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DIE AFFEN RASEN DURCH DEN WALD ... ! ODER: STRAIGHT (THROUGH ‘KIBALE FOREST’ ... ... BUT FINALLY) - NO CHASER !
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... Trip von Fort Portal zum Kibale Forest Nationalpark ... sowie Trekking ebenda (Uganda)
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Sehr spät wach: nach Acht Uhr! Frühstück vorm Hotel! Ich sitze in der Morgensonne & (da ich beschlossen habe, erst gegen Mittag in meiner ‘Kibale-Forest’-Unterkunft einzutrudeln) ... ... lasse mir Zeit. Schließlich (gegen Halb Zehn Uhr) ERHEBE ich mich (denn doch noch) & packe meine Frischwäsche zusammen. Fast meine gesamte Garderobe verströmt wieder angenehmste Wohlgerüche - meine Gastgeberin aber ist unersättlich & fragt, ‘ob ich nicht noch die eine oder andere Herausforderung für ihre Wasch-MANN-schaft erübrigen könne?’ Ich MUSS verneinen - verspreche aber, am Donnerstag mit einem prall-gefüllten Rucksack ‘voller eklig-stinkender Schmutzwäsche’ wieder bei ihr einzukehren (was ein gleichermaßen entzücktes wie dankbares Lächeln auf ihr Gesicht zaubert!). Während meines Fußmarsches durchs Stadtzentrum (zur Bus-Station am Markt) unternehme ich mehrere Versuche eine ‘New Vision’ (DIE englisch-sprachige, ugandische Tageszeitung) zu erstehen ... ... scheitere aber letztlich an den hier herrschenden Distributions-Restriktionen: Das Blatt wird mit dem Postbus direkt aus Kampala ‘eingeflogen’ & erreicht Fort Portal daher erst in den Nachmittagsstunden. Oberflächlich (also: mitteleuropäisch-unbefangen!) betrachtet, fügt sich bei meinem Eintreffen an der inoffiziellen Bus-Haltestelle ALLES zum Besten: Ein Minibus mit dem Fahrtziel Kibale-Forest wartet an der ‘Road-X-Ing Market-Mpanga-River-Bridge’, hat bereits mit ‘Boarding’ begonnen & ... ... soll sich LAUT FAHRPLAN (Hahaha!) um Elf Uhr, also in etwa einer Stunde, in Bewegung setzen. NAJA - ich stelle mich (ohne weitere Rücksprachen und/oder -fragen - weil: reine Vergeudung kostbarer Atemluft!) auf eine mindestens zweistündige Wartezeit ein, widme mich (völlig entspannt im ‘Hier & Jetzt’) meiner Reise-Lektüre & beobachte von Zeit zu Zeit (mit gespieltem Interesse) einzelne Sequenzen einer zwar sattsam bekannten, trotzdem aber immer wieder neu erheiternden, in hiesigen Regionen SEHR beliebten ‘Slapstick-Comedy’-Aufführung - mit dem Titel: Rituale der Vorbereitung eines ugandischen (ostafrikanischen? ... trikontinentalen?) Busses auf die UNMITTELBAR BEVORSTEHENDE Abfahrt! ALLE Beteiligten (& in der Nähe eines ugandischen Busbahnhofs KANN es keine unbeteiligten Personen geben!) sind immer in Bewegung - gebärden sich ohne Unterlaß extrem geschäftig - & unterstreichen ihre offensichtliche, weil intendierte Wichtigkeit durch das ständige & ungefragte Abgeben von Kommentaren (& zwar in einer Lautstärke, die mit dem Ausdruck ‘gebrüllt’ schamlos untertrieben bezeichnet wäre). Zur Verunsicherung (oder doch Beruhigung?) eventuell anwesender ‘Touri-Frischlinge’, erklimmt bei Erreichen des OFFIZIELLEN Abfahrt-Termins (heute exakt Elf Uhr!) die vermeintlich wichtigste Person, der ‘Bus-(An-)Heizer’ (der nebenbei bemerkt IMMER NICHT der Busfahrer ist!) den Fahrersitz: Er (der ‘Heizer’!) läßt den Motor an & jagt diesen (den Motor!) in einen exakt vorausberechneten, hinreichend niedrigen Drehbereich (runter!) ... ... DER (der Drehbereich!) notwendig bedingt, daß ER (der Busmotor!) nach jeweils genau fünf Minuten abwürgt & ER (der ‘Würger’!) vordergründig den Busmotor, in Wahrheit aber die gesamte Prozedur wieder von neuem starten darf. Übrigens: Während dieser ‘Vorführung’ darf der BUS keinesfalls & niemals nicht in bewegungsloser Ruhe verharren, sondern wird vermittels minimalster Betätigung des Gaspedals zum ‘auf der Stelle treten’ gezwungen (sprich: der Bus ruckelt zehn Zentimeter nach vorne - setzt fünf Zentimeter zurück - hüpft acht Zentimeter zur Seite - und-zwar-anders-aber-so-weiter). Die ENTSCHEIDENDE Aufgabe (da in direkt-funktionaler Beziehung zum wirklichen Abfahrt-Zeitpunkt stehend!) aber liegt in den Händen des Busbegleiters. Allerdings nimmt er diese Aufgabe nicht eigenverantwortlich wahr. Vielmehr wird er (einer Marionette gleich) von den kaum wahrnehmbaren Körpersprache-Minimal-Anweisungen des gelangweilt etwas abseits wartenden Fahrers gesteuert: ER (der Busbegleiter) hat dafür zu sorgen, daß der Bus bis auf den letzten Platz ÜBERBELEGT ist (das Handschuhfach & der IMMER leere Reservekannister sind die einzigen Tabuzonen, in die keine Passagiere genötigt werden). Kontaktfreude & Kommunikationsfähigkeit sind die Charakter-Eigenschaften, die ein Bewerber für diesen heiß-begehrten Job mitbringen MUSS! Hm - geschwätzige Überredungskunst sowie ein gewisses Maß an ehrfurcht-(angst?-)einflößender ‘physischer Präsenz’ ... ... äh ... KÖNNEN bei der Ausübung dieser Tätigkeit hilfreich sein! Heute ist es (oder besser: ER) GANZ BESONDERS SCHLIMM ... & nach ausgiebigem Studium der ‘B.-B.’-Bemühungen komme ich zu der Überzeugung, daß ER weniger ein Maximierungs-, als vielmehr ein Optimierungsproblem hat! ‘Ja - ich weiß, Cathrin! Europäische Logik hat mit afrikanischer Logik nun wirklich überhaupt nichts gemein!’ Und trotzdem: Mehrfach ist der Bus bis auf ein oder zwei kaum ‘besitzbare’ Klapp-Schemel gefüllt. Da aber der Fahrer-’Diktator’ keinerlei Anstalten macht, den Bus (wirklich!) in eine zielgerichtete Vorwärtsbewegung zu versetzen ... ... entschlüpfen immer wieder (unbewachte, nachlässigerweise NICHT angekettete?) Fahrgäste auf die Ladeflächen der regelmäßig & mit aufreizend langsamem Tempo vorbeirollenden anderen Pick-Ups (die zwar unbequemer, aber billiger sind ... & vor allem: JETZT losfahren!). Worauf sich für unsren Busbegleiter das ‘Passagier-Beschaffungs-Problem’ von neuem stellt - allerdings von einem niedrigeren Ausgangsniveau (aus)! Nicht etwa, daß IRGENDEINER der Beteiligten (oder gar der Verantwortliche) unruhig würde (oder gar die Nerven ‘verlöre’) - keine Spur! Für ALLE gilt (ohne daß ER des Ausgesprochen-Seins bedürfte) der Leitspruch: ‘Und wenn wir bis zum Einbruch der Dunkelheit hier ausharren müssen - SCHEISS DRAUF! Schließlich geht es uns doch gut - ODER?’ Hm - MEINE Meinung (die natürlich vollkommen irrelevant ist & die ich daher auch nur zu meinem Zeitvertreib & mit bewegungslosen Lippen vor mich hin formuliere): Rechnet man den Einnahmeverlust (durch Nicht-Verkauf EINES Bus-Tickets) den zusätzlichen Energiekosten (effizienzloser Benzinverbrauch durch Aufrechterhaltung des Zustandes einer ‘permanenten Abfahr-Bereitschaft des Busses im Fast-Leerlauf’) entgegen ... ... DANN ergibt sich als Resultat dieser simplen, basis-betriebswirtschaftlichen Kosten- & Leistungs-Rechnung ... ABER: diese, meine Überlegungen sind natürlich lediglich ein (zugegeben!) SEHR hypothetisches Planspiel & ... wären für eine ugandische Bus-Mannschaft entweder SCHLICHT NICHT NACH-VOLLZIEHBAR ... ... oder aber (& das halte ich für wahrscheinlicher!) ich mache neben meinem mich immer noch arg behindernden, euro-zentristischen Denken NOCH EINEN WEITEREN GANZ GROSSEN DENKFEHLER ??? Anyway ... Letztlich sind meine von Anbeginn an einkalkulierten zwei Warte-Stunden gar nicht SO weit entfernt von der ostafrikanischen Realität! Hm - lege ich etwa DOCH (so langsam) mein euro-zentristisches Denken ab ... ??? Ganz entschieden: NEIN! DANN nämlich ... ... würde ich nicht zwei quälend-lange Tagebuchseiten mit einer ‘derartigen afrikanischen Selbstverständlichkeit’ (die nun wirklich niemanden interessiert & daher auch nicht der Erwähnung wert ist) ... äh ... gefüllt haben! Um Halb Ein Uhr wird ruckartig & (plötzlich) SEHR plötzlich die Seitentüre des Minibusses zugeschoben - um Haaresbreite an der Hand eines sich gerade erheben wollenden, den Bus zu verlassen unzweifelhafte Anstalten machenden, daraufhin sehr verdutzt schauenden, weil sich nun ungewollt als ‘Zwangs-Fahr-Gast’ in einem Blech-Gefängnis wiederfindenden ... ‘AUF-HÖÖÖ-REN! Mensch - Herr Becker! Verdammt - das ist ja NICHT ZUM AUSHALTEN !!!’ O-KAY! ... (des Minibusses zugeschoben) ... & wir rumpeln über eine bein-harte, extrem-holprige Fels-&-Geröll-Piste in Richtung Süden! Schon nach der ersten, abrupten Wegbiegung präsentiert sich die Landschaft von ihrer hügligsten Seite - obwohl: NOCH wird sie vornehmlich von ausgedehnten Teeplantagen zugedeckt. Permanente ‘Ups-N-Downs’ - endlos aneinandergereihte (& vermutlich wenig ‘magen-freundliche’) Karussell-Schleifen - eine sich zur Qualität der Piste vernunft-reziprok-verhaltende, RASENDE Reisegeschwindigkeit - sowie ein Minibus, dessen Zustand mit ‘desolat’ kurz, knapp & ZUTREFFEND beschrieben ist ... ... solche Ingredienzen KÖNNEN sich zwar nur zu einem Gericht fügen: und das heißt RAPPELKISTE !!! ... ... & trotzdem: diese geo- & infrastruktur-technischen Begleitumstände werden durch eine wuchernde, vor Fruchtbarkeit strotzende, grundsätzlich satt-grüne (aber in allen Regenbogenfarben blühende), zunehmend waldige Naturlandschaft zu absoluter Bedeutungslosigkeit degradiert! Überhaupt ... ist der Westen Ugandas die während meines gesamten bisherigen Afrika-Trips (mich persönlich) landschaftlich mit Abstand am meisten ansprechende Reise-Region ... ... & für ‘das Auge des Fotografen’ (wessen Auge? welcher Fotograf?) spektakulär, abwechslungsreich & beruhigend (weil so viel Ruhe ausstrahlend!) zugleich! ‘ECHT ! - RITA !!!’ Als wir das unseren Eintritt in den ‘Kibale Forest Nationalpark’ markierende Hinweisschild passieren, TAUCHT die Straße in undurchdringlich erscheinenden, dichten Dschungel ein: - rechts & links der rötlichen Sandpiste recken Baumriesen ihre ‘kerzengeraden Hälse’ gen (nicht mehr sichtbaren) Himmel, - in Bodennähe konkurrieren große, weitfächrige Farngewächse mit diversen Schling- und / oder Kletter-Pflanzen (die in-, über- & durcheinander ‘greifen’) um die besten Standorte, - ALLES ist mit kräftigstem Chlorophyll-Grün überzogen & ... die allgegenwärtige Nässe (sowohl Regen als auch -Wald!) verleiht den Pflanzen einen zusätzlichen ‘Glanz’. Vereinzelt zeigen sich kleinere ‘Personen’-Grüppchen - zunächst meist Touris (im Trekker-Outfit), die im Schlepptau ihrer ‘Local Guides’ gemächlichen Schrittes die Piste entlangtrotten ... ... bis sich urplötzlich ‘ein ganz besonderes Grüppchen’ zeigt: Etwa zwanzig Paviane (von blutjung bis steinalt) bevölkern die gesamte Breite der Fahrbahn sowie die beiden schmalen, grünen Seitenstreifen, die ans Urwald-Dickicht grenzen & lassen sich dort ihre rötlich-braunen, lang-florigen Pelze von der im dichten Dschungel schlicht chancenlosen Sonne verwöhnen. Als sie unseren (seine Geschwindigkeit natürlich NICHT verlangsamenden) ‘Blech-Kasten’ auf sich HERANFLIEGEN sehen, ziehen sie sich in den schützenden Blätterwald zurück (die ‘Alten’ übrigens zögerlich-langsam & eine UN-END-LI-CHE Souveränität unter Beweis stellend). SCHADE! Mir bleibt nur, mich mit dem (zuversichtlichen) Gedanken zu trösten, daß dies (hoffentlich) nicht die ersten, letzten & einzigen Primaten waren, die mir während meines ‘Kibale-Forest’-Aufenthalts vor meine ‘Augen & Linsen’ stolpern (werden) !? Zehn Bus-Minuten später (einen knappen Kilometer hinter dem Hinweisschild, das uns über das Verlassen des Nationalparks informiert) stoppt ‘mein Matatu’ mit quietschenden Reifen. Durch die rote Staubwolke laut & anhaltend hupend, macht der Fahrer mir (& jeglicher im weiteren Umkreis lebenden, einheimischen Bevölkerung) klar, daß ich (einTouri!) mein (sein) Tagesziel erreicht habe (hat) ... ... & auf einem schlichten, schwarzen Holzschild heißt mich in weißen Lettern das ‘Nkingo Village Safari Hotel’ willkommen! Charles, der (‘fließend Englisch sprechende’ & ... im Umgang mit Touristen offensichtlich geübte) Hotelmanager, SPRINGT aus der Einfahrt auf den Bus zu & begrüßt mich derart überschwenglich, daß ein unbedarfter Beobachter zu dem Schluß kommen MÜSSTE, ‘ICH sei SEIN (Charles) anhänglichster Stamm- & liebster Lieblings-Besucher’. Hm - was jedoch weniger an mir, meinem einnehmenden Wesen oder (gar) ‘meinem bekannt-sonnigen Gemüt’ liegt, als an der Tatsache, daß ich der einzige Gast im ‘NVSH’ bin! Das Hotel mit dem ach-so-klangvollen Namen ... ... ist übrigens keineswegs eine Luxusherberge, sondern ein einfaches, flaches Lehmgebäude, in dem sich neben zehn Gästezimmern (jedes ausgestattet mit einem Bett & ... sonst NICHTS!) die beiden Privaträume sowie die Kochstätte der Gastgeberfamilie befinden. Der malerische, kleine (& jägerzaun-bewehrte) Vorgarten wird von zwei stroh-gedeckten Pavillons dominiert, deren größerer den Hotelgästen (auch) als Open-Air-Restaurant dient. Das Auf-Suchen von Toilette (ein simples & stinkendes ‘Loch im Boden’) sowie Waschzelle erfordert einen kurzen Spaziergang durch den hinter dem Gebäude sich erstreckenden, von Palmen eingefaßten (& ‘auch sonst’ gut bewachten > siehe später!) Garten. ALLES ist ‘Extremely Basic’ (es gibt weder Strom noch fließendes Wasser), aber ÄUSSERST ATMOSPHÄRISCH & ... ... vom ersten Moment an fühle ich mich an diesem ‘Oh-So-Quiet-&-Peaceful-Place’ ausgesprochen WOHL! Nachdem ich meine Hütten-Zelle belegt habe, serviert Charles ‘zur Begrüßung’ (hm - nett, eigentlich!) erstmal frische Ananas & grünen Tee. Durchatmen sowie kurzer Plausch mit meinem ‘Herberger’. Bevor er sich zurückzieht, stattet mich der besorgte Charles noch mit Lesestoff (gegen die vermeintlich drohende Langeweile?) aus: immerhin ... - eine überraschend aktuelle Ausgabe der ugandischen Tageszeitung ‘New-Vision’, - den ‘Lonely-Planet: Afrika’, - sowie ‘Madame Bovary’ (in Englisch)! DANN genieße ich (abgesehen von ‘Bird-Spotting & -Shooting’ aber auch REIN GAR NICHTS unternehmend) für zwei kurzweilige Stunden den nur mir alleine zur freien Verfügung stehenden, blüten- & farbenprächtigen ‘Privat-Garten’: ‘AAAaaahhh! - HERRRLISCH !!!’ Und SO endet ... ... NEIN! Die (noch) folgenden Tages-Höhepunkte in (äh ... für meine Verhältnisse) Kurzform: Ich marschiere entlang der, den Nationalpark durchschneidenden (einzigen) Piste zum Touristen-Center, wo ich den morgigen ‘Guided Morning-Walk through Kibale Forest’ vor-buche. Haupt-Attraktion dieser organisierten Dschungel-Expeditionen (‘Alleingänge’ sind natürlich verboten!) ist neben der sinnlichen Erfahrung urzeitlicher Regenwald-Vegetation die (angeleitete) Beobachtung ortsansässiger Schimpansen-Populationen in deren natürlichem Lebensraum! ‘WOW !!!’ Der Nationalpark ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Heimstatt für schätzungsweise 600 ‘Chimps’ & ... (übrigens) Begriffe wie ‘ortsansässig’ oder ‘Heimstatt’ müssen im Zusammenhang mit Schimpansen im EHER WEITEREN Sinne verstanden werden: Denn sie sind (zumindest hier im Kibale Forest) ausgesprochene Nomaden & ‘Fast-Walker’, sie wechseln (im riesigen Waldgebiet) ständig ihre Standorte & Touri kann sich daher zu den ausgesprochenen Glückspilzen zählen, wenn es ihm gelingt (falls überhaupt!) einen entfernten Blick auf DIE DURCH DEN WALD RASENDEN AFFEN zu erhaschen! Hm - We’ll See ... ... Tomorrow (hopefully) !? Während des Rückweges zu meinem Safari-Hotel ‘Close Contact’ (zu) & ‘SOME Close Shots’ (von) einer großen Pavian-Gruppe: Zunächst halten die ‘rothaarigen Waldbewohner’ die Piste besetzt & führen (ebendort!) ihre Spiele & Kämpfe auf. Die schon aus großer Entfernung (mich) beeindruckenden, selbstbewußt bis aggressiv zur Schau gestellten ‘odontologischen Merkmale’ der erwachsenen, männlichen Familienmitglieder veranlassen mich ... ... äh ... mit ausgesuchter Vorsicht VORANZUGEHEN! Nachdem ALLE den ‘Alien-Primaten mit diesem komischen, aufrechten Gang’ erblickt haben (& ich bemühe mich, niemanden meiner Verwandten über meine Anwesenheit im Unklaren zu lassen) ... ... gehört die Straße zwar wieder mir - fortan aber stehe ich ‘unter ständiger Beobachtung’! Nicht die kleinste meiner vorsichtigen (& BEWUSST UN-AUFGEREGT ausgeführten) Bewegungen, entgeht den ‘Hairy Spies (äh ... Boys)’, die ihre neugierigen Pavian-Gesichter abwechselnd aus den oberen Regionen des dichten Blätterwerks der umstehenden Baumriesen herausrecken & ihre Blicke synchron zur Laufrichtung des Eindringlings mitwandern lassen: ‘VERY FUNNY! ... THIS!’ Vor dem Abendessen (O-Ton Charles: ‘Seven O’Clock - SHARP!’) unternehme ich einen (desdawegen!) nur kurzen Abendspaziergang in die entgegengesetzte Richtung der einzigen Straße - zur etwa drei Kilometer entfernten (& damit nächstgelegenen) Hüttensiedlung Bigodi: - relaxte Sonnenuntergangs-Atmosphäre (kontrastreiche Naturfarben-Palette über SEHR erdiger Geruchs-Kulisse), - durchweg freundlich grüßende, ugandische Landbewohner (‘On their Way Home On & Along the Main-Road’), - sowie Einkauf von Proviant & ‘Betthupferln’ (in beiden Fällen handelt es sich natürlich um - na? richtig: Zigaretten!). Nach meiner Rückkehr (& nach Einbruch der afrikanischen Nacht) breite ich mich am großen, rustikalen Holztisch des Vorgarten-Pavillons aus ... & genieße im Schein einer riesigen, rußigen & auf jede Art von Insekten GRÖSSTE (sprich: tödliche!) Anziehungskraft ausübenden Kerosinlampe DAS ABENDMAHL ‘GUT-HIN’: - einen scharf gebratenen, knusprigen MEGA-Fleischspieß, der zu beiden Seiten ein gutes Stück über die nicht gerade kleine Anrichteplatte hinausragt, - einen Bratkartoffel-Berg, der alleine schon (& zwar leicht!) eine vier-köpfige, ausgehungerte Expeditions-Crew sättigen könnte, - eine (in etwa gleiche Menge) gekochtes Misch-Gemüse, - dazu eine delikate (& weniger scharf, als raffiniert gewürzte) Sauce auf Tomaten-Erdnuss-Basis sowie ... - eine bis zum Rand mit frischem ‘Grünzeug’ aufgefüllte Riesen-Salat-Schüssel, die ich jedoch NUR hinreichend-lautstark verbal würdige & (frei nach dem bekannten Tropen-Traveller-Motto ‘Cook it, Peal it or FORGET IT!’) ... NICHT anrühre. Charles berechnet mir das an Oppulenz und Wohlgeschmack nicht mehr zu toppende Diner mit lächerlichen 4.000 Uganda-Shilling (knapp 4 US-Dollar!) ... ... was übrigens EXAKT dem Rechnungsbetrag entspricht, den ich (auch) für die Übernachtung zu entrichten habe! Ich lobe überschwenglich die Kochkünste der vermeintlichen Köch-IN (Irrtum! > siehe später!) & gebe mir alle erdenkliche Mühe, meinen Gastgeber nicht zu enttäuschen ... ... schaffe aber trotzdem kaum die Hälfte des ‘Sechs-Personen-Festmahls’! GOTT-SEI-DANK! Denn während ich gerade damit beschäftigt bin, das ‘nachgeschobene’ Dessert, einen auf die ‘Mannschafts-Stärke des normalen (also zwanzigköpfigen) Pfadfinder-Zuges’ dimensionierten Früchtecocktail aus Bananen, Ananas & einer mir unbekannten, einheimischen Obst-Sorte in die entlegendsten Ritzen meines Magen-Darm-Traktes zu stopfen ... ... erscheinen (von den vier, an den Ecken des quadratischen Grundstückes angepflockten Wachhunden LAUTSTARK angekündigt) Sarah & Brian: Ein junges, britisches Rucksack-Reise-Pärchen, das mir schon nachmittags (nahe dem Touristen-Center) als ‘daumen-schwingende Hitch-Hiker’ aufgefallen war ... & die während unseres anschließenden, kurzen Plauschs ihr Tages-Reiseziel mit Fort Portal angaben. Naja - bis zum Einbruch der Dunkelheit haben sie (vergeblich!) versucht, ein ‘Matatu’ zu erwischen ... schließlich blieb den beiden nichts anderes übrig als (ENTNERVT!) zu Charles zurückzukehren! Und DER hat nicht nur eine Schlafstatt für die beiden, sondern zaubert (Surprise!) binnen weniger Minuten sogar ein komplettes, warmes Nachtmahl aus seiner akkurat sitzenden Baseballmütze ... ... hm - welches mich allerdings FRAPPANT an die (immerhin üppigen!) Überreste meines Diners erinnert! Als flüssiges Betthupferl spendiert Charles uns noch eine Riesenkanne grünen, ugandischen Tee. Dann verabschiedet er sich & wünscht uns ‘A Good & Peaceful Night’ ... ... während ‘der gemischte Euro-Dreier’ im gemütlichen, ostafrikanischen Bambus-Rundpavillon bis weit nach Zehn Uhr die Zeit verplaudert. Unser Hauptthema ist natürlich ... ‘Reisen’: persönliche Erlebnisse sowie eine grundsätzliche Diskussion über die verschiedenen Arten zu reisen (& wie man / frau es nicht machen sollte). Da wir in unseren Ansichten weitgehend übereinstimmen, macht es uns wenig Mühe, uns (gegenseitig) von den Anschauungen zu überzeugen, die wir eh schon teilen. Die fröhliche Stimmung wird ein wenig gedrückt, als die beiden mir erzählen, daß sie sich morgen Früh für einige Wochen trennen & unterschiedliche Reiserouten nehmen werden: Sarah will zu den Berg-Gorillas nach Bwindi (im äußersten Südwesten Ugandas), während es Brian (über & durch Rwanda) in den Süden des ‘Schwarzen Kontinents’, nach Malawi zieht. Sarah will übrigens morgen Früh ein zweites Mal am ‘Guided Chimps-Walk’ teilnehmen. Heute Morgen hat sie nicht einmal einen Schimpansen-Schrei gehört, geschweige denn einen Primaten von Angesicht zu Angesicht gesehen. ‘Lucky Me! (äh ... Sorry, Sarah!)’ ... ... denn somit steht schon heute Abend fest, daß ich nicht ALLEINE (mit meinem vorgeschriebenen ‘Special & Individual Guide’) durch den morgenfeuchten Dschungel werde kraxeln müssen ... Da Brian UNMITTELBAR nach dem Frühstück ein ‘Matatu’ Richtung Fort Portal anhalten will (‘By ALL Means Necessary!’), verabschieden wir uns schon recht früh BIS SPÄTER: ‘See Ya Both for Breakfast - at Seven O’Clock ... ... SHARP!’ Heute Abend verzichte ich auf meine obligate Lesung, obwohl Charles mir fürsorglicherweise eine Kerosinlampe zur Verfügung (& vor mein Zimmer) gestellt hat. Anfänglichen Moskito-Attacken begegne ich durch Auftragen einer gut zwanzig Zentimeter dicken, glasigen & doch kompakten ‘Autan’-Schicht (Nein - auf MEINEN Körper!) ... ... was (auch) dazu beiträgt, daß ich die mich umgebenden, mittlerweile schon fast gewohnten ‘African-Jungle-Noises’ aus immer größerer Entfernung ... & schließlich gar nicht mehr (jedenfalls nicht bewußt) ... ‘MANN, EH - bin ICH VOLL !!! Und das OHNE einen einzigen Tropfen Alkohol !!!’ ...
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... Um Halb Sieben Uhr schrillt mich mein Wecker von der Pritsche hoch. Nur fünf Minuten später hämmert’s an meine Zimmertüre & ich (hundemüde!) höre Charles, der mit für diese Tageszeit UNVERSCHÄMT fröhlichem Timbre in seiner UNFASSBAR ausgeschlafen klingenden Stimme ruft: ‘Good Mooouuu-ning ... ... you Lazy-Bones! Tea is Ready!’ Bei noch sternen-erleuchtetem Himmel (& ... kurz vor Einsetzen der Dämmerung), unterziehe ich mich auf der Wiese hinter den Lehm-Gebäuden einer zwar etwas oberflächlichen, nichtsdestotrotz aber extrem erfrischenden Morgen-Toilette ... ... wobei dem mich unablässig agressiv & lautstark ankläffenden, mir zunächst (hoffentlich gut!?) angepflockten, riesigen Wachhund ein nicht unerheblicher Anteil an meiner heutigen, ungewohnt kurzen ‘Wake-Up’-Phase zukommt! Übrigens: eine der Bestien ist zweifelsfrei ein Pitbull! In den Adern der anderen Köter scheint sich Blut verschiedener Rassen zu mischen. Für mich steht jedoch zweifelsfrei FEST, daß JEDER (mindestens!) EINEN Rottweiler-Ahnen als direkten Vorfahren vorweisen kann! Charles meinte gestern (auf meine, nicht ohne Grund besorgt klingende Nachfrage), ‘die braven Hundchen würden keine Weißen angreifen - sie seien auf dunkelhäutige Menschen abgerichtet!’ Hm - SEHR beruhigend! Für MICH ... ... während Charles selbst eine unübersehbar dunkle Hautfarbe hat! Vermutlich aber zählt er sich zu der Sonder-Spezies der ‘guten Schwarzen’!? Ich muß gestehen, daß nach diesem Gespräch unser bis dahin ungetrübtes, ja: herzliches Verhältnis einen ersten (bis Bigodi hör-baren) Knacks ... Naja ... Der Holztisch biegt sich (okay: ich übertreibe!) unter gesunder & vitaminreicher Frühstückskost: Bananen, Ananas, selbstgebackenes Brot, Butter sowie ‘Tee satt’ ... ... aber viel ‘Zeit zum Genießen’ bleibt uns heute Morgen nicht! Fünf Minuten später hat Brian unter tätiger Mithilfe unseres morgen-aktiven Gastgebers den letzten freien Stehplatz auf der Pick-Up-Ladefläche eines Klein-Lasters ERSTANDEN (‘Bye-Bye & Take Care: Especially in Rwanda!’) ... ... & begleitet vom lautstarken Gelächter seiner ugandischen Mitreisenden (denen ein Touri auf der wackligen Ladefläche eines Lasters ‘Very Funny!’ erscheinen will), entschwindet er im Zentrum einer weithin sichtbaren, roten Staubwolke in Richtung Fort Portal. Weitere fünf Minuten später stapfen Sarah & ich durch das riesige Papyrus-Sumpfgebiet (siehe nachmittags!) zum Touristen-Center des ‘Kibale Forest National Park’ - jedoch (IMMERHIN!) trocknen Fußes über die komfortable Sandpiste & von der nun zunehmend die steifen Knochen wärmenden Morgensonne bestrahlt. Nach einer relaxten, halben Wanderstunde darf ich mein Eintritts-Ticket zum Nationalpark lösen (15.000 U-Sh). Weitere 5.000 U-Sh muß ich für den ‘obligatorischen Flora-&-Fauna-Experten’ (der die Führung unserer Dschungel-Safari übernehmen wird) zahlen. Eine zusätzliche Verstärkung unseres Expeditions-Teams gibt’s gratis dazu: Am sogenannten ‘Restaurant’ (das zur Zeit lediglich den, ‘Bandas’ für ein neues Touristen-Camp errichtenden, einheimischen Bau-Arbeitern als Kantine dient), treffen wir auf eine Schottin im Jogging-Outfit, die (Sorry!) ziemlich FETT ist & der ‘ein wenig Bewegung sicherlich GUT ...’ Nun HÖR’ schon auf !!! Im kleinen, zum Park gehörigen Museum gibt uns Godfrey (unser ‘ugandan Guide’, der seit 1991 interessierten Touristen die Schönheiten des Kibale Forest näherbringt) zunächst eine kurze Einführung in Topographie & Vegetation der hiesigen Regenwald-Region sowie einen Überblick über die im Park beheimatete Tierwelt: ZWAR ... ... sollen im Kibale Forest auch größere Säugetiere (wie Elefanten & Büffel) leben, die Chance, einem dieser Giganten (HIER!) über den ‘Busch-Pfad’ zu laufen, ist allerdings nur geringfügig größer als ... ... äh ... beispielsweise im ‘Kölner Grüngürtel’! Daher hebt Godfrey nach diesen, seinen einleitenden & nur der Vollständigkeit halber getroffenen Erläuterungen, NATÜRLICH die besondere Bedeutung der Schimpansen (‘YEAH - THAT’S Why We’re Here!’) für den Park & dessen Besucher gebührend hervor. Er deutet ‘unser ungeduldiges Scharren mit den abenteuer-lustigen Touri-Hufen’ DURCHAUS RICHTIG & hält seinen Vortrag wohltuend kurz: DANN ... geht’s los! Schon nach fünfzig Metern führt ein schmaler Pfad, einer engen Röhre gleich, in den dichten Urwald & ... augenblicklich tauchen wir ein in eine exotische ‘NEUE, ALTE WELT’: Riesige Baum-Kolosse recken sich mehr als fünfzig Höhenmeter in den nur erahnbaren afrikanischen Himmel. Die kerzengeraden, glatten Holz-Stämme ‘blättern’ zwei bis drei Meter oberhalb des Waldbodens in dicken, spanplatten-ähnlichen Wurzelansätzen aus & geben eine vage Vorstellung vom beeindruckend-großen Radius, in dem sich die Baumriesen (‘Under-Ground’) an ‘Mutter Erde’ festkrallen, um sich gegen die Erosion, ihren (abgesehen vom Menschen) einzigen Feind, erwehren zu können! Und trotzdem sehen wir im Laufe des heutigen Vormittags eine ganze Reihe dieser ‘statischen Naturwunder VON UNTEN’ - sprich: (wir) ... vor den mit Urgewalt aus dem Erdreich gehebelten & uns weit überragenden Wurzeln ... stehend! Übrigens dienen die ‘obererdigen Holzplatten-Luftwurzeln’ den perkussiv enorm begabten Schimpansen sowohl der Kommunikation (untereinander) als auch um unliebsame Territorial-Konkurrenten einzuschüchtern ... ... äh ... erklärt Godfrey, bevor er (vermittels eines fulminanten Schlagzeug-Solos, durch gezielte Stock-Schläge auf unterschiedliche Stellen der Wurzeln) das immense & nuancenreiche Klangspektrum dieses ‘Complete Drum-Set In One’ demonstriert. Von ‘anderen’ Primaten fehlt jedoch zunächst (noch) jegliche optische wie akkustische Spur! Eine halbe Stunde streifen wir scheinbar ziellos durch dichten & dunklen Regenwald. Dann wechselt plötzlich die Vegetation von dicht an dicht stehenden, knorrigen Urwaldriesen zu haushohem, aber aufgelockertem Bambusgehölz. Der Morgensonne fällt es zunehmend leichter zu uns durchzudringen. Das Terrain steigt kaum wahrnehmbar zwar, aber doch stetig hügel-AN-wärts. Und nach einer weiteren, nun zunehmend schweiß-treibenden Wander-Stunde mündet der Trampel-Pfad in eine große Lichtung! Über die recht wackligen Sprossen einer Bambus-Leiter, erklimmen wir einen Hochsitz, genießen den vom ‘Lookout’ (dem höchsten Punkt im Nationalpark) sich ergebenden Panorama-Blick auf & über den sich einen abschüssigen Hügel hinunter ziehenden Kibale Forest & legen die erste & einzige (was wir allerdings noch nicht ahnen) Rast unseres morgendlichen Spaziergangs durch unberührte Natur ein. Apropos ‘Spaziergang’: Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch. Bei direkter Sonnen-Einstrahlung schnellen die Temperaturen augenblicklich in astronomische Höhen. Unsere Klamotten sind bereits jetzt völlig durchgeschwitzt & ... ... ‘The Best is yet to Come!’ Äh ... will sagen: Die Pause wird von ALLEN stürmisch begrüßt ... ... & von der ‘25-prozentigen Raucher-Minorität’ gar noch FINTENREICH um eine halbe Zigarettenlänge hinausgezögert. Nach Beendigung der Rast (sowie der zwischenzeitlichen Gewöhnung an eine zwar nur laue, aber doch auch erfrischende Brise) fällt es uns alles andere als LEICHT, wieder in den stark & exotisch duftenden, sehr feuchten & extrem schwülen Dschungel hinabzusteigen ... ... & spätestens ab (genau!) JETZT entwickelt sich der ‘locker-entspannte Ausflug im gemütlichen Schlender-Tempo’ zu einer nur noch (verdammt!) schweiß-treibenden, atemluft-raubenden & kräfte-zehrenden FRAGE DER EHRE! Godfrey HÄNGT ständig an seinem Sprechfunkgerät & erfragt bei den anderen, strategisch-günstige (abgestimmte) Routen durch den Wald ‘ablaufenden’ Park-Angestellten & Primaten-Forschern die ‘aktuellen (sich in Sekunden-Bruchteilen allerdings wieder verändernden) Standort-Koordinaten der unterschiedlichen, den Dschungel umpflügenden Schimpansen-Horden’. Übrigens wird dieser Aufwand NICHT speziell für uns (die doofen, aber zahlenden Touris) betrieben: Die Beobachtungen sind Teil der täglichen Ranger-Routine & dienen der Erlangung exakter Daten über die Migrationswege der einzelnen, zahlenmäßig genau erfaßten & penibel abgegrenzten (ja, sogar mit Clan-Namen versehenen!) ‘Chimps-Families’. Die Spannung steigt ... während unsere Unterhaltungen immer wortkarger werden. Schließlich erhält Godfrey über Funk die Anweisung, am derzeitigen Standort möglichst geräuschlos zu verharren ... ... & WIRKLICH! Nach einer mir wie eine Ewigkeit vorkommenden (& doch nur etwa zweiminütigen), laut- & atemlosen Wartezeit HÖREN wir SIE! Der Wald hallt von wildem Affen-Gekreische wider. Die ‘Noise-Generators’ scheinen überall zu sein. Eine genaue Ortung erweist sich als unmöglich. Der Funkspruch vermeldet, daß es sich um eine größere, mindestens zwanzigköpfige Familie handelt: ‘On the Grounds - Moving Fast & Straight Forward!’ ... ... was schlicht bedeutet, daß die Affenbande ihren heutigen Frühstücks-Platz noch nicht erreicht hat & daher vermutlich nur äußerst schwer zu stellen (oder gar zu beobachten) sein wird - aber Godfrey ist zuversichtlich! Immer wieder treibt er uns an, ihm zu folgen. Etwa alle fünf Minuten stoppt er seinen verdammt-sportlichen Laufschritt, hält seinen Kopf seitlich schräg in die Luft (äh ... wie ein ‘richtiger’ Schimpanse?) & ... nimmt dann unverzüglich den nächsten Richtungswechsel (& meist dramatischen Anstieg!) in Angriff. Wir haben Mühe ihm zu folgen. Hm - vor allem die FETTE SCHOTTIN ... (‘JA - ist ja GUT!’) ... ... wir steigen (kaum merklich) in immer höhere Waldregionen & durch-pflügen in Ermangelung eines vorhandenen Wanderpfades den unwegsamen, morastigen Untergrund. Zweimal bleibt uns nichts anderes übrig, als sich uns in den Weg stellende, kleinere Flüsse zu ‘überqueren’ & ... ... hinterher hat niemand in der Gruppe keine nassen Füße (nicht)! Ich muß gestehen, daß ich DIESE GANZE AKTION für ziemlich sinnlos halte - denn: Was haben wir schon davon, wenn wir letztlich zwanzig dunkle Schatten von links nach rechts (oder umgekehrt) an uns vorbeihuschen sehen? Hm - von dem mir grundsätzlich widerstrebenden ‘Treibjagd-(ohne-Haus)-Effekt’ mal ganz abgesehen! Als wir schließlich noch einen ugandischen Parkangestellten (sowie Kathrin, eine deutsche Praktikantin: beide mit Strichlisten & riesigen ‘Binoculars’ bewaffnet!) überholen & diese unsere fragenden Blicke nur mit einem Achselzucken beantworten, steht für mich FEST, daß unser Godfrey ZWEIFELSFREI & VOLLKOMMEN & (vermutlich) UNHEILBAR ... ‘SORRY GODFREY - daß ich an Dir zweifelte! Viel zu spät wird mir klar, welch messianische Offenbarung sich in Deinem Namen verbirgt - Du verkannter Affen-Gott, Du!’ ... ... denn: Zehn Minuten später befinden wir uns urplötzlich MITTENDRIN! Um uns herum BRODELT es: - Büsche rascheln & produzieren schrille, hysterische Kreisch-Laute, die man diesen ‘als leblos (naja: zumindest lautlos) bekannten Vertretern irdischen Lebens’ gar nicht zutrauen würde (!?), - Baumkronen (hoch über uns) schütteln sich, als würden sie durch einen Orkan malträtiert (allerdings sind die Bewegungen der Blätter merkwürdig unregelmäßig & örtlich SEHR begrenzt), - schwarz-braune Schatten-Fetzen entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als vereinzelte, isolierte (?) Schimpansen-Körperteile (WO & WIE diese Körper jedoch beginnen & enden, bleibt zunächst ein Rätsel!). Die extremen Lichtverhältnisse (düster & kontrastarm in Waldboden-Nähe - der Blick in die höheren Baum-Regionen wird durch gleißendes Gegenlicht behindert) ... ... erschweren nicht nur das Ablichten der kaum erkennbaren, aber eindeutig lebenden Foto-Motive. Nein - bereits die Vorstufe, der Versuch die einzelnen Affen-Puzzle-Teile zu einem kompletten Primaten-Bild zusammenzusetzen, erfordert neben Anatomie-Kenntnissen auch eine an hell-seh-erische Fähigkeiten heranreichende Seh-Kraft! So dauert es EINE WEILE, bis ich mich in dem zwar camoufflierten & doch alle meine Sinne erregenden Chaos EINIGERMASSEN zurechtfinde! Von Anbeginn aber empfinde ich diesen Ort (& meinen ‘Close Contact with Wildlife at its Verrry Wildest!’) als etwas SEHR Besonderes & ... ... ‘Somewhat Near Magic’ !!! Hm - auch wenn mein Kontakt ein äußerst passiver & durch die eindeutigen Merkmale des ‘geilen Spanners’ charakterisierter ist ... Übrigens: ich hatte mir die Schimpansen VIEL KLEINER vorgestellt! Naja - halt die putzigen, spaßigen Kerlchen, die wir von diversen Mattscheiben- & Leinwand-Auftritten (‘Daktari’, ‘Hatari’ & ähnliches) kennen. In Wirklichkeit aber sind sie (zumindest die Ausgewachsenen) ... ... RIESIG GROSS & VERDAMMT IMPOSANT !!! Der Affen-Clan besteht aus etwa zwanzig ‘Chimp-Champs’, die abwechselnd unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Ein kaum fünf Meter über mir (im Baum) seine akrobatische, mit absoluten Höchst-Schwierigkeiten gespickte Turn-Kür aufführendes Affen-Männchen, stürzt mich in TIEFSTE & grundlose ‘Photo-Maniacs’. Obwohl ich WEISS, daß die Aufnahmen wegen der schlechten Gegenlicht-Verhältnisse vermutlich SOFORT in meinen heimischen Papierkorb wandern werden ... ... verschieße ich gleichermaßen fasziniert wie idiotisch lächelnd fast einen halben meiner zunehmend rarer werdenden, lichtempfindlichen ‘200-ASA’-Filme! Während WIR (sensationslüsternen Touris, wir!) in rasender Geschwindigkeit unsere sämtlichen Filmvorräte aufbrauchen, ‘sabbert Godfrey (unermüdlich) sein Walkie-Talkie voll’ ... ... & seinen enthusiastischen Ausrufen, die aus einer bloßen Aneinanderreihung aller ihm zur Verfügung stehenden Superlative bestehen, ist anzuhören, daß dies AUCH für IHN nicht ‘the Usual & Average Walking-Tour-Spots’ sind. AUCH Sarah ... ist (augenscheinlich) glücklich. Gestern Morgen hat sie nicht einmal einen sich zum fotogenen Sterben von der Gruppe absondernden, alten ‘Solo-Schimpansen’ vor die Linse bekommen. Zwischenzeitlich haben AUCH Kathrin & ihr ugandischer Vorgesetzter den Ort erreicht, ‘where IT Happens!’ ... ... & AUCH SIE staunen nicht schlecht. Meine einzige Sorge ist, daß ich statt eines ‘200-ASA’-Films wohl doch besser einen ‘64.000-ASA’-Film hätte einlegen sollen - aber IRGENDWANN ist mir AUCH DAS egal! Äh ... ... genug des ‘AUCH um AUCH’ ( ... Zahn um Zahn)! Eine gute halbe Stunde lassen sich die Schimpansen bereitwillig bei ihrem ausgiebigen, vegetarischen Frühstück beobachten & ablichten: - dann packt sich der letzte & trägste ‘Chimp-Oldie’ noch ein frisches Blätterbündel (als Wegzehrung) unter seinen körperlangen, rechten Schwing-Arm, - winkt uns freundlich mit einem ‘in der Linken’ gehaltenen, hand- & buntbemalten Pappkarton-Schild zu (‘Good Bye & Fare-thee-Well, you Bloody ...’ - den Rest kann ich nicht mehr lesen), - & folgt gemächlich seinen Kumpanen, die unüberhörbar bereits die Rodung des nächsten Quadratkilometer Urwaldes in Angriff genommen haben! Langanhaltendes ... PUUUHHH !!! (also: ... unsererseits!). Nachdem wieder Ruhe im Wald eingekehrt ist, bereitet uns Godfrey schonend auf die Tatsache vor, daß wir uns sehr weit vom ‘Tourist-Centre’ fort bewegt haben ... ... & daß uns folglich ein SEHR langer Rückweg bevorsteht. Tja - und SO ist es ( ... dann auch)! An den (zweifellos vorhandenen!) Natur-Schönheiten entlang der Strecke kann sich während des ‘irgendwie zu bewältigenden’ Rück-Marsches niemand mehr SO RICHTIG berauschen. Letzlich sind wir alle kaputt, aber glücklich (& das aus zwei Gründen!), als wir gegen Halb Ein Uhr wieder an unserem Startpunkt EINLAUFEN: Viereinhalb anstrengende (& nahezu pausenlose!) Trekking-Stunden haben ihre UN-überfühlbaren Spuren in unsrer tauben, sauren Beinmuskulatur hinterlassen (übrigens: normalerweise dauert die Wanderung etwa drei Stunden!). In der Kantine spendiere ich mir eine ‘Quick Coke (im Stehen)’, bevor ich ohne weitere Verzögerung (hm - ES läuft mich gerade so schön!) die letzten drei Bonus-Kilometer bis zu meiner Safari-Unterkunft in Angriff nehme. Dort angekommen widme ich mich SOFORT meiner vordringlichsten Trekker-Pflicht: Schnellstens Regenerieren! Denn ... ... auf meinem Tages-Programm ist noch ein weiterer ‘Wander’-Punkt vermerkt. Leichtes Mittagessen (Kartoffeln in Specksoße). Mittels einer Kanne brühend-heißem Tee bringe ich meinen arg durcheinandergewirbelten Flüssigkeits-Haushalt wieder in ein ‘ungefähres’ Gleichgewicht. Schließlich plaziere ich meine unteren Extremitäten auf dem Holztisch des schattigen Garten-Pavillons & ... ... ENTSPANNE (natürlich rauchend). Währenddessen unterhalte ich mich mit Wilbur (dem von Charles nur ‘The Boy’ genannten, etwa 18-jährigen Koch des ‘Safari Hotels’): Nach anfänglichem Zögern erzählt er mit einem mich frösteln lassenden, völlig emotionslosen Duktus von seiner frühesten Kindheit, die er inmitten der ugandischen Bürgerkriegs-Wirren verleben mußte! Von seiner Mutter ... ... die ihm jeden Abend aufs Neue einschärfte, nachts beim kleinsten verdächtigen Geräusch SOFORT die Strohhütte durch den Hintereingang zu verlassen, in den nahen Busch zu flüchten & sich dort zu verbergen ... ... daß er sich KEINESFALLS in seinem Versteck rühren darf - auch dann nicht, wenn er mit ansehen muß, daß die Hütte in Flammen aufgeht (oder ihre und seiner Geschwister Hilfeschreie zu hören sind) ... ... daß er, FALLS er aufgegriffen wird (von welcher Kriegspartei auch immer: ‘Don’t Trust ANYBODY!’), behaupten soll, ‘er sei Waise & kenne niemanden in dieser Gegend’ ... ... daß er von dem Moment an, da er die elterliche Hütte hinter sich lassen muß, AUF SICH SELBST gestellt ist & ... ... EINZIG UND ALLEIN an sich & sein Überleben denken soll !!! Hm - ‘UN-BE-LIE-VA-BLE !!!’ (was nicht bedeutet, daß ich ihm nicht glaube - aber es gibt einfach Dinge, die, obschon sie wahr sind, jegliche Vorstellungskraft übersteigen!). Vor allem die (scheinbare?) Gleichgültigkeit seiner Schilderungen entsetzt mich! Und ausgelöst durch sein (Einzel?-) Schicksal, driften meine Gedanken knappe 200 Kilometer in südliche Richtung: Nach Rwanda ... ... wo die eben gehörten Lebensumstände für hunderttausende von ‘es-nicht-anders-kennenden-Kindern’ IMMER NOCH den GANZ NORMALEN, WAHNSINNIGEN ALLTAG darstellen. Okay - natürlich nicht nur für die ‘Kids’ ... ... auch für deren Eltern. Aber die sind wenigstens in der Lage, zu verstehen, WAS da ... & WIE ... & WARUM ... Hm - OBWOHL ... ?! Viel zu früh geht meine ‘Nie-war-sie-so-wertvoll-wie-heute!’-Mittagspause dem unbarmherzigen Ende zu: schon ist es Halb Drei Uhr. Ich verabschiede mich von Charles & Wilbur (‘See You in the Evening!’) & ... ... reihe mich in den regen Fußgängerverkehr auf der nahezu autofreien Schotterpiste ein: Mein erstes Wander-Etappenziel heißt ‘Bigodi-Village’, wo sich der Startpunkt des (natürlich organisierten) ‘Swamp-Walk’ befinden soll! Als ich eine halbe Stunde später die Siedlung erreiche, ziehen dicke, schwarze Unwetter-Wolken auf. Zum ‘Bigodi Tourist-Office’ (südlich des Dorfes - auf halber Höhe eines steil ansteigenden Hanges) gelange ich noch gerade rechtzeitig ... ... bevor die ‘heutige Regenzeit’ beginnt: Unter dem Türrahmen des Büros hockend, darf ich (wohl behütet) beobachten, wie sich in nur wenigen Sekunden die gesamte Region verdunkelt! Alles ERSTRAHLT in zunehmend gräulichem Schwarz. Die Szenerie gewinnt dramatisch an Bedrohlichkeit: Weltuntergangs-Atmosphäre! Schließlich öffnen sich die Himmelsschleusen ... ... & ein URGEWALTIGER, äquatorialer Gewitterregen TROMMELT (untermalt von einigen zackigen & weitverzweigten, das schwarze Firmament zerteilenden Lichtblitzen) auf die grüne Landschaft hernieder. Die den Hügel sich hinaufschlängelnde Piste verwandelt sich in einen erdigen, roten Fluß. Die wenigen sich noch unter freiem Himmel aufhaltenden Menschen bemühen sich (‘Better-Too-Late than Never!’) hastig & offensichtlich ‘naß bis auf die Knochen’ den nächst-gelegenen Unterstand zu erreichen. Der brachiale Wolkenbruch hält eine knappe Viertelstunde an: Auf höchstem Energieniveau - ohne merklich an- oder abzuschwellen. Dann ... ... stoppt er UR-PLÖTZLICH! Und schon zwei Minuten später erinnert nur noch die extrem dampfende (‘schwerst atmende’) Erde unter einem nach-kündigungslos sich wieder lupenrein-azurblau & unschuldig präsentierenden afrikanischen Himmel an die vor wenigen Augenblicken noch aufgeführten, meteorologischen Kapriolen: ‘NATURE EXTREME ... & BIZARRE!’ Nach einer weiteren halben Wartestunde (‘Looking for a Guide!’) hat die nette, junge ‘Büro-Leiterin’ in einer der nahen Strohhütten Sylvestre (meinen persönlichen Führer) rekrutiert. Die Suche nach einem passenden Paar Gummistiefel (für mich) erweist sich da schon als schwieriger: Das vorrätige Leih-Sortiment endet abrupt schon bei Schuhgröße ‘44’ ... Schließlich aber können wir den Besitzer eines in der landwirtschaftlichen Produktion eingesetzten Arbeits-Elefanten überreden, mir die Hälfte der ‘südlich-extremen Arbeits-Kleidung seines Zöglings’ ... Äh: ja! Die ‘Swamps’ sind ein unmittelbar an den Nationalpark grenzendes, weitflächiges Sumpfgebiet - ein riesiges Feucht-Biotop mit einer mehr als 300 Vogel-Spezies sowie ein knappes Dutzend verschiedener Primaten-Arten umfassenden, REICHEN Fauna - inmitten einer urzeitlich anmutenden & nicht ungefährlichen (weil keinen Fehltritt verzeihenden!) ‘Killer’-Landschaft. Ich erhalte von Sylvestre eine kurze Einstimmung in die schaurige Geschichte des gefährlichen Terrains (O-Ton S.: ‘Graveyard to MANY People & Animals!’) sowie eine Einführung in die ‘Sensationen’ der variantenreichen Tierwelt: Beispielsweise ... ... der ‘Black & White Colobus’ - eine ost-afrikanische Spezial-Species der weltweit in den Tropen anzutreffenden ‘Schlank-Affen’, der wegen eines anatomischen Defekts, des fehlenden Daumens, auch als ‘Stummel-Affe’ bekannt ist - & der sich ‘behindert’ (da Schwierigkeiten zu ‘be-greifen’) ‘Four-Fingers-In-A-Row’ von Ast zu Ast hangelt ... DANN geht’s (hörbar!) los: Quoootsch - Quoootsch - Quoootsch! Der schmale, aber gut markierte ‘Trail’ führt, hart an den Ausläufern des Sumpfgebietes entlang, im weiten Bogen um die ‘Swamps’ herum. Obwohl das Gebiet nicht zum Nationalpark gehört, hat der ugandische Staat die hohe Schutzwürdigkeit dieser einzigartigen Wasserlandschaft durch eine Auflage an die ‘umliegenden’ Landbesitzer festgeschrieben ... & diese verpflichtet, ihre Ackerbau-Aktivitäten zehn Meter vor dem ‘Trail’ enden zu lassen. In der hiesigen, landwirtschaftlich geprägten Region Ugandas, werden vornehmlich Bananen & (in kleinen Plantagen) Kaffee angebaut ... ... & so eröffnet sich mir erstmalig die Gelegenheit den ‘Famous & Very Expensive High-Quality-Ugandan-Coffee’ aus nächster Nähe & in seinem Ursprungszustand zu betrachten ... der (nebenbei bemerkt: NATÜRLICH) zu fast 100 Prozent in den devisen-trächtigen Agrar-Export wandert! Relaxter, sehr entspannter Schlender-Spaziergang durch unberührte Natur: - AN LAND spenden riesige Kokospalmen sowie Feigenbäume & -kakteen (neben diversen anderen, ost-afrika-typischen Maulbeergewächsen, deren Namen Sylvestre mir zwar nennt, die ich mir aber nicht merken kann ... äh ... will) wohltuenden Schatten, - AUF SEE sitzt & gedeiht im (unter der Wasseroberfläche ständig glucksenden) Sumpfgrund Papyrus neben Papyrus. Bis auf einige äußerst un-fotogene (nur ‘blass’-farbige) Vögel, zeigen sich zunächst keinerlei animalische Lebewesen. Der von mir vehement eingeklagte (& von Sylvestre auch FEST zugesagte!), regenbogen-farbene ‘Kingfisher’ läßt sich NATÜRLICH nicht blicken. Hm - zwar BEHAUPTET Sylvestre am Ende unserer Tour, IHN gehört zu haben ... ... aber - naja: BEHAUPTET ER! Später zeigen sich von Zeit zu Zeit hoch oben in den Palmen (in ‘Definitely Non-Shootable Distance!’) vereinzelte, sich aufreizend träge räkelnde ‘Rotkopf’- & ‘Rotschwanz’-Affen. Und obwohl ich WEISS, daß es wenig bis gar keinen Sinn macht (naja: ein Reflex !?): ... ‘And CLICK!’ Über einen von niedrigen Pfeilern getragenen Holzsteg führt der Rundweg schließlich einmal quer durch die Sümpfe: Über wieviele (& ... welche?) ‘Wasserleichen’ ich anläßlich dieser Abkürzung ‘gegangen’ bin (?) ... ... das auch nur annähernd zu schätzen, fehlt mir eindeutig die Phantasie! Naja - das authentische ‘Hund-von-Baskerville’-Feeling will sich bei mir eh nicht einstellen - dazu ist das Wetter (leider ... !?) einfach ZUUU SCHÖN! Obwohl: Dieser gänsehaut-verursachende Schrei eines nahen ‘Lach’-Reihers (oder war’s doch eher ein ‘Lachender Hans’?) könnte durchaus auch der kryptisch-diabolischen Gesichtsmaske von Klaus Kinski (dem Jüngeren) entschlüpft sein ... ... äh ... könnte ich mir vorstellen ... ... ODER? Urwüchsige & wild-verquer-bewachsene Feucht-Landschaft - einzeln betrachtet zwar unspektakuläre, aber in Myriadenstärke umhersegelnde (& damit doch wieder spektakuläre) gefiederte Biotop-Bewohner - gleichermaßen regelmäßige wie schrille Verlautbarungen eindeutig ‘affigen’ Ursprungs! Mit Wander-SPASS ist’s (für mich!) endgültig vorbei ... ... als wir das nördliche Ufer des Sumpfgebietes erreichen: Naja - Schuhgröße ‘44’ (Stimmt! Das mit dem Elefanten war nur ein aufgebundener!) ist für meine Quadrat-Latschen denn doch ETWAS ZU KNAPP bemessen! Ich spüre (nicht nur, sondern HÖRE!) wie der nackte, mittlerweile offen-liegende Knochen meines rechten Fußknöchels gegen die rauhe Innenseite (‘Schleifpapier: 80-er Korn, Hilde!’) des Gummistiefels scheuert ... ... & gebe im folgenden ein paar ausgewählte Kostproben meiner originellsten ‘Funny & Silly Walks’. Nur noch EINE längere Foto-Session lege ich ein: deren Hauptdarsteller ... ... eine Handvoll ‘Far-Beyond-Weird-Looking Red-Headed Monkeys’ mit punker-ähnlichem, feuerroten Haarschopf (in der Bürstenschnitt-Variante!) ... ... sowie ein idyllisches Still-Leben ‘Ape-Mother & -Child - High in a Tree - Right Below Crystal-Blue Skies’ ... ... äh ... sind. DANN treiben MICH eine ‘extreme Geh-Behinderung’ ... sowie UNS die nächsten sich zusammenballenden Regenwolken zur Eile an: ‘Horst - if you don’t mind? We Can take a Short-Cut Back to the Office!’ ‘Sylvestre - I DO NOT MIND ... NOT REALLY!’ Mit punkt-genauem Timing (tja - meine ‘innere Uhr’!) & wie bereits am Nachmittag der keinerlei Notiz nehmenden & trotzdem staunenden Öffentlichkeit vorgeführt: ‘JUST IN TIME!’ ... ... wobei uns die ersten Regentropfen noch kalt (bis erfrischend) erwischen. Die EXAKT viertelstündige Platzregen-Wartezeit vertreibe ich mir (im völlig verwaisten Touri-Bunker) mit Sylvestres ‘Vogel-Bestimmungsbuch: West-Uganda’. Als schließlich die Dämmerung einsetzt, muß ich mich sputen ... ... denn mit Charles’ deutsch-tümelnder Vorstellung von Pünktlichkeit ist nicht zu spaßen: ‘Diner (for One) at Seven O’Clock - Very Sharp!’ Wilbur hat über seiner offenen Kochstelle heute ein vegetarisches Abendessen gezaubert. Und obwohl das heutige Nachtmahl einem Vergleich mit dem gestrigen, kulinarischen Höchstgenuß in keinster Weise standhalten kann ... ... fühle ich mich nach Reis, Kartoffeln, pikanter Erdnuß-Tomaten-Zwiebel-Sauce sowie Krautsalat (letzteres wohl ein gutgemeintes, aber eindeutig unnötiges Zugeständnis an meine vermeintlich bajuwarische Herkunft) hinreichend abgefüllt. ‘The Boy’ ... ... hat während seines nachmittäglichen Einkaufsbummels durch alle (sprich: beide!) Geschäfte der ‘Stadt’ in meinem Auftrag ein großes ‘ESB’ erstanden ... ... & in dessen (des Bieres) erfrischend-angenehmer Gesellschaft, genieße ich (‘After Diner in My Private Bamboo-Chalet’) noch für eine heimelige Stunde die mich vollkommen in sich aufnehmende, laute & tiefschwarze ostafrikanische Nacht. Gut gelaunt versuche ich die friedvolle Atmosphäre vermittels einiger ‘Selbst-Portrait-&-Auslöser-Teleskop-Stativ-&-Kerosinlicht’-Foto-Arrangements einzufangen ... ... bevor ich mich (gegen Zehn Uhr) final in meine Lehmhütte zurückziehe. Und in dem Moment, da ich mich auf mein hartes Nachtlager bette, WEISS ich, daß ich heute (nach mehr als zehn Stunden ‘Strammen Marschierens’) problemlos DURCH-SCHLAFEN werde - bis ... ... ja - bis mich morgen Früh um Halb Sieben Uhr ein (penetrant-)fröhliches: ‘Good Moouu-ning - You Lazy Bone! Tea is Ready!’ ... ... wecken wird. ‘WELL, Charles - I know: THAT’S (at least) ... for SURE!’
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