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Nach immerhin DREI entspannenden Tagen in ‘Wilder Natur’ (& ... in unmittelbarem Beisein ‘Wilder Tiere’) steht heute mal wieder ein, allerdings kürzerer Reisetag auf meinem Programm. Ich muß zugeben, daß ich nach der Nacht im luxuriösen & RUHIGEN ‘Lodge-Room’ DOCH ETWAS erholter aufwache ... ... als nach den letzten, in einigermaßen heller Aufregung verbrachten ‘Choise-the-Noisy-Noise-&-Who’s-that-Goy’-Nächten. Ein letztes Mal füge ich mir FREIWILLIG eine zum unfreiwilligen, weil kräfte-zehrenden Frühsport sich entwickelnde ‘extreme Magenerweiterung’ zu! Hm - heute: ECHT NAHE DRAN am Magen-Durchbruch (wohin auch immer ...). Schlapp ... ... packe ich & begebe mich zum Eingangstor der Hotel-Anlage, wo das vom wachhabenden ‘Mweya-Safari-Lodge-Front-Desk-Assistant-Manager’ bestellte Taxi schon ungeduldig auf sein ‘sonntägliches Opferlamm’ wartet: Natürlich sind meine ‘Bargain-Abilities’ heute Morgen äußerst limitiert. Naja - schließlich will ich WEG von der Lodge - außerdem wacht die Hotelleitung mit Argus-Augen darüber, daß ungewollte Konkurrenz nicht die Taxipreise (sowie ... die Hotelprovisionen!) drückt. So einigen wir uns letztlich, nach viertelstündigem, knallharten Ausloten des Verhandlungsspielraumes (zwischen den vom grimmig-dreinblickenden Taxifahrer geforderten 15.000 U-Sh & meinem großzügigen ‘5.000-U-Sh-Angebot’) auf einen, beide Seiten ihr Gesicht wahren lassenden Kompromiß: ... nämlich ... äh ... auf 15.000 Uganda-Shilling! Während der halbstündigen Taxifahrt zum Verkehrs-Knotenpunkt außerhalb des Parks (nahe ‘Katunguru’-Stadt) ‘spotte’ ich - spielerisch, aber pausen-los: - (in anatomisch-bedingter ‘Hofknicks-Haltung’) friedlich vor sich hin grasende Warzenschwein-Familien, - vereinzelt (aber grazil!) in der Savannenlandschaft Bocksprünge vollführende Impala-Gazellen, - sowie zwei (nach dem Besuch der Frühmesse?) beseelt-andächtig dreinblickende Wasserbüffel im schicken, schwarz-glänzenden ‘Sonntags-Ausgeh-Outfit’. An der nicht-vorhandenen Bushaltestelle in Katunguru (übrigens: EXAKT auf Äquator-Höhe!) angekommen, richte ich mich auf eine längere Wartezeit ein! Gegen die vermeintliche Langeweile wild & wahllos ANFOTOGRAFIEREND, gelingen mir schließlich zwei (spontan als sehr vielversprechend empfundene) Fotos: von einem Marabou, einer Ziege sowie ‘THEM Passing & Colourfully Dressed Ugandan Mother & Child’ ... Hm - vorzügliche Bildkomposition durch genial-geschickte Standort- & Bildausschnitt-Wahl sowie sprichwörtlich-traumwandlerisches Timing meinerseits beim Erfassen des optimalen Momentums der (sich auf dem Zeitstrahl mit atemberaubender Logik zu einer fast monolithisch zu bezeichnenden ‘Gruppen-Skulptur’ fügenden) aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen dem Motiv-Fokus zustrebenden Protagonisten, die gleichzeitig (& durchaus antizipativ von mir vorausgeahnt) ... ... aber - naja: Ich will nicht PRAHLEN! Breit lächelnd lasse ich meine Kamera sinken. Gerade will ich mir (zufrieden!) eine Zigarette anzünden, da werde ich von einem mit qualmenden Reifen voll-bremsenden ‘Mbarara-Kasese-Matatu’ aus meinen gleichermaßen versonnenen, wie (eindeutig!) weltfremden ‘Ich-&-Mein-Kollege-Frans-Lanting’-Träumen gerissen! Und bereits im nächsten Augenblick ... ... FLIEGE ich auf Kasese zu! Etwa fünf Kilometer vor (südlich von) Kasese macht das gewaltige ‘Kasese Copper Project’ durch unübersehbare, grob-chirurgische Einschnitte in die ansonsten mit recht durchgängigem Grün bedeckte Landschaft auf sich aufmerksam. Aber der durch NICHTS zu beeindruckende, ugandische Autofahrer braucht NATÜRLICH eine gesonderte, besonders WACH-rüttelnde Erinnerung! Die scheinbar ‘extrem sensible & umwelt-anfällige Kupfer-Schleuder’ (hm - wer ist hier eigentlich Huhn & ... wer das Ei?) MUSS mittels unzähliger, jeweils vierfach-ausgelegter ‘Artificial Bumps’ gegen unbedachte RASER geschützt werden! Was mir nur Recht sein kann: Bewirkt es doch, daß wir wenigstens mit erträglicher (wenn auch immer noch unverantwortlich hoher) Geschwindigkeit auf unser Etappenziel zusteuern ... ... bevor unser Fahrer (IN der geschlossenen Ortschaft Kasese angekommen) wieder ALLES aus seinem Minibus herausholt! ‘VORSICHT - KINDER!’ oder ‘ACHTUNG - SCHULE!’ ... ... solche Hinweisschilder sind in Uganda schlicht unbekannt !!! Themen- ... äh ... Bus-Wechsel: mein ‘Matatu’-Fahrer reicht mich unmittelbar an einen Fahrerkollegen weiter & nach ein paar (nicht mehr als ‘den üblichen’: also etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmenden) ‘Looking-for-Fort-Portal-Passengers’-Pirouetten in den staubigen Straßen Kaseses geht’s SCHON los! Zunächst befindet sich die Asphaltstraße (leider noch) in einem ausgezeichneten Zustand & wir schießen über eine flache, die Lakes Edward, George & Albert (auf etwa 1.000 Metern üNN) einschließende Ebene, in nördlicher Richtung dahin. Nahe der für ihre vorzüglichen Ausblicke auf Mount Stanley berühmten (wenn nicht wie heute dichte Wolkenbänke den Blick auf die schneebedeckten Berge verstellen), kleinen Ortschaft Kilembe, passiert unser ‘Road-Shuttle’ den nächsten, staatlich sanktionierten Umweltzerstörer - die ‘HIMA’-Zementfabrik: Augenblicklich verschwindet ALLES LEBEN unter einem dichten & einheits-grauen Chemie-Staub-Mantel. Aber das Unternehmen ist der wichtigste Arbeitgeber der gesamten Region ... also: WHO THE FUCK CARES ?! In Kabale (etwa 50 Straßen-Kilometer nördlich von Kasese) haben nahezu ALLE Passagiere ihr finales Fahrtziel erreicht. Der Minibus leert sich ... ... während wir (die beiden Verbliebenen) uns die erwartet längere Pause je nach individuellen Vorlieben ... ‘JAAA - RAUCHEN!’ BIS ... ... ja - bis unser ‘Matatu’-Beifahrer (der mich aufgrund seines gewaltigen, muskulösen Stier-Nackens IRGENDWIE an Mike Tyson erinnert ... !?) nach einer guten Stunde ENDLICH eine die Weiterfahrt rechtfertigende, ausreichende Anzahl neuer Fahrgäste ‘zusammengetrommelt’ hat. Äh ... ein Neuankömmling vermißt sein linkes OHR !? Während der restlichen 25 Straßen-Kilometer, die mich noch von meinem heutigen Etappen-Ziel-Ort Fort Portal trennen, verändert sich dann ALLES: Die Straße steigt (nicht WIRKLICH überraschend) stetig berganwärts & führt (uns) in die östlichen Ausläufer des Ruwenzori-Gebirges - denn: Fort Portal residiert in einer klimatisch angenehmen Berg-Region (auf einer Höhe von 1.600 Metern ‘Above Sea-Level’). Die Landschaft präsentiert sich (wieder) in lückenlosem Einheits-Grün. Die Flora ist zunächst üppig & artenreich (Mais, Bananen, extensive Eukalyptus- & sonstige Laubbaum-Wälder), bevor sie schließlich im absoluten Tiefpunkt der Arten-Vielfalt GIPFELT: in endlos sich an die flachen Hügel schmiegenden Tee-Monokulturen. Unser Fortkommen vollzieht sich EXTREM SPRUNGHAFT: Wir hüpfen schlicht von einem Riesen-Schlagloch (des spontan in ‘Crater Road’ umgetauften Highways) ins nächste, was nicht eben ungefährlich ist - denn: ich kauere in der letzten Sitzreihe / linke Fensterfront (von wegen maximale Beinfreiheit!) & muß mich permanent bemühen, meinen Kopf in der ungefähren, weil ungefährlichsten (aber verdammt unbequemen) ‘Himmels-Körper-Richtung: RECHTS VORNE’ zu halten ... ... was auf Dauer KEINE LEICHTE Übung ist. Aber nicht nur für mich ... auch für die einheimische, ugandische Bevölkerung ‘Life Seems to be Very Dangerous in This Part of the Country’! An jeder zweiten Häuserwand (eines jeden dritten Lehmhauses) prangt das immergleiche Plakat, das vermittels leuchtfarbener Großbuchstaben eindringlich warnt: CHOLERA KILLS QUICKLY! Hm - sieht man einmal kurz über den ernsten Hintergrund dieser Verlautbarung hinweg, so bleibt einem nur anerkennend festzustellen: ‘Schöne lautmalerische Alliteration - EIGENTLICH ... !’ Aber im Ernst - der reißerischen Überschrift folgen im Info-Teil des Plakates (für einen Mitteleuropäer zwar schlicht selbstverständliche, aber ... ) in dieser Region & unter den hier herrschenden Lebensumständen vermutlich ‘revolutionäre, basis-hygienische Vorbeuge-Maßnahmen’ gegen die heimtückische Krankheit ... ... die mir die Begegnung mit Joy (‘Ärzte ohne Grenzen’) & ihre un-Glaub-lichen Schilderungen der nicht-vorhandenen, medizinisch-hygienischen Infrastruktur am Lake Albert ins Bewußtsein zurückruft: ... and Now I Believe it’s Very True! Seems, that I JUST Entered Cholera-Country! Gegen Halb Drei Uhr nimmt unser ‘Matatu’ eine letzte, langgezogen einen sanften Hügel hinabführende Gerade & setzt zur Landung im unter uns sich malerisch ausbreitenden Fort Portal an. Übrigens: die Stadt ist eine Gründung des britischen Generals & Afrika-Kolonialisten Sir Gerald Portal aus dem Jahre 1893! Der Busfahrer landet seine RAKETE exakt vor meinem, vorab als potentielles Domizil im ‘Handbook’ ausgeschauten ‘Wooden Hotel’: Ich checke ein Zimmer mit Bad (aber ohne fließendes Wasser) - überlege kurz - & entscheide dann (spontan), daß die geforderten 8.500 Uganda-Shilling okay sind. ‘WELL ... ! ... ein großes & eiskaltes ugandisches Bier im (Bar-) Konferenzraum des Hotels - anschließend Auspacken - eine halbe Stunde ‘Beine Hoch Legen’ / Relaxen - schließlich mein neues Revier mit meiner Duftmarke versehen (sprich: Kacken!): ANKOMMEN ... ... & Fort Portal macht von Anbeginn an einen un-hektischen, friedvollen & atmosphärischen Eindruck (auf mich)! Gegen Vier Uhr starte ich (typisch Deutsch ...?) zu einem Sonntag-Nachmittags-Spaziergang & folge der ‘Kyebambe Road’ in nördlicher Richtung. Die Hauptstraße überquert den Mpanga River (ich werfe einen kurzen Blick auf den ‘Busy-Buzzling Sunday Market’ & ... merke mir den ausgeschilderten Abzweig zum für seine Schimpansen-Populationen berühmten ‘Kibale Forest National Park’!), steigt vom Fluß-Niveau in weitausholenden Schleifen hügelanwärts (Ausblicke auf die den Ort einbettenden Teeplantagen - nicht jedoch auf die ‘vernebelten Mondberge’) & geht schließlich in eine von knorrigen (den ‘Himmel über der Straße’ verdunkelnden) Bäumen gebildete Allee über. Die Allee läuft schnurgerade auf einen stein-alten, residenz-ähnlichen Gebäudekomplex (mit quadratischem Grundriss & ebensolchem Innenhof) zu, den ich zunächst fälschlicherweise für das in Kreisen komfort-liebender Afrika-Reisender seit Kolonialzeiten gerühmte ‘Mountains-of-the-Moon’-Hotel halte (hm - falls ja, dann dürften die Zimmer nicht allzu teuer sein !?). Aber ein am Eingangs-PORTAL angebrachtes, unleserliches Metallschild ‘outet’ die Ruine (letzte Zweifel beseitigend) als ‘Municipal Council’ - den Sitz der Verwaltungsbehörden Fort Portals, das als regionale Hauptstadt den ugandischen Provinzen Kabarole, Kasese & Bundibugyo vorsteht. Durch ein park-ähnliches Waldstück (eine satt-grüne Mischung aus gepflegt und wild-wuchernd), das neben einer Handvoll feudaler Villen (vermutlich ehemaliger Teeplantagen-Besitzer) auch einfachste Wellblech-Hütten beherbergt (rauchende Kamine & Freiluft-Gaskocher, spielende Kinder in zerfetzten Hosen & T-Shirts, magersüchtiges Nutzvieh) ... ... erreiche ich schließlich (nach einer guten Stunde ‘strammen Spazierens’) doch noch das als Ziel meines Sonntags-Spaziergangs anvisierte ‘beste Haus’ Fort Portals: das ‘Mountains-of-the-Moon’-Hotel! Naja - die das Hotel einbettende Grünanlage verfügt zwar ... ... über einen schönen, kurz- & gleichmäßig geschorenen ‘Englischen Rasen’, der Assoziationen an vergangene, bessere Tage der einst-so-wichtigen britisch-kolonialen Handelsmetropole (Teeplantagen sowie die nahe Zementfabrik & Kupfermine) heraufbeschwört, ... desweiteren über beeindruckende & kirchturm-hohe Kokospalmen, welche die nicht nur akkuraten (sondern augenscheinlich auch frisch geharkten) Sand- & Kieswege säumen. ABER ... ... die ‘Bar-&-Restaurant-Terrasse’ versprüht (wenn überhaupt, dann nur äußerst) WENIG Flair! Naja - wenigstens im Vergleich zu DEN Maßstäben, die ‘meine Mweya-Safari-Lodge’ (vermutlich ein für allemal!) gesetzt hat! Anyway ... ICH bin schließlich nicht zum Vergnügen hier, GELL ... !? Also: LECKER NESCAFÉ TRINKEN ... & lange Tagebuch-Session! BIS ... ja - äh ... ... hm - bis ‘eine Horde australischer Vandalen’ die bis dahin ach-so-friedvolle Hotel-(Festungs?-) Anlage IM HANDSTREICH NIMMT: Der augenscheinliche ‘Ober-Dundee’ eines knappen (‘schmutzigen’) Dutzends wild anzuschauender & anzuhörender ‘Down-Under-Freaks’ (Fluch! Rülps! Was kostet der Laden ...?), parkt einen riesigen, umgebauten LKW (mit über-planter, aber an den Seiten offener Ladefläche) auf dem sich augenblicklich in ein tief zerfurchtes Motocross-Gelände verwandelnden (vormals adretten) Kies-Parkplatz vor der Hotel-Rezeption. Der ‘Road-Train’ ist kaum zum Stillstand gekommen, da springt die gesamte ‘Herd of Skips’ (paritätisch mit VertreterInnen beiderlei Geschlechts besetzt) von der Ladefläche - in sämtliche Himmelsrichtungen strahlenförmig ausschwärmend (jede/r scheint ihre / seine Aufgabe genau zu kennen) - & ... ohne Unterlaß Aufträge an das willig-begierige, ein akkurates Spalier bildende & STRAMM (!) STEHENDE Hotelpersonal erteilend (äh ... & mir wird augenblicklich klar, WARUM die Angestellten UNIFORM tragen!): - Gepäckstücke & Ausrüstungsgegenstände werden einem unausgesprochenen Plan folgend von einem Ort der Hotelanlage zum nächsten geschleppt (natürlich von den Angestellten!), - währenddessen schreiten die beiden augenscheinlichen ‘Standortplaner’ (gewaltige ‘Fosters-Built Bellies’ vor sich her schiebend) gemächlich durch das Chaos & suchen vor-bedingungslos nach dem optimalen Areal für die Errichtung des ‘Neue-Welt-Hunnen-Zelt-Nachtlagers’ (übrigens: ICH BIN MIR SICHER, daß sie ohne Zögern das gesamte Hotelgebäude abreißen lassen würden, falls sie aufgrund-welcher-Überlegungen-auch-immer zu der Überzeugung gelangten, ‘daß es GENAU DIESER Standort sein MUSS!’), - das Auffüllen der Gas- & (Trink-?) Wasservorräte wird geordert, kontrolliert & mit lautstarken ‘Outback’-Flüchen kommentiert - wohingegen die Komplettierung des mehrere Paletten (Dosenbier) & Kästen (Flaschenbier) umfassenden ‘Very Essential Survival Kits’ VON EIGENEN LEUTEN durchgeführt wird (natürlich ... werden die wirklich ÜBERLEBENS-WICHTIGEN Arbeiten immer und ausschließlich den gleichen, hundertprozentig-zuverlässigen ‘Vertrauensleuten mit Spezialausbildung’ übertragen: ‘Logisch!’), - eine dem eher Rustikalen verpflichtete (& das Cholesterin hörbar huldigende) ‘Buffet-Bestellung mit eindeutigem Schwerpunkt auf den flüssigen, alkoholischen Sättigungsbeilagen’ wird von der zur Fettleibigkeit neigenden, eine riesige (nicht grundlos scheppernde!) Kühl-Tasche schlenkernden ‘Gourmet-Beauftragten’ (& mutmaßlichen ‘Miss Barbecue of Sydney - 1990’) dem, einen angewiderten Gesichtsausdruck krampfhaft & doch sichtlich erfolglos zu unterdrücken suchenden, hotelzugehörigen ‘Maitre de Cuisine’ in dessen Notizblock diktiert, - ein ‘Aussie-Girl’ mit glas-zersingender (& überhaupt ALLES durchdringender) Kreisch-Stimme, verkündet im gleichen Moment, da sie die exklusive Hotel-Lounge erstmalig erblickt ‘DAMNED SHIT! THIS is a Fuckin’-Great-Place for Playin’ Cards!’ ... & rekrutiert umgehend den für die sofortige Errichtung der Spielhölle zuständigen Bautrupp! Das gesamte Mobiliar wird in die angrenzenden Flure verfrachtet - stattdessen wird ein riesiger, ovaler Holztisch in der Mitte des Raumes plaziert, worauf alsbald & unter den ungläubigen, aber schweigsamen Blicken des Hotelmanagers die Spiel-Karten für eine erste Runde ‘Poker: Australian Rules’ durch die Luft wirbeln ... & nach Vollendung professioneller Bumerang-Flugkurven vor den sich am Tisch herumflezenden GlücksritterInnen (äh ... -spielerInnen) LANDEN! Hm - eine (begrenzte) Weile ist es zwar recht witzig & unterhaltsam zu beobachten, wie diese, ‘meine unkonventionellen Antipoden’, die Nobel-Herberge aufmischen! Letztlich aber sind mir diese ‘unleugbar direkten Nachkommen der im australischen Exil zwangs-angesiedelten britischen Sträflinge’ (& ihr egozentrisches Benehmen) einfach zuuu LAUT, zuuu POLTRIG & ... ... zuuu SELBSTBEWUSST! Obwohl: ... wer weiß? Vielleicht handelt es sich ja bei diesem, auf den ersten Blick so gewöhnlich WIRKENDEN Szenario, um den Urlaubs-Trip einer hoch-vergeistigten Reisegruppe australischer Universitäts-ProfessorInnen ... ... die, sobald keine Öffentlichkeit sie zu ihrem ungewollten Verhalten NÖTIGT, distinguiert feingeistig-intellektuelle Diskurse und / oder existentialistisch-transzendental-philosophische Colloquien abhält ... (?!?). Aber selbst WENN es so WÄRE ... ... WÄRE dies nicht WIRKLICH von Bedeutung für mich sowie mein Verbleiben an diesem (aus welchen Gründen auch immer mittlerweile hektischen) Ort. Daher schnüre ich mein Bündel & ... ... MACH’ MICH VOM ACKER! Während des langen Rückwegs hügelabwärts in die frühabendliche Stadt, schieße ich eine Handvoll Panorama- & Atmo-Fotos ‘of Landscape, Town & People!’ Naja - wenn man mich denn LÄSST ... ... denn jede noch so graduelle Verlangsamung meines Schrittes führt unweigerlich zu (allerdings immer freundlichen!) ‘Annäherungsversuchen’ diverser Jugendlicher: SIE wären der beste ‘Tourist-Guide’ in der gesamten Stadt & auf IHRE DIENSTE könne & dürfe ich beim besten Willen nicht verzichten! Hm - ein ‘selbsternannter Heilsbringer’ legt mir gar einen dicken Aktenordner vor, der mit Empfehlungsschreiben ‘zufriedener Kunden’ voll-gepackt ist !? Mit dem Erreichen des Stadtzentrums macht mir lautes & laaang anhaltendes Magenknurren unzweideutig klar, daß ich HUNGER habe! Der Check dreier ‘Handbook’-Empfehlungen verläuft (aus unterschiedlichen Gründen) erfolglos & ... ... so lande ich letztlich (zwar widerwillig, aber doch) im suspekt-schwülen Speisesaal meines ‘hölzernen Hotels’. Der Raum ist fast völlig abgedunkelt & wird lediglich durch einen riesigen Fernseher schwach beleuchtet. Gezeigt werden Musik-Video-Clips, in deren jeweils stereotypem Verlauf die durchweg weiblichen Darstellerinnen ‘ziemlich anzügliche Tanzschritte’ voll- & aufführen. Natürlich befindet sich keine einzige Zuschauer-IN im Raum ... ... obwohl: auch die anwesenden, männlichen Gäste scheinen diese Art des ‘Sonntagabend-Kultur-Programms’ eher teilnahmslos über sich ergehen zu lassen. Ich suche mir einen freien Tisch in der Nähe der Bar, bestelle erstmal eine Kerze, dann ein großes ‘ESB’ & schließlich mein Diner: Ein sehr gutes & sättigendes Rinderbraten-Geschnetzeltes mit Fritten, Matooke & Salat. Hm - dessen Zubereitung allerdings derart viel Zeit in Anspruch nimmt, daß ich beim Eintreffen meines Abendmahles (also: auf meinem Tisch) gerade den letzten Schluck meines zweiten ‘ESB’ in mich hineinstürze ... ... also: ‘One More Beer - Please!’ Gegen Neun Uhr begebe ich mich (‘Back-Up’) in mein Zimmer & schlafe nach nur zwei Kapitelchen Musil ÜBERRASCHEND PROBLEMLOS (einfach so) ein ... !? Aber schon kurz nach Mitternacht scheint die Nacht für mich beendet: Zunächst muß ich (stundenlang!) die aus dem Nebenzimmer an meine plötzlich wieder hellwachen Ohren dringenden ‘Giggling-(Monica-Seles-)Laughs’ zweier junger Ami-Tussies ertragen (die ich übrigens am frühen Abend bereits im Restaurant gesichtet & ‘SO-FORT für stroh-dumm befunden’ hatte). Und gerade so, als wäre dies alleine nicht schon Bestrafung (für WAS?) genug, bin ich später gezwungen, einen (ungewollten, weil von Anbeginn an aussichtslosen) Kampf gegen immer wieder neue & ausdauernd (von-wo-auch-immer) in meine Klause eindringende Moskitos auszufechten. Hm - obwohl mir die Hotelangestellte am Nachmittag (durch ihre Unschuldsmiene hindurch) VERSICHERTE, es gebe in Fort Portal keinen einzigen ‘Blutsauger’! Ein permanent sich wiederholender Kreislauf aus: ‘Ssssss!’ - Licht An! - genaue Inspektion der Wände & des kargen Zimmer-Inventars - ‘Spotten’ des Störenfrieds sowie genial-einfacher & traumwandlerisch-gezielter Brachial-Einsatz meines ‘Linus-Schmusedecken’-Surrogats - Licht Aus! - kurzzeitiges, mit dem letztendlichen Einsehen der Vergeblichkeit meines Tuns jedoch zunehmend SCHWÄCHER aufleuchtendes, zufriedenes Lächeln (in meinem Gesicht) ... ... nächster Einschlaf-Versuch - bis ... ... ja: BIS zum nächsten ‘Ssssss!’ SHIT!!! Bis WEIT nach Vier Uhr (am noch nacht-dunklen Morgen) wiederhole ich diese Prozedur ... ... ENDLOS - unterbrochen nur durch gleichermaßen UN-kontrolliertes wie UN-vernünftiges (‘ICH WEISS!’) Auf- & Blutig-Kratzen der bereits erhaltenen Insekten-Einstiche! DANN erst sehe ich mich zum Äußersten veranlaßt: - tauche meinen gesamten, mittlerweile krebs-roten Körper in die randvoll mit AUTAN (‘Attack-the-Ufo-Terror-All-Night!’) gefüllte Badewanne, - wickle & packe meine unteren Extremitäten SYSTEMATISCH (wie anno dazumal Hans Castorp in Davos) in & unter das Bett-Tuch & ... ... IGNORIERE fürderhin jegliches im Zimmer vernehmliche Insektengeräusch! IRGENDWANN ... muß ich dann wohl doch eingeschlafen sein. Allerdings sind die mich heimsuchenden Träume ... Hm - bloß nicht weiter drüber nachdenken ...
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