukosten. Sein speckiger Leder-Imitat-Sombrero, seine glibbrig-feuchten Wangen sowie seine Schweiß & schlimmere Körper-Sekrete ausdünstende Stirn hinterlassen augenblicklich tropfnasse Flecken auf meiner linken Körperseite.
Ich fingiere Schlaglöcher (wo keine sind), bewege mich ständig (& unnötig), gebe ihm keine Ruhe ...
... woraufhin er jedesmal kurz aufschrickt & mich mit weit aufgerissenen Augen entgeistert ansieht. Dabei enthält sein Blick keinerlei Vorwurf an mich (den Störenfried) ...
... eher ECHT empfundenes Mitleid MIT MIR (& ernste Besorgnis UM MICH), da ich offensichtlich nicht in der Lage bin, die langweilige Busfahrt so relaxt zu verschlafen wie er.
Vor soviel, mir (zugegeben: unberechtigt!) entgegengebrachter Sympathie muß ich schließlich kapitulieren ... & für den Rest der Busfahrt biete ich ihm freiwillig meine weiche Schulter als Kopfkissen an (auf daß er GLÜCKLICH mit IHR werde).
Wir befinden uns (wie schon während der samstäglichen Busfahrt) konstant zwischen 2000 und 3000 Höhenmetern & durchfahren zunächst einen endlos erscheinenden, dichten Nadelwald - der jedoch (abrupt!) in kultivierte Flächen übergeht.
Beeindruckend ist HIER (nun) vornehmlich der von den ärmeren Campesinos in schwindelerregenden Höhen betriebene Ackerbau. Die ‘guten’ (weil ebenen & fruchtbaren) Nutzflächen befinden sich fest in den Händen der Großgrundbesitzer - und so bleibt den Kleinst-Bauern nur die Flucht in die Flächen, die so hoch liegen & ein solch starkes Gefälle aufweisen, daß sie sonst niemanden interessieren.
Damit wird natürlich (zusätzlich zur großflächigen, quasi ‘industriellen’ Vernichtung der natürlichen Ressourcen in den Tälern & Ebenen) der Wald weiter & weiter in die extremen Hochlagen zurückgedrängt.
Aber den Campesinos bleibt keine andere Wahl: kämpfen sie doch ums nackte Überleben (hm - was auch SO noch schwer genug ist!).
Die Äcker werden (den Höhenlinien folgend) als schmale Terrassenstreifen exakt so angelegt, daß ein Regenguß ...
- einerseits die hauchdünne Humusschicht nicht wegreißt,
- andererseits aber zur Bewässerung der Felder optimal genutzt werden kann.
Mühevolle, agrar-architektonische ‘Filigran-Arbeit der absoluten Spitzenklasse’:
... mit Wasserwaage, Spachtel & Staubwedel.
Kurz vor Chimaltenango (hier zweigt unser Highway vom CA1 in Richtung Antigua ab) mündet die Straße in eine sich ständig verbreiternde Hochebene. Die Ortschaften folgen in immer kürzeren Abständen aufeinander. Wir verlieren langsam, aber stetig an Höhe: LANDE-ANFLUG!
Es ist mittlerweile Ein Uhr mittags & unser Bus wird nun zunehmend von uniformierten Schulkindern erstürmt, die sich nach Schulschluß auf dem ‘nach-Hause-Weg’ befinden (äh ... deutet man deren strahlende Gesichter richtig!).
In Panajachel ist unser Bus vollbesetzt losgefahren. NUN ...
... beinhaltet er etwa die doppelte Anzahl Passagiere.
Aber was heißt ‘beinhaltet’ ...?
Erstmalig erlebe ich, wie sich die vornehmlich jungen Fahrgäste todesmutig (& doch COOL lächelnd) von außen an den Bus-Fensterrahmen festklammern & darüberhinaus jede vorhandene Unebenheit an den glatten Karosserieflächen für ihre ‘Free-Climber’-Haltegriffe nutzen. Schließlich kann ich mir den ‘Wettstreit um die spektakulärste Hängepartie’ nicht mehr anschauen (zumal der Busfahrer den Nervenkitzel durch eine stetig sich erhöhende Fahrgeschwindigkeit noch zu steigern versucht) ...
... & ich verbiete mir, daran zu denken, ‘was passieren würde, wenn jemand einen falschen Griff ...’
Ab Chimaltenango (immerhin sind es noch zwanzig Kilometer bis zur ehemaligen spanisch-kolonialen Hauptstadt) läßt sich der ungefähre Standort Antiguas schon erahnen: die um die Stadt gruppierten (oder umgekehrt ...?) Vulkane Agua, Fuego & Acatenango sind deutlich auszumachen!
Gegen Halb Zwei Uhr erreicht unser ‘mobile Free-Climbers-Rock’ den Terminal de Autobuses Antigua: Hm - erstmal ‘eine rauchen’ ...
Dann schaue ich mir vier (!) verschiedene ‘Posadas’ an ...
... & erfahre (einmal mehr) die offene Diskriminierung von Single-Reisenden in Mittelamerika - denn: Fragt Singlemann / -frau nach einer ‘Habitacion Individual’, so läuft die weitere Mietvertrags-Anbahnung IMMER nach dem gleichen, folgenden Schema ab:
Zunächst wird Dir vom strahlend-lächelnden Hotelangestellten die kleinste, dunkelste & schmutzigste Besenkammer des gesamten Hauses angeboten.
Der völlig überhöhte Zimmerpreis wird Dir verschwörerisch als ‘Muy Especial - Solo Para Usted’ bedeutet (was mithin ja auch der Wahrheit entspricht).
Und fragt man (dann) nach einem anderen, größeren Raum, verdunkelt sich IMMER (augenblicklich) das Gesicht Deines Gegenübers (gerade so, als hätte man ihn aufs Unflätigste beleidigt!) & man erhält die stereotype Antwort: ‘Todo Completo!’
SO AUCH HEUTE!
Aber ich WILL mich (HEUTE: einmal!) nicht verscheißern lassen ...
... bedanke mich & gehe (suche weiter)! UND ... kann letztlich mit meinem ‘30-Quetzal’-Raum in der Posada La Quinta SEHR zufrieden sein!
Übrigens: Es heißt, die Einwohner Antiguas seien sehr nett & hilfsbereit ...
... mir vermittelt sich dies (zunächst) in Form zweier selbsternannter Guides, die mich (ungefragt) von einer Unterkunft zur nächsten schleppen (begleiten) & dort dann für mich reden (wollen).
Naja - vielleicht haben sie’s ja ‘gut gemeint’ (was bekanntlich das Gegenteil von ‘gut gemacht’ ist). ICH aber habe keine Lust, mich wie ein kleines Kind behandeln zu lassen & befreie mich schließlich mit mehreren (& keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit meiner Aussage lassenden) ...
... nein: NICHT Fausthieben, nur (denn DAS reichte bereits):
‘NO, GRACIAS ... Y ADIOS!’.
Auspacken & einrichten - dann ‘raus’ ...
... & einen GUTEN Kaffee sowie einen NOCH BESSEREN Käsekuchen in einem der in Antigua zahlreich vorhandenen (& ... ‘famous!’) Cafés:
(erstmal) DURCHATMEN!
Nach einem kurzen Orientierungs-Walk lasse ich mich im Parque Central nieder ...

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... dessen einladend-idyllische Atmosphäre mich zu einer kurzweilig-ausgiebigen Fuentes-Lesestunde (auf einer schattigen Parkbank) verführt.
Die alte Konquistadoren-Hauptstadt Spanisch-Guatemalas (das sich im 16. Jahrhundert von Mexiko bis nach Costa Rica hin erstreckte) macht von Anbeginn an einen äußerst positiven Eindruck auf mich:
- gemütliche, kopfstein-gepflasterte Straßen & Gäßchen,
- schattige Arkadengänge (teilweise doppelstöckig) um den Parque Central,
- viele gut-erhaltene und / oder gut-restaurierte Kolonialgebäude,
- durchweg freundlich lächelnde & (scheint’s) gutgelaunte Einheimische,
- sowie ... (nicht zu vergessen!) eine GROSSE Anzahl SEHR attraktiver, weiblicher Einwohner-INNEN ...
... äh: ja! Wo war ich?
Ich habe mich just an meine vorabendliche ‘Foto-Dämmer-Session: Antigua’ begeben ...
... da läuft mir Jens über den Weg (der Frankfurter aus Bayern, vormals Rosenheim, jetzt Garmisch). Die in Panajachel einen noch ‘so-monolithischen-Eindruck vermittelnde Fünfer-Bande’ ist auseinandergebrochen:
Er fliegt morgen mit seiner Frau nach Tikal. Von dort geht’s dann (über Yucatan) zurück nach Mexiko-City.
Obwohl Jens ‘12 Jahre beim Bund war’ ...
... ist er eigentlich ganz nett (was mich immerhin DERART überrascht, daß ich es hier festhalten muß).
Bis zum Einbruch der Dunkelheit führen wir (auf den Stufen zur ‘Catedral de Santiago’ hockend) eine interessante Unterhaltung über ...
... Reisen,
... Deutschland & den Rest der Welt,
... sowie allgemeine & individuelle Lebensentwürfe.
Für den Abend verabreden wir uns auf ‘Cenar y Cerveza’ im ‘Restaurant Dona Luisa Xicotencatl’ - DEM Backpacker-Treff (& informeller Reise-Info-Börse) Antiguas. Ich versuche mich noch an ein paar ‘Parque-Central-&-Surrounding-by-Night’-Shots ...

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... & schlendere anschließend zurück in meine Posada, wo ich mir eine ausgiebige ‘Refreshing-Shower’ sowie ein (weiteres) langes Fuentes-Kapitel genehmige.
Als ich um Acht Uhr den schönen Innenhof des Restaurants betrete ...
... sitzt Jens alleine da: seine Frau hat nachmittags Malaria-Prophylaxe-Tabletten eingenommen (... naja!) - leidet seither (... Surprise!) an fiebrigem Schüttelfrost - & liegt nun (... eigene Selber-Schuld!) danieder.
Wir knüpfen da an, wo wir unser Gespräch am späten Nachmittag unterbrochen haben. Bei ‘Chili Con Carne (y Con Mucho Gallo)’ vergeht die Zeit wie im Flug.
Um Zehn Uhr sind wir die letzten Gäste - zahlen - tauschen vor meiner ‘Posada’ noch unsere Heimatadressen aus ...
... & wünschen uns (wechselseitig) eine ‘weiterhin schöne Reise!’
Hm - netter Abend ...
... eigentlich (OBWOHL Jens ‘12 Jahre beim Bund ...’ - aber DAS erwähnte ich, glaube ich, schon ... !?)
Im Hotelzimmer angelangt, lese ich noch ein kurzes Kapitel ‘Christoph Ungeborn’.
DANN ... macht mir eine ZIEMLICH GROSSE Kakerlake klar, ‘daß SIE es lieber sähe, wenn ICH JETZT das Licht lüüschte, SONST ...’
Naja - das tue ich denn (dann) auch:
‘La Cucaracha, la Cucaracha, laaa-la, la-la, la-la, laaa! ...’

... Lazy Day in Antigua: aber ich greife vor!
Ausschlafen! Heute lasse ich mir (mal wieder) Zeit & versuche, mich der ‘laid-back-Atmosphere’ Antiguas anzupassen.
Um Neun Uhr schlendere ich zum ‘Dona Luisa’ - das gestern Abend einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat (außerdem soll’s hier den besten Kaffee Antiguas geben ... na, wenn DAS kein Grund ist!).
Unterwegs mache ich unter einem wolkenlos-blauen Himmel (& bei NOCH fotografier-freundlichem Sonnen-Einstrahlungs-Winkel) eine knappe Handvoll ‘Morning-Shots from Town ... & surrounding Volcanoes’.

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Ich sitze im recht gut gefüllten Garten-Restaurant, genieße (mich zwischen grünen Sträuchern wach-räkelnd) Morgensonne & Frühstück ...
... da setzt sich ein junger Mann an meinen Tisch, dessen Nationalität (nein - nicht die Nationalität des Tisches!) nach seinem bloßen äußeren Erscheinungsbild schwer einzuschätzen ist. Ich lobe (in Englisch) die wirklich hervorragende Qualität des Kaffees (nach den bisherigen ‘Kaffee-Surrogat-Extrakt’-Enttäuschungen handelt es sich hier wirklich um DIE KRÖNUNG!) & er ...
... antwortet mir in breitestem sächsischen Dialekt!
Mein spontaner Ausruf ‘Oh, nein - schon wieder ein Deutscher!’ ... scheint ihn zwar zunächst zu verunsichern, nachdem ich ihm jedoch einen kurzen Überblick über meine während der letzten (& ersten!) beiden Wochen in Mexiko & Guatemala geschlossenen deutschen Reisebekanntschaften gegeben habe ...
... kann er meinen Gefühlsausbruch verstehen & eine interessante Unterhaltung nimmt seinen Anfang.
Er ist zwanzig Jahre alt, kommt aus Leipzig (Surprise!) & hat gerade seine vierte Woche Antigua hinter sich (Sprachunterricht, Fahrrad-Touren & Besteigung aller - sprich: drei! - Antigua-Vulkane). Heute will er weiter zum Lago de Atitlan. Im letzten Jahr hat er die letzten sechs ‘freien’ Monate (vor Aufnahme seines Geographie-Studiums) dazu genutzt, mit einem Freund Südamerika zu bereisen:
von Ecuador über Peru & Bolivien nach Chile.
Von Chile & Bolivien schwärmt er in den höchsten Tönen: zwischen La Paz und Potosi haben die beiden interessante Trekking-Touren unternommen und dabei viele hilfsbereite & gastfreundliche Locals kennengelernt.
Im bolivianischen Hochland lösen aber Individualreisende nicht nur ungeteilte Freude bei den Einheimischen aus: die Indios scheinen hier sehr scheu zu sein & wenn sie sich in Gefahr wähnen, dann fliegen schon mal (sehr gezielt) Steine & kleinere Felsbrocken gegen die vermeintlichen Ruhestörer ...
... oder die agressiven Wachhunde werden von der Kette genommen!
‘Naja’, denke ich (so für mich hin), ‘DARAUF kann man sich einstellen (im Gegensatz zu ‘Armed Robbery in the City-Jungle’)!’
Durch das Gespräch erhalte ich eine Reihe guter Tips & Anregungen für meine (hoffentlich noch kommenden) Bolivien-Tage ...
... & mein Tagebuch eine unerwartete Ruhepause.
‘But: Anyway ...’
Als ich später aus dem Restaurant auf die Kopfsteinpflaster-Straße trete, lasse ich meinen Blick so weit wie möglich schweifen. Ich halte Ausschau nach einem möglichst nahen (& vertretbar hoch gelegenen) Aussichtspunkt mit guten ‘Antigua-Views’. Nördlich der Stadt entdecke ich eine parkähnliche Anlage, die (einer kahl-geschlagenen Schneise gleich) aus einem dicht-bewaldeten Hügel heraussticht ...
DATT ISSET!
Nach etwa zwei Kilometern (sowie diversen Foto-Stops) stehe ich am Treppenaufgang zum ‘Cerro de la Cruz’ (wörtlich übersetzt: Kreuzberg! Äh ... ‘Hallo, Elke!’), wo mich ein großes Hinweisschild eindringlich warnt:
‘Danger! Don’t Pass Beyond This Point!’
Hm - ich habe unterwegs eine Menge Stories von Überfällen auf / Vergewaltigung von / Mord an TouristInnen in den Hügeln & Bergen um Antigua gehört.
Naja - hier in Guatemala gibt es halt ZU VIELE WAFFEN in den falschen Händen (womit ich nicht gesagt haben will, daß die Hände der Militärs, Soldaten & Polizisten ‘die richtigen’ sind!) ...
... UND in der nahegelegenen Hauptstadt gibt es ZU VIELE Obdach- & Besitzlose.
Vornehmlich die Jugendlichen (denen neben Obdach & Besitz auch noch ihre Zukunft vorenthalten wird) schließen sich zu Banden zusammen & versuchen sich (auf ihre Weise) ein möglichst großes Stück vom ‘großen Kuchen’ abzuschneiden:
‘So - Take Care and Watch Out!’
Obwohl (was soll’s?): Wer nachts alleine durch den unbeleuchteten Kölner Volksgarten schlendert ... & so weiter ...
Also: Ich marschiere hügelanwärts!
Zunächst nehme ich die Stufen einer Natursteintreppe - später folge ich einem provisorisch durchs Dickicht geschlagenen Waldpfad. Ich sichte (Schwitz!) einige ‘versprengte’ uniformierte Personen, die (sich hinter Sträucher duckend) ‘vor sich hin wuseln’ (hm, was auch immer DIE hier oben machen mögen ...
... Nicht drüber nachdenken!).
Plötzlich hallen mir (eindeutig vom Fuß des Hügels) die unzweideutigen Geräusche eines Maschinengewehrs entgegen: zunächst kurz hintereinander abgefeuerte Einzelschüsse, dann ein schier endloses, ununterbrochenes „Stakkato-Geknatter“.
Äh ... mit ‘leicht mulmigem Gefühl in der Magengrube’ gehe ich (meinen Schritt beschleunigend, aber unbeirrt) weiter & ... erreiche nach einer halben Stunde eine sonnenüberflutete, raumgreifende (& freies Schußfeld bietende ...?) Lichtung mit einem tollem Ausblick auf ‘Antigua & the nearby Volcanoes’.

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Im Zentrum des kleinen Wildparks reckt sich ein etwa acht Meter hohes Steinkreuz in den wolkenlosen Himmel. Schöne Shots (also ... äh: ich meine ... Fotos!) - einige Zigaretten - sowie ‘Just Relaxing in the Morning Sun’.
Zwischenzeitlich frage ich mich, wie sich das wohl anfühlte ...
... wenn ich jetzt eine Kugel in den Hinterkopf erhielte & was dann wohl geschähe?
Wer wohl wen über was informierte & ob ich je wieder (in welchem Aggregatzustand auch immer) nach Deutschland zurückkehren würde?
Aber: NIX PASSIERT (... nicht)!
Nach etwa zwei Stunden schlendere ich den Weg ‘downhill’ zurück in die Stadt & starte im Norden Antiguas eine kleine Foto-Safari:
- die pompös-wirkende Fassade der ‘Iglesia La Merced’ (mit kleinem, heimeligem Park vor der Kirche),
- der reich-verzierte, bunte ‘Arco de Santa Catalina’ (ein die Avenida CincoA überspannender kolonialer Torbogen),
- die klobig-wirkende ‘Iglesia Santa Clara’ im Südosten Antiguas (mit Konvent & angeschlossenem ‘Handicrafts Market’),
- eine Kirche ohne Namen (behauptet jedenfalls mein ‘LP’) ...
... aber mit ‘FC-St.-Pauli-Piratenflagge On-Top’,
- schließlich die ‘Iglesia de San Francisco’ mit Park (& Denkmal des Hermano Betancourt, dem Ur-Ur-Ur-Großvater des gleichnamigen ‘Guitarreros’ der ...
... ‘Wollie, WIE heißt die Band noch mal?’).
- und zwischendurch diverse Atmo- & People-Shots ...
(... ‘Mensch, Horst! CLOSER!’).

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Die Mittagssonne wird unerträglich. Ich kaufe ein paar Postkarten, die heutige Ausgabe der ‘Prensa Libre’ (meine erste Zeitungslektüre seit mehr als zwei Wochen: ‘Man muß doch schließlich wissen, was so in der Welt passiert - oder ...?’) & ...
... ein großes, kühles ‘Blondes’.
Um Halb Drei Uhr ziehe ich mich ins Hotel zurück: Zunächst relaxen, dann hole ich den morgens versäumten Tagebuch-Eintrag nach.
Nach Fünf Uhr suche ich mir ein schattiges Plätzchen im Parque Central & versuche mich im Dechiffrieren der spanisch-schreibigen Zeitung:
Vornehmlich wird über ‘Novedades Nacional’ berichtet ...
... dann folgt ein großer Block mit Nachrichten aus ‘Centro-America’ (hier beschränke ich mich darauf zu ergründen, ob in den angrenzenden Staaten keine über das übliche mittelamerikanische Maß hinausgehenden Probleme existieren, sprich: Bürgerkrieg, Militärputsch, Ausweisung aller Ausländer, Schließen der Grenzen, dramatische Anhebung der Preise für alkoholische Getränke und / oder ‘Rauchwaren’? Äh - NOCH scheint alles ‘im grünen Bereich’ zu sein) ...
... schließlich findet sich auch eine (sprich: EINE!) Seite ‘Internacional’!
Hauptthema ist die Eröffnung einer neuen jüdischen Siedlung im Ostteil Jerusalems (oder habe ich West-Jordanland falsch übersetzt?) & Bill Clintons öffentlich formulierte Schelte gegen dieses Vorgehen Netanyahus.
Auch über Deutschland (‘da war doch was ...?’) wird berichtet !?
Und zwar wird anläßlich des neuesten Castor-Transportes ein bürgerkriegs-ähnliches Szenario heraufbeschworen:
30.000 friedliebende Polizisten stehen (schier fassungslos & völlig überfordert) 10.000 gewaltbereiten Demonstranten gegenüber ...
... & die Uhr tickt! Ein Reporter des (O-Ton) ‘regierungstreuen Fernseh-Senders ZDF’ (ENDLICH sagt mal jemand, wie’s ist!) wurde nach einem Vorab-Geplänkel ins Krankenhaus eingeliefert ...
... WARUM, bleibt jedoch unerwähnt!
Tja - ich vermute (ja ... äh ... mal), daß er zunächst über ein Kamerakabel gestolpert ist, woraufhin acht hilfsbereite Polizisten herbeisprangen & ihn mit ihren Schlagstöcken aufzufangen versuchten ...
... & das etwa zwanzigmal!
Bei Einbruch der Dunkelheit drehe ich drei Runden um den Park & erstehe bei jeder Umkreisung der Grünanlage (im immergleichen ‘Open-Air-Foodstall’) einen weiteren Gang meines heutigen ‘Take-Away-While-Walking-Diners’. Ich habe heute keine Lust aufs Restaurant & übe mich in Gewöhnung an die landesüblichen Eß-Sitten ...
Also: ‘Tortilla con Mole y Salsa’, ein ‘Sandvich con Queso y Pollo’ sowie ein paar (steinharte, aber zuckersüße) Kekse zum Nachtisch!
‘Back in my Room’ ... spule ich mein übliches Abendprogramm ...
... ab: ausgiebiges Studium meines Reiseführers (& Verplanung der nächsten Tage) sowie (anschließend) ein langes Kapitel ‘Carlos Fuentes: Christoph Ungeborn’.
Zwischendurch dringen immer mal wieder ‘Schnellfeuer(Gewehr)-Geratter’ sowie ‘Police- & Ambulance’-Sirenen in meine Klause - aber:
Nichts Genaues weiß keiner (auch meine ansonsten nette Zimmerwirtin hüllt sich in Schweigen!). Ich werde wohl doch regelmäßig in die lokalen Zeitungen schauen müssen, obwohl ...
... wenn die der guatemaltekischen Regierung ähnlich treu ergeben sind, wie das ZDF dem ‘Dicken’ ...?
Na dann - ‘GUTE NACHT!’
Apropos: Um Elf Uhr schieße ich mit meiner in einem Lebensmittelgeschäft erstandenen Panzerfaust das Deckenlicht aus ...
... & wünsche den in den oberen Stockwerken befindlichen Hotelgästen durch den die sternenklare Nacht ‘leicht’ vernebelnden Bauschutt hindurch mehrere, herzliche ‘Buenas Noches’ (äh ... -Salven)!
Morgen werde ich mich auf den Weg nach Guatemala-City begeben - der größten (& - glaubt man den verfügbaren Info-Quellen - gefährlichsten!) Stadt Mittelamerikas.
Also - noch EINMAL richtig ausschlafen, denn (ab) dann heißt es:
‘SCHNELL SCHLAFEN ...
... & NOCH SCHNELLER SCHIESSEN!’
(äh - ich meine natürlich: Fotos!) ...

... Früh (gegen Sieben Uhr) wach:
Rauchen - Duschen - dann rüber zum ‘Dona Luisa’.
Das Gartenrestaurant ist ziemlich voll, daher steige ich in den im oberen Stockwerk befindlichen Gastraum hinauf. Obwohl die Einrichtung des Speisesaals bei mir Erinnerungen an einen Flohmarkt weckt, paßt das (einheimische Handwerks-Künste präsentierende) Interieur atmosphärisch ausnehmend gut zu diesem geschichtsträchtigen Ort:
Wandteppiche - Centroamerica-Landkarten aus spanisch-kolonialen Zeiten (die Herrlichkeit & den Glanz ‘Long-Ago-Guatemalas’ widerspiegelnd) - Töpferkunst, Holzschnitzereien & -Masken ...
... wobei die zusammengetragenen Kunstgegenstände in ähnlich kräftigen Farben gehalten sind wie die ‘Huipil’-Umhänge der Maya- & Quiche-Frauen.
DEN Blickfang aber bildet ein zimmer-breites & decken-hohes Triptychon! Der dem naiv-naturalistischen Mal-Stil verpflichtete Künstler hat auf drei großflächigen Bildern die Säulen der guatemaltekischen Geschichte szenenhaft dargestellt:
- zunächst die Anbetung der alten Maya-Gottheiten durch ergebene Indios,
- dann das Erscheinen der Spanier (allerdings hat man auf die typischen Conquistadores verzichtet & sich für einen unblutigen Geschichts-Euphemismus entschieden: spanische Missionare, die Kinder & Erwachsene segnen, Kranke durch Handauflegen von ihren Schmerzen befreien ... & offensichtlich ‘überhaupt das Heil bringen’!),
- zu guter Letzt wird ‘die arbeitende Bevölkerung’ im neuzeitlichen Guatemala porträtiert. Als da wären:
- die Bananen- & Kaffeepflücker (mit - nicht wirklich überraschend - vorherrschend dunklem Teint),
- der Landvermesser & Straßenbauer / -planer (mit deutlich hellerer Hautfarbe),
- sowie der sich um Vieh & Ackerbau kümmernde Bauer, der prüfend Erde durch seine Hand rieseln läßt (wiederum eher dunkler Teint).
Und ALLE lächeln ...
Hm - vermutlich weil das Leben so schön & die Zukunft so rosig ist ...
Eine Bevölkerungsgruppe wurde allerdings ‘vergessen’ (naja - EIGENTLICH hat sie in einer Darstellung des ‘arbeitenden Menschen’ ja auch nichts zu suchen):
Der Großgrundbesitzer ...
... der (lächelnd & über seine Finca stolzierend) mit der einen Hand Gold-Dukaten zählt & mit der anderen eine Saftpresse bedient, durch die der gemeine Campesino gequetscht wird (& als Campari wieder ... Nein! Das ist NICHT komisch, Horst!).
Hm - wenn ich’s mir recht überlege ...
... dann vermisse ich noch einen weiteren Guatemala-Protagonisten:
Denn auch ‘Uncle Sam’ kommt in dieser ‘irgendwie unvollständig-anmutenden’ Geschichts-Klitterung nicht vor ...!?
ABER ...
... DAS FRÜHSTÜCK (mit sehr guten Banana-Cornflakes & Spitzen-Kaffee) ist ECHT KLASSE: Tagebuch!
Während des Rückwegs zum Hotel unternehme ich einen letzten Abstecher zum im östlichen Teil der Stadt gelegenen Friedhof. Von dort ergeben sich sehr schöne Ausblicke auf den ‘Fuego’, den einzigen noch aktiven Vulkan (nahe Antigua) mit seiner gelblichen Rauchfahne.
Packen - Aus-Checken - kurzer spanischer ‘Radebrecher’-Talk mit der Besitzerin meiner Posada (die mich eindringlichst vor Kolumbien & Peru warnt: ‘... Son Muy Peligroso!’). Dann marschiere ich zum Bus-Terminal.
Ich habe (mal wieder) Glück & erwische einen Bus, der direkt zum ‘Centro de Ciudad de Guatemala’ fährt (& nicht nur - wie üblich - zum fernab vom Zentrum sich befindenden Bus-Terminal).
Diese Information verdanke ich übrigens einer Doppelgängerin Angelas, die seit ein paar Monaten in Guatemala lebt & arbeitet ...
... & sich auf der Strecke Antigua - Gua-City gut auszukennen scheint.
Was nicht verwundern darf, denn sie arbeitet in der Hauptstadt, wohnt aber in Antigua: ‘Gua-City ist einfach zu gefährlich!’
Ich spüre ein Gefühl in mir aufsteigen, das schwer zu benennen ist ...
... VORFREUDE trifft es wohl noch am ehesten!
Die Busfahrt ist zunächst wenig spektakulär. Mit Annäherung an die Hauptstadt präsentiert sich die Landschaft zunehmend ‘kultiviert’. Die zugehörigen Gutshäuser (die Bauernhöfe Fincas zu nennen, wäre übertrieben) deuten auf einen, wenn auch bescheidenen Wohlstand hin. Die Menschen machen einen weniger ärmlichen Eindruck als in den Hochlandregionen (naja - wenigstens die, die ich zu Gesicht bekomme).
Zwanzig Kilometer vor der Kapitale geht’s in einem letzten Anstieg über eine Hügelkette ...
... dann weitet sich der Blick (hinunter) in eine gigantische Ebene.
Rundum von teils schneebedeckten Bergen umgeben, erstreckt sich ein flaches, dichtbesiedeltes Tal: mit einer Einwohnerzahl von ‘über zwei Millionen’ (Tendenz: dramatisch steigend!) ist Guatemala-City die mit Abstand größte Stadt im gesamten mittelamerikanischen Raum (natürlich exklusive Mexico-City!).
Die Busfahrt durch die sich bis weit in die Berge hinauf erstreckenden Vororte der ‘Ciudad’ nimmt noch eine gute halbe Stunde in Anspruch. Dann stoppt unser Bus (Final Destination!) am Metro-Bus-Terminal Avenida 5a / Calle 18 ...
... dem Eingangstor zur nördlich gelegenen ‘Ciudad Viejo’.
‘Short (NOT Small!) Talk with Angelas Twin’ ...
... dann stellt sie (bedauernd) fest, daß sie von einem Arbeitskollegen abgeholt wird (Today’s my Lucky Day!) & verschwindet im metropolitanen Menschengewimmel.
Ich checke (auf dem Weg zum Zentrum) drei kleine Hotels.
Hm - gemütlich, sauber & preiswert ... EIGENTLICH okay!
Obwohl (hm, ich weiß auch nicht!) ...
... schließlich schaue ich doch noch in der ‘Pension Meza’ vorbei:
dem ‘Hausbesetzer-Geheimtip’ von Jutta & Regina (den beiden Berlinerinnen, mit denen ich in Oaxaca einen so feucht-fröhlich-netten Sonntagnachmittag ‘vertrunken’ habe) & ...
... ich werde nicht enttäuscht!
- einfaches, aber sehr geräumiges Zimmer (mit gutem, großem Bett) in einem total heruntergekommen wirkenden, verwirrend-verwinkelten Gebäude-Arrangement,
- bis unters Dach mit ‘international Backpackers’ angefüllt,
- schöner Wildgarten mit Hängematten (& Tischtennisplatte ...?),
- sowie SEHR relaxte, ‘laid-back’-Atmosphäre.
Ich muß schon zugeben: Dieser Ort hat was!
Außerdem ist das Zimmer mit knapp 6 US-Dollar (für Gua-City-Verhältnisse) ‘Bloody Cheap’! Spontan checke ich ein ...
... & quetsche erstmal den netten, englisch-sprachigen Hotelmanager bezüglich meiner anstehenden organisatorischen Probleme aus (Bank, El-Salvador-Visum, Bustickets). Es ist gerade mal Ein Uhr mittags & nach einem erfrischenden Wasserguß (in der versifften Gemeinschaftsdusche) auf meinen Astralkörper begebe ich mich auf eine ausgedehnte ‘Orga-Tour’.
Mein erster Weg führt mich zur Bank & ...
... es verwundert mich IMMER NOCH, wie oft hierzulande ein Geschäftsvorfall über zig verschiedene Schreibtische geschoben werden muß (‘48-Augen-Prinzip ...?’), wieviele Personen meine ‘Greenbucks’ im Gegenlicht genauestens studieren, wieviel Unterschriften sich letztlich auf dem Auszahlungsbeleg wiederfinden ...
‘But finally ...’
Übrigens - die ‘Konzentration der uniformierten Waffenträger pro Quadratfuß’ hat HIER, in der Hauptstadt, ein kaum noch zu steigerndes Ausmaß erreicht:
Teils uralte Karabiner tragend (die jederzeit in alle vier Himmelsrichtungen loszugehen drohen) - teils mit einem Waffenarsenal neuesten Technologiestands ausgerüstet. Und die zahlreichen Geldtransporter, die gut bewacht von Bank zu Bank fahren, vermitteln bei ihren gut in Szene gesetzten Stops ein ums andere Mal das Flair des berühmten ‘Englischen Postraubs’ (Äh, ... steht da hinten ... neben dem Baum ... nicht ... Horst Tappert?).
Langer Fußmarsch in den Süden der Zona 4 (Guatemala-City ist in zwanzig verschiedene Zonas aufgeteilt, wobei jede ihre eigene, bei ‘1’ beginnende ‘Avenida-Calle-Via’-Durchnumerierung aufweist). Hier suche ...
... & finde ich (schließlich doch) das Büro der Busgesellschaft ‘Melva Internacional’:
Ich kaufe ein Ticket für den ‘11.30-Uhr-Freitag-Bus’ nach San Salvador. Die Fahrtstrecke beträgt etwa 270 Kilometer. Die Fahrtzeit wird (inklusive der ‘Border-Red-Tapes’) auf ungefähr fünf Stunden GESCHÄTZT.
Naja ...
Für 7 US-Dollar erhalte ich eine Reservierung für Sitzplatz Nr. 4 ...
... ‘den besten Platz im gesamten Bus!’
(Nochmal) naja: Wir werden sehen ...
Bislang war meine ‘Orga-Tour’ durch Gua-City ausgesprochen erfolgreich.
Also versuche ich mein Glück herauszufordern & setze meinen Weg in den Süden der Stadt fort - ‘Destinacion: Embajada de El Salvador!’
Unter der im ‘Lonely-Planet’ angegebenen Adresse finde ich jedoch nur ein Hinweisschild: der neue Botschafts-Standort befindet sich in der als ‘Zona Rosa’ bekannten Zone 10 (dem ‘Luxus- & Upper-Class-Vergnügungsviertel’ östlich der Prachtallee ‘Avenida la Reforma’).
Als ich kurz nach Zwei Uhr (& ‘drei Liter Schweiß später’: endlich!) vor dem Botschaftsgebäude stehe, verwehrt mir der schwerbewaffnete Sicherheitsbeamte den Zutritt mit den Worten:
‘Manana - Ocho a las Dos!’ (sprich: Morgen von 8 bis 2 Uhr).
Ich werfe ein paar flüchtige Blicke auf die umstehenden Wolkenkratzer, Luxus-Herbergen & Nobel-Restaurants, verspüre aber (auch wegen der gnadenlosen Mittagshitze) keinerlei Lust auf Schnappschüsse. Einzig am atmosphärischen ‘Plazuela Espana’ schieße ich ein Foto von einer bunten Steinmosaik-Bank, die (wie ich einer Messingplakette entnehme) ‘Erbe des guatemaltekischen Volkes’ ist ...
... ob das guatemaltekische Volk DIES allerdings auch WEISS?

LA0185-GuaCityParkbankAlsVolkserbe

Auf dieser Bank sitzend (& schwitzend) entdecke ich ein lohnendes Fotomotiv:
Der internationale Flughafen von Gua-City befindet sich unmittelbar südlich der ‘Zona Rosa’ & die startenden Flieger donnern im Tiefflug über die Stadt hinweg!
Das ‘Surrounding’ (bestehend aus einem schönen Springbrunnen in der Platzmitte, bunten Werbetafeln für Direktflüge von Guatemala-City nach Miami sowie dramatischen Wolkenkonstellationen ... im Zusammenspiel mit einem überwiegend tiefblauen Himmel) paßt wunderbar ...
... ALSO!
Etwa eine halbe Stunde harre ich auf der Bank aus (die Kamera im Anschlag & mir den Schweiß literweise von der Stirn wischend) ...
... aber natürlich startet von nun an kein einziges Flugzeug mehr!
Die Hitze wird schier unerträglich (trotz Base-Cap verspüre ich ein deutliches Spannen auf meiner ‘glühenden Nasenhaut’). Unverrichteter Dinge ...
... naja: nicht ganz ...

LA0192-GuaCityPlazuelaEspana+Flieger

... flüchte ich mich schließlich in einen ‘Metro-Bus No. 90’ & fahre (‘Genug ist genug!’) zurück zur ‘Zona Uno’.
Im einfachen Restaurant meines Hotels genehmige ich mir (fix & fertig) einen Afternoon-Snack, ein original guatemaltekisches ‘Cena’ (sprich: Abendessen). Wie sich jedoch herausstellt, unterscheidet sich dieses in nichts vom nun bereits seit einer Woche genossenen original guatemaltekischen ‘Desayuno’ (Frühstück):
Spiegeleier, Bohnen in schwarzer Mole, frittierte Bananen, ein kleines Stück schneeweißer Hartkäse, Crema, Tostada & Cafe Negro.
Währenddessen schreibe ich eine Postkarte an Hans (‘Hihihi - bin ICH albern ...!’). Es ist noch früh ... & hell! Also schlendere ich zur Zentral-Post (einem riesigen, gelben Kolonialpalast) & kaufe ein paar Briefmarken.
Naja ...
... bei den in Guatemala geltenden Portogebühren (nicht mal 10 Pfennige für eine ‘Airmail’-Karte) halte ich es für angebracht, mich von der Postkarte mit ‘Auf-Nimmer-Wiedersehen’ zu verabschieden. Wahrscheinlich wird die Post zur Zeit der Kaffee-Ernte einem Wanderpflücker mitgegeben, der sie von Finca zu Finca befördert, bis sie irgendwann in der am nächsten an Köln gelegenen Kaffeeplantage ankommt & von dort ... ?
Anyway ...
Vier Blocks nördlich der Hauptpost befindet sich die koloniale, von den Spaniern als Exerzierplatz angelegte ‘Plaza Mayor’ ...
... & SO wirkt sie auch heute noch:
Ein riesiger, un-atmosphärischer, Kälte verbreitender Steinplatz, dessen einzige ‘Zierde’ ein zentraler, wasserumspielter Brunnen ist.
An der Ostseite des Platzes ragt die ‘Catedral Metropolitana’ majestätisch in den sich langsam verdunkelnden Abendhimmel:
Sie ist (wohltuend!) spartanisch eingerichtet, im hinteren Drittel des Kirchenschiffes befindet sich ein großer Altar - für die gigantischen Ausmaße des Gotteshauses ist die Kirchenorgel allerdings etwas mickrig geraten (naja - für Buddy Casino aus Las Vegas in Tunesien wäre sie genau richtig ...).
Obwohl keine Messe zelebriert wird, ist die Kathedrale natürlich sehr gut besucht:
Jaja - der / die ‘Centroamericano(a)’ & seine / ihre (mir auf ewig unverständlich bleibende) Affinität zum Katholizismus!
Nach Verlassen der Kathedrale schieße ich ein paar ‘Early-Evening-Pictures’ von selbiger, dem klassizistischen ‘Palacio Nacional’ (an der Nordseite des Platzes) & dramatisch sich unter dem blauen Abendhimmel türmenden, schwarzen Wolken.

LA0186-GuaCityPalacioNacionalAmPlazaMayorLA0187-GuaCityKathedrale+BrunnenAmPlazaMayor02

‘Strolling Around’ ...
... sowie Einkauf von Brot & Bier (äh ... special German Diner!).
Dann zurück in ‘meine Pension Meza’: laaange Duschen & ...
... Langmachen auf dem großen & bequemen ‘King-Size’-Bett.
Ich schreibe zwei Postkarten, fühle mich gut & studiere ausgiebigst meine El-Salvador-Travel-Infos. Währenddessen ...
... findet im Hotelgarten (durch meine verschlossene Zimmertüre hindurch gut vernehmbar) das abendliche ‘Multi-Kulti’-Programm statt:
Heute jiddische Lieder zum Akkordeon (‘Der Israeli’ ist wirklich überall anzutreffen) sowie guatemaltekisches Volksliedgut zu ‘Very Basic Percussions’.
Um Zehn Uhr endet die musikalische Untermalung abrupt. Ich gönne mir noch ein letztes, langes Kapitel ‘Christoph Ungeborn’ & dann ...
... kann Johnnie Walker kommen!

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