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ON THE LAKE-SHORES: VON FLUSSPFERDEN ... ... & ANDEREN (UNSICHTBAREN) KILLERN ! ODER: ALLEIN UNTER KATZEN - EIN (ZUFÄLLIGER) SELBSTMORD-KANDIDAT IM WESTEN UGANDAS !
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... in & um Mweya im Queen Elizabeth Nationalpark (Uganda)
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Nach ziemlich unruhiger Nacht beschließe ich gegen Sieben Uhr final wach zu werden. Ich öffne die Fensterläden, blinzle durch meine kaum geöffneten Augen ins Freie, atme TIEF ein & ... ... registriere (fast wie ein neben mir stehender ‘neutraler Dritter’), daß sich synchron zum vorsichtigen Anheben meiner Augenlider ein breites Lächeln auf mein Gesicht legt: ... NATUUUR !!! Ein lückenlos monochrom-blauer Himmel strahlt mich an! Meine augenblicklich zur gemütlich-rustikalen Blockhütte mutierende Klause residiert inmitten dichtester, atmosphärisch-exotischer Flora. Und die ‘frühen’ Vögel (Hunderte) und Insekten (Million-Ohn-Ende) toppen das sich umgehend einstellende, mir Herz & Bauch wärmende ‘Nature-Feeling’ noch mit einem gleichermaßen vielstimmigen wie lautstarken SAHNEHÄUBCHEN! Eiskaltes & super-erfrischendes ‘Crystal-Clear Water from the Bucket ... äh ... to my Noddle’ (Nein: NICHT ‘Noodle’!) in der nach drei Seiten offenen, etwas abseitig plazierten Duschkabine - sowie lautlose zwar, aber doch eindeutig einvernehmliche Zwiesprache mit einer mich ohne Scheu umkreisenden & das morgentau-benetzte Gras ‘frühstückenden’ Warzenschwein-Familie: WOW ... ... SO dürfte JEDER Reise-Tag beginnen! Und da ich gerade ‘so schön dabei bin, mich wohlzufühlen’, beschere ich mir die nächste ‘Buttercreme-Rosette’ selbst! Da ich die billigste Unterkunft am Ort bezogen habe, GESTATTE ich (!) mir (!), die Ausgaben fürs Frühstück etwas großzügiger zu budgetieren & ... ... marschiere festen, aber fröhlichen Schrittes zum die nördliche Bucht des Edward-Sees (die ‘Katwe Bay’) überblickenden Terrassen-Restaurant der ‘Mweya Safari Lodge’. Dessen Frühstücks-Buffet ist mit ACHT (!) US-Dollar pro Person zwar SCHON ziemlich teuer, aber es läßt dafür auch keinen noch so ausgefallenen kulinarischen Wunsch offen: Frisches Obst & (ebensolche) Säfte - unterschiedlichste Eierspeisen - Schinken & Speck sowie selbstverfertigte Schweins- & Rinderwürste - Kartoffel- & Nudel-Gratins - diverse Cerealien - Toast & (Dessert-) Backwaren - sowie Butter, Konfitüren, Honig (& andere süße Brotaufstriche) - & ... ... starker, aromatischer Uganda-Kaffee! ‘Definitely EVERYTHING your Hungry Morning-Heart CAN Suffer For!’ Systematisch & VOLL konzentriert, erinnere ich auch die entlegendsten, seit Jahren ein vermeintlich sinnloses Dasein fristenden Nischen meines über erstaunlich flexible Wände verfügenden Magens an ihre primäre Bestimmung: nämlich des Nahrungsmittel-Zersetzers & Nährstoff-Speichers! Bis ... ja - bis ich TOD-SICHER sein kann, daß das Thema ‘Essen’ für heute (final!) gegessen ist! Damit kein falscher Eindruck entsteht: Der ‘Heavy-Breakfast-JOB’ hat auch seinen unbestreitbar sinnlichen Aspekt! Denn ... gerade bei der wichtigsten, weil die Weichen ‘für danach’ stellenden Mahlzeit des Tages, sind ein ausreichendes Maß an zur Verfügung stehender Zeit, innere Ruhe sowie ein ansprechendes Ambiente willkommene (den Langzeit-Effekt dieses Tuns positiv beeinflußende) Katalysatoren. Und auch in dieser Hinsicht bietet das Freiluft-Terrassen Restaurant (der Lodge) heute Morgen wirklich ALLES, WAS TOURI SICH WÜNSCHEN KANN ... Also: ICH GENIESSE! Obwohl sich die Ruwenzori Mountains schon wieder hinter dichter Quellbewölkung verbergen (naja, selbst ich - Glückspilz, ich! - kann nicht alles haben) ... Dick & fett & kugelrund (also ich!) begebe ich mich nach 2 extrem ‘ausfüllenden’ Stunden ... äh ... unfreiwillig den Fußweg außen, ums Hotel herum wählend (da IRGEND SO EIN WITZBOLD die Durchgangstüre von der Terrasse hinein ins Hotel-Foyer verschmälert hat ... äh ... während ich beim Frühstück saß !?), auf meine heutige, große ‘Trekking-&-Wildlife-Spotting-Tour’! Von der weite Panorama-Ausblicke bietenden Veranda des Hotels habe ich die Westküste der Mweya-Halbinsel (mittels Teleobjektiv) eingehend erkundet & studiert: neben einer abwechslungsreichen Savannen- & Waldlandschaft (mit deutlich auszumachenden ‘Moving Bushes’!) verspricht dieser Teil des Park-Areals auch die eine oder andere Nah- & Groß-Aufnahme eines ‘Big-&-Fat-Hippopotamus-On-The-Lake-Shores’! Also: NIX WIE HIN! Ich ziehe zunächst eine große Verschleierungs-Schleife Richtung ‘Institute of Ecology & Lower Village’ (in dem die ugandischen Park-Angestellten wohnen) ... ... um etwaigen Rangern mit Feldstecher (die mich möglicherweise an meiner ‘Off-Road-Tour’ zu hindern wünschen) auszuweichen ... ... & schlage (erst dann: vom Zentrum der Halbinsel aus) die Richtung West-Küste ein. Ganz schön kompliziert (zugeben!) ... aber die NICHT GANZ EINDEUTIGE Rechtslage legt eine solche Vorsichtsmaßnahme nahe: Denn am Schlagbaum vor der Lodge weist ein signalfarbenes Hinweisschild die Besucher darauf hin, daß ‘Walking Outside the Lodge-Area Strictly Forbidden’ ist - während mein ‘Herberger-John’ behauptet, daß ich mich auf der gesamten Halbinsel frei (& zu Fuß) fortbewegen kann & darf! Naja - ich will kein Risiko eingehen! Also ... äh ... ich meine DAS Risiko, einem übereifrigen Gesetzeshüter in die Arme zu laufen! Ein anderes Risiko bin ich (jedenfalls momentan) nicht in der Lage zu sehen ... Zunächst geleitet mich ein kaum sichtbarer Wanderweg (durch Schlingerkurven) hügelabwärts. Ich produziere BEWUSST eine un-waidmännisch LAUTE Geräusch-kulisse (ja - scheue nicht einmal davor zurück, mich durch ‘Trällern der einen oder anderen lustigen Melodei’ einem zufällig anwesenden Lebewesen gegenüber der Lächerlichkeit preiszugeben!) & ... habe EXTRA mein, vermutlich selbst vom gegenüberliegenden Seeufer aus wahrnehmbares, knall-gelbes ‘Timeghost’-T-Shirt übergestreift! DIES ALLES, nur um des einen Zweckes willen: Die üppig vorhandene ‘wilde Fauna’ soll frühzeitig auf mein Erscheinen vorbereitet sein & nicht Gefahr laufen (müssen), sich zu erschrecken! Und: ES FUNKTIONIERT! Alle Tiere ‘Nehmen Reiß-Aus’ & ... äh ... EIGENTLICH sollte ich zufrieden sein! Obwohl: Hm ... ... ich versuche mich daran zu erinnern, WARUM ich diese Wanderung überhaupt unternehme? Wirklich nur wegen der unberührten, LEBLOSEN Natur ... ? Äh - SO war das ja nun auch nicht gewollt! Beispielsweise dieser wunderschön gezeichnete, männliche Wasserbock (mit seinen ausladend weit- & breitgeschwungenen Säbel-Hörnern), der permanent (in Etappen) vor mir zurückweicht & MICH aus ‘Non-Shootable Distance’ beobachtet ... ... rückblickend & (augenscheinlich) ÄNGSTLICH! MICH !!! Der ich keiner Fliege etwas zuleide ... (okay, vielleicht einem nach meinem Blut gierenden Moskito - aber DAS ist ja wohl auch etwas vollkommen anderes !?). Andererseits: ‘A Whole Big Bunch of Warthogs & Buffaloes on OUR Way Down to the Lake-Shores’! Nur gut, daß DIE mich frühzeitig spotten & mir bereitwillig (mit dem Vorderlauf winkend & ‘Peace!’ säuselnd) aus dem Weg traben. Bei dem Versuch, mich an einen eindrucksvollen Purpur-Reiher anzuschleichen (der einen guten Meter Scheitelhöhe mißt!), übertrete ich unabsichtlich die unsichtbare Grenze zwischen der ‘trockenen Huf-(&-Tatzen?-)Savanne’ sowie dem seeufer-nahen ‘Hippo-Country’: Und augenblicklich ... ... hebt (& breitet) der ‘Schauspieler’ (der zunächst so wirkt, als könne er kein Wässerchen trüben!) seine Riesen-Schwingen (aus), vollführt mit einer schier ‘unerträglichen Leichtigkeit’ ein halbes Dutzend harmonische Ruder-Bewegungen in der Luft & ‘entfleucht’ aufs offene, sanft sich kräuselnde See-Wasser hinaus. Gleichzeitig gibt er ein derart penetrantes & abschreckendes Gekrächze (welches überhaupt nicht zu seinem aristokratischen Äußeren passen will) von sich, daß ALLE auf der Halbinsel beheimateten Lebewesen spontan & in ihrer jeweiligen Sprache antworten MÜSSEN ... & derart dem selbsternannten ‘Watcher of the Ugandan Skies’ zu verstehen geben, daß SIE dessen Warnschrei vernommen haben: ‘ROGER!’ Diese Prozedur wiederholt sich im Laufe des Vormittags übrigens noch exakt drei weitere Male! Tja - der ‘Protector’ erfüllt seinen Job äußerst gewissenhaft! Hm - NOCH ahne ich allerdings nicht, daß er MEIN Aufpasser ist ... ... & ich verfluche ihn (zu unrecht!). Anyway ... Vereinzelt (noch!), je weiter ich mich von der hoch über der Bucht thronenden ‘Safari Lodge’ entferne allerdings in immer größeren, jedoch alles andere als ‘flotten’ Verbänden ... ... GENIESSEN die scheinbar durch NICHTS aus der Ruhe zu bringenden Flußpferde (oder doch ‘See-Pferdchen’ ...?) ihre nach dem Motto ‘How-To-Avoid-Any-Motion!’ vollzogenen Vollbäder im seichten Uferwasser. Ich versuche mich an einigen Tele-Shots - aber außer weitaufgerissenen (da wimpernlosen) Augen, filigranen & ständig ‘filibrierenden Zwirbel-Ohren’ sowie ziemlich unfotogenen Speck-Rücken ... ... zeigen mir die Kolosse nur ihre ‘kalten Schultern’: ‘SHIT! Niemand ignoriert mich nicht ... & notieren tun, tut mich auch keiner!’ Aber ICH nehme Notiz ... ... & zwar von einer dramatisch-zunehmenden Häufung am Strand verstreut herumliegender Tier-Skelett-Teile (Knochen & Schädel) von allem Augenschein nach SEHR großen ‘Säugern’. Meine rudimentären Anatomie-Kenntnisse lassen mich auf Wasserbüffel tippen !? In der Folge bin ich vorsichtig (also noch vorsichtiger!), wenn ich nahe ans Ufer herantrete - denn für mich steht fest, daß Krokodile für diese Knochen-Schwämme verantwortlich sein müssen! Ich kann mich nur ZU genau an diverse Tier-Dokumentationen erinnern, die belegen, wie ein Krokodil mit blitzschnellem, tollkühnem Sprung (aus dem Wasser heraus!) sein Opfer mit rasierklingen-scharfen Zähnen schnappt ... & sich dann langsam & (ewig!) grinsend ins Wasser zurückgleiten läßt! ‘NEIN - DANKE !!!’ ICH habe keinerlei Lust, als Futtermittel für Riesenechsen herzuhalten, mein ‘erstes Leben danach’ ständig unter Wasser zu verbringen ... & mich Jahre später (& mehrfach ‘stoffgewechselt’) BAUMELND als atomisierter Teil einer Krokodilleder-Handtasche am faltigen Arm einer Schicki-Micki-Oma wiederzufinden ... Ich schlendere weiter die Westküste der Halbinsel entlang, bis mir schließlich an deren äußerster Südwest-Spitze ‘die amtlichen Hippo-Shots’ glücken: Eine etwa zwanzig-köpfige Großfamilie dümpelt im seichten Wasser einer breiten Bucht & scheint nicht im geringsten gewillt, sich durch den ‘Strange Looking Guy with that Funny & Fat Black Nose’ aus der Ruhe bringen zu lassen. Die Mitglieder der Herde demonstrieren eindrucksvoll ihr extrem ausgeprägtes Sozialverhalten & schmiegen sich (nahezu zwischenraum-los!) zu einer kompakten, homogenen, schätzungsweise 60 (in Worten: sechzig!) Tonnen schweren Fett- & Speck-Masse aneinander. WELCHER Kopf zu WELCHEM Körper gehört ... ... ist nur bei genauestem Hinsehen auszumachen. Ich SCHIESSE, meinen Standort (unmerklich zwar, aber stetig) in Richtung ‘SUPER-Motiv’ verlegend, eine ganze Staffel ‘massiger (Beinahe-)Ganzkörper-Fotos’ von den gelangweilt & nur SEHR gemächlich ihre faulen, bequemen Relax-Positionen verändernden Dickhäutern. Natürlich unterschreite ich bei diesen, meinen Annäherungs-Bemühungen irgendwann den vom Herden-Boss definierten (so-eben-noch tolerablen) Mindestabstand & ... ... in Sekunden-Bruchteilen verwandelt sich die vormals so friedliche Bucht in ein tosend-schäumendes, aufgewühltes (weil gepeitschtes) Meer! Äh ... UNWILLKÜRLICH ... ... mache ich ein paar ‘No-Look-Steps Backwards’ - & trete mit meiner augenlosen, linken Ferse GENAU in das reglos & knapp über Uferniveau in der Schwebe gehaltene, gähnend auf sein Opfer wartende, aufgeklappte & mit messerscharfen Hauern (gespickte Maul eines ...) ... ... die sich SOFORT (& butterweich) durch meine Fersenhaut sowie die umliegenden Muskeln, Sehnen & Bänder bis auf den morschen & daher geräuschvoll splitternden Fußknochen bohren ... ... dort aber KEINESWEGS Halt machen, sondern (eine Fontäne menschlichen, DEUTSCHEN Blutes auslösend) mit an meinen Nerven zerrenden Mahlgeräuschen sich beginnen in Richtung meiner lebensnotwendigen Organe vorzuarbeiten ... ... & KURZ BEVOR ich schock-bedingt das Bewußtsein verliere, mir den Boden unter meinem wacklig-kläglichen ‘Fuß-Rest’ wegzuziehen drohen ... NEIN !!! QUATSCH !!! DAS ... ... passierte (natürlich!) nicht - obwohl es durchaus hätte passieren können !? Noch etwa fünfmal macht meine Kamera ‘Klick’. Dann beschimpfen mich die ‘putzigen Pferdchen’ (aus neuem Sicherheitsabstand) mit unflätigstem & mark-erschütternd-lautem Vorwurfs-Gebrüll & lassen (ob meines Vertrauensbruches!) ihre bohrend auf mich gerichteten Augen angriffslustig FUNKELN! Ein tief & ehrlich empfundenes Schuldgefühl läßt mich den Tatort meiner schlimmen Verfehlung kurz darauf fliehen. Schließlich habe ich VERSAGT & bin daher nicht würdig, auch nur noch EINE EINZIGE SEKUNDE ... Während des gleichermaßen zügig wie ungeordnet angetretenen Rückzugs zum Camp, lege ich nur noch wenige Foto-Stops ein ... ... & VERSAGE ein weiteres Mal: als ich einen hoch oben in einer Baumkrone hockenden (für mein lichtschwaches Teleobjektiv einfach viel zu weit ENTFERNTEN) Seeadler auf Zelluloid zu bannen versuche. Was bei der mich vollzählig beobachtenden, ‘tierischen Halbinsel-Einwohnerschaft’ einen (ZU heftigen, um als Mitleid durchzugehenden) Lachanfall auslöst! VÖLLIG KAPUTT (& doch ‘irgendwie zufrieden’) ... ... erreiche ich gegen Zwei Uhr meine ‘Cantina’, wo ich mir gegen akut drohende Dehydration mehrere Überdosen Cola & Kaffee injiziere (nein: oral!). Dann erst fühle ich mich (notdürftig wieder hergestellt) in der Lage, die letzten 200 Fuß-Meter bis zu meiner Hütte anzugehen. Aber WEIT komme ich nicht ... ... denn ein weiterer, unerwarteter (& zentnerschwerer!) Tages-Höhepunkt lauert schon auf mich: Unmittelbar neben dem schmalen Trampelpfad grast ein Flußpferd! Ein ausgewachsener, verdammt großer & schwerer Koloß, der mitten im trockenen Steppengras jedoch irgendwie völlig SURREAL wirkt! Zumal ... wenn man weiß, daß Hippos tagsüber eher selten an Land anzutreffen sind & nur nachts (zwecks Nahrungssuche: 30 bis 40 Kilogramm Gras pro Nacht müssen es schon sein!) IHR nasses Element verlassen! Natürlich kann ich der Versuchung nicht widerstehen (da kann ich NOCH so schlapp sein!), hole vorsichtig meine Kamera hervor, fixiere den ‘Fett-Klops’ durch den (mein Sichtfeld verengenden!) Sucher & schieße ein halbes Dutzend Aufnahmen der eher ungewöhnlichen Motiv-Kategorie ‘Flußpferd ohne Fluß’. ‘Tja, Hans - DIR (als PROFI) brauche ich ja wohl nicht zu erklären, daß zum kompletten ‘Motivlisten-Eintrag’ eigentlich noch der Tätigkeits-Hinweis (das lebende Motiv-Objekt betreffend) fehlt - WOLL !?’ Wie ... äh ... beispielsweise ... ... hm - naja: ‘Den Fotografen ANGREIFEND!’ UND SO SEI ES DENN !!! Unmittelbar vor meinem letzten Schnappschuß, läßt der Dickhäuter erkennen, daß er gar nicht sooo ‘dickhäutig’ ist: Sein Verhalten zeigt unzweideutige, erste Anzeichen von Nervosität ... & er (ver)mag offensichtlich nicht (zu) verheimlichen, daß er sich VON MIR (!) belästigt & gestört fühlt. Während ICH ein letztes Mal den Auslöser meiner Kamera betätige, deutet ER (keine 10 Meter von meinem gefährlichen Logenplatz entfernt) ein paar unerwartet behende & geschmeidige ‘Vorwärts-Sätze’ an ... ... wobei er die Ernsthaftigkeit dieses, seines (fintierten?) Angriffes mit einem aggressiven BIG, BIG HORROR-ROAR unterstreicht! SCHLOTTER !!! ... was allemal ausreicht, mir unmißverständlich klarzumachen, daß jetzt (EXAKT JETZT!), der wenn schon nicht optimale, so doch EINDEUTIG letztmögliche Zeitpunkt gekommen ist, SCHNELLSTENS (& ohne Umweg!) den Rückzug in ‘meinen heimatlichen Schutz-Bunker’ anzutreten. Hm - ist meine Wahrnehmungsfähigkeit DERART GETRÜBT (?) ... ... daß ich mir nur EINBILDE ... äh ... aus den Kehlen der auf der anderen Straßenseite herumwerkelnden, ugandischen Bauarbeiter ein unverhohlenes, mehrstimmiges & wieherndes (Fluß-) Pferde-Gelächter zu vernehmen? Anyway ... Nach einer zweistündigen, entspannenden & die Mittagshitze berechtigt fliehenden Lese-Siesta (‘in my Basic, Private & LOCKED Hut’) ... begebe ich mich (nach erfolgreich vollendetem Tagewerk ausgesprochen GUT gelaunt!), in mein komfortables ‘Erste-Welt-Refugium’: Langer Tagebuch-Eintrag auf der Terrasse der ‘Mweya Lodge’. Dieser unterstützt durch Kaffee & Bier sowie (währenddessen) mehrere heftige, aber kurze Wolken-brüche, die meinen Aufenthalt (ebendort) schließlich bis weit nach Sonnen-Untergang andauern lassen. Von (eben-) dort TASTE & (ER-)TAPPE ich (mich) anschließend zur ‘Tembo Cantina’ (durch), in deren (von einer rauchig-rußigen Kerosinlampe zwar nur schwach, aber sehr atmosphärisch ausgeleuchteten) ‘In-Door’-Speisesaal ich mich zunächst dem intensiven Studium meines Reiseführers widme ... ... bevor ich später (‘Erst die Arbeit, ...’) mein heute gezeigtes Engagement für & meine Verdienste um die Weiterentwicklung eines ‘orientierunglosen Individual-Tourismus unter den letzten Rest von Hirn wegbrennender afrikanischer Sonne’ mit einem zwar einfachen, aber sättigenden Ugandan Standard-Diner honoriere: Rindfleisch, Bohnen, Gemüse & (schlicht unverzichtbar) ‘Matooke’ ... ... sowie ein letztes (für heute!) ‘ESB-Strong’! Wohltuend geschwächt & ... ‘bis an die Zähne mit meiner Mini-Taschenlampe bewaffnet’, trete ich gegen Zehn Uhr den Heimweg an ... Und darf nur Sekunden später die letzte Schreck-Sekunde des heutigen Tages erleben: DIE Sekunde (nämlich) ... ... da sich PLÖTZLICH ‘dieser unmittelbar vor meinen kraftlosen Beinen schlummernde, riesige & schwarze Felsblock’ BEWEGT !!! Gott-sei-Dank bewegt er (der matt-glänzende Felsen) sich jedoch fort von mir ... ‘OOOOPS ... !!!’ Fast wäre mir entfallen, daß seit dem frühen Nachmittag ein durch seine bloße Erscheinung (ach, was rede ich? Alleine schon durch das Wissen um seine Anwesenheit!) Respekt gebietendes Riesen-Hippo im Camp herumschlurft! ALSO ... EXTREM VOR- & UMSICHTIG setze ich jeden einzelnen meiner bis zum Erreichen der Baracke noch nötigen ‘elastischen Tänzelschritte’ ... ... die (jeder einzelne für sich!) das energetische Potential eines ersten & entscheidenden (weil: in Sicherheit bringenden!) Fluchtsprunges (in welche Richtung auch immer!?) in sich bergen ... äh ... MÜSSEN! Ohne weitere ‘Erscheinungen’ erreiche ich mein Nachtlager, entzünde die Kerosinlampe & (‘Most Important!’) schiebe das ‘Blockade’-Etagenbett vor die nur durch einen schwachen Mini-Riegel unzureichend gesicherte Eingangs-Türe: Kurze Bettlektüre ... ... bis sich John nach meinem Wohlergehen erkundigt. Er hat sich ‘wegen des Hippos’ Sorgen gemacht (Nein, um MICH! Naja - das gibt er wenigstens vor) & erklärt mir, daß die unberechenbaren Kolosse ... zumal wenn sie in Begleitung eines Babys umherstreunen (& SPEZIELL nach vorherigen Regenfällen), schon mal komplett DURCHKNALLEN & zu agressiven Killer-Bestien mutieren können (diese ‘ach-so-wetterfühligen Sensibelchen’, DIESE!) ... Ich rapportiere meine körperliche Unversehrtheit & bedanke mich für seine (reichlich späte!) Warnung ... ... bevor WIR UNS (abschließend & gegenseitig) eine ‘Gute Nacht!’ wünschen. Hm - wobei ICH meine ‘guten Wünsche’ ja EIGENTLICH nur als freundliche Höflichkeits-Floskel (oder böswillig formuliert: als ‘ironische Mitleids-Bekundung’) verstanden sehen will: DENN ... ... schließlich gehe ICH (noch) davon aus, daß John eine gleichermaßen anstrengende wie schlaflose Nacht bevorsteht. Hat er sich doch am Morgen (freiwillig!) bereiterklärt, neben der ersten auch SÄMTLICHE FOLGENDEN ‘Camp-Security-Control-Night-Shifts’ zu übernehmen! Naja ... ... auch zu DIESEM, nur einem weiteren meiner zahlreichen, heutigen Irrtümer: MORGEN MEHR! ...
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... Tja & in der Nacht herrscht dann zwischen Elf Uhr & Mitternacht (bevor ich letztlich ‘irgendwie gelangweilt’ einschlafe!) um meine Hütte herum mal wieder ein Menschenauflauf, ‘wie in der Kölner Schildergasse an einem der langen Samstage vor Weihnachten’! Aber MIR ist das EGAL! Schließlich WEISS ich, daß John der Urheber all dieser ‘Strange Noises’ ist, daß er in der Nebenhütte sein Hauptquartier (die ‘zentrale Überwachungs-Zentrale des zentralen Students Camp’) eingerichtet hat, seinen Job vermutlich sogar absichtlich geräuschvoll erledigt ... ... & mich (seinen kostbarsten, weil einzigen Schutzbefohlenen) im Ernstfall mit Klauen & Zähnen gegen eine skrupellose, blutrünstige Übermacht kongolesischer Rebellen (die mir nach Leben & Dollars trachtet!?) verteidigen wird ... ... also: Why the Hell Should I CARE !? Naja - auf meinem morgendlichen Weg zur außen-liegenden Duschkabine läuft mir John in die Arme ... ... & noch bevor ICH ihn zu den Ereignissen der letzten Nacht befragen kann, zerstört ER mit brutaler Offenheit meine ‘ach-so-schöne Illusion von diesem einen (ihr wißt schon, welches ich meine!) zauberhaften & gastlichen Fleckchen Erde in Ostafrika, wo man mich als Freund willkommen hieß & wo man sich seither Tag & NACHT um mein Wohlergehen & meine Sicherheit SORGT ...’ UNSAGBAR BLÖDE LÄCHELND ... ... erzählt ER mir, daß ER gestern Abend (unmittelbar nach unserem Gespräch) hundemüde in sein Bett gefallen & SOFORT eingeschlafen sei. ER habe die komplette Nacht wie ein unschuldiger (?), aber doch immerhin Stein (!) ‘in Orpheus Armen’ geschlummert, bis IHN seine Frau heute Morgen unsanft wachrüttelte! STIMMT !!! Erst jetzt fällt mir auf, wie verdammt frisch, quicklebendig & unverschämt ausgeschlafen diese VERANTWORTUNGSLOSE SACK-RATTE aussieht! (ganz besonders im direkten Vergleich mit meiner ‘schlaffen Geister-Erscheinung’). Eher pflichtbewußt wundert er sich zwar ‘ein wenig’ über die mich jede Nacht heimsuchenden Störenfriede (‘TS-Ts-ts ...’) - aber die augenscheinliche Diskrepanz zwischen seinen verbalen & non-verbalen Reaktionen beweist mir überdeutlich, daß meine Erzählungen NICHT WIRKLICH das Interesse dieser HEUCHLERISCHEN IGNORANTEN-SAU zu wecken in der Lage sind. Während ich über der Frage brüte, ob ich meine euphemistisch ‘Zimmer’ genannte ‘Sicherheitslücke’ SOFORT oder doch erst NACH dem Morgenschiß räumen soll, kommt mir plötzlich mein gestriger ‘Walk on the Wild (Lake-) Side’ in den Sinn ... ... & meine unbändige Neugier richtet (ohne mein bewußtes Zutun) eine aller-letzte Frage an ‘meinen ehemaligen Ex-Freund’: ‘Aah, John - by the way (always stay COOL & NEVER loose your Face!), are there Any Big Crocodiles on the Western Shores of Mweya-Peninsula?’ ‘SURE - we have a whole Lot of Corcodiles in the Lakes - but: NOT in THIS Part of the Park!’ Und weiter berichtet er ... - daß sich die Krokodile auf der anderen Seite der Halbinsel tummeln, - daß die von mir entdeckten Büffel- & sonstige ‘Großsäuger’-Skelette & -knochen hingegen das ‘Überreste’-Resultat der vielköpfigen Löwenfamilien sind ... ... die DORT UNTEN (bekanntermaßen!) ihre Treibjagden veranstalten & gnadenlos-gefräßig ‘jegliche Form nicht-vegetarischer Nahrung in sich hinein-mampfen, die ihnen (zufällig!) in die Quere kommt!’ ACH SOOOOO !? Meine Anspannung löst sich in einem breit lächelnden Gesicht auf, denn ‘irgendwie’ verspüre ich Erleichterung (also: ... ob der AB-wesenden Krokodile!). Naja - dann habe ich mir wohl mal wieder GANZ UMSONST Sorgen gemacht! ... & doch: IRGENDETWAS in Johns Antwort bereitet mir ein unbestimmt-mulmiges Gefühl !? Wenn ich nur wüßte, WAS ... ??? Anyway ... Lange (& ... mit zunehmender Dauer abnehmend-grüblerische), EISKALTE Morgen-Dusche. Während der folgenden beiden Stunden verlangt dann die konzentrierte (!) Erfüllung meiner neuen ‘Frühstücks-Pflichten’ meine ungeteilte Aufmerksamkeit ... ... & bewahrt mich (derart) vor weiterem sinnlosen ‘Rum-Simmelieren’. Übrigens: das ‘Guten-Morgen-Gala-Buffet’ (welches mehrere stabile Holztische die Grenzen ihrer Tragfähigkeit ausloten MACHT) sieht anschließend ... ... naja - ich will nicht prahlen, aber: IMMERHIN! Gegen Zehn Uhr (bilde ich mir nur ein, daß die Sonne ihren Zenith schon weit überschritten hat?) stämme ich mich unter Aufbietung meiner allerletzten Kraftreserven aus dem bequemen, aber viel zu engen Korbstuhl hoch: WIESO KLEMMT DENN DAS (NUN) PLÖTZLICH SO ... ? Nach anfänglichen, unerklärlich-ungewohnten Koordinierungs-Schwierigkeiten schaffe ich es schließlich, Spiel- und Standbein durch geschickte ‘Vor’-Verlagerung meines immensen Körpergewichts nicht nur in eine Fluchtlinie zu befördern ... ... sondern überführe letztlich diese (die Fluchtlinie) durch bewußte Justier-Aktivitäten (meinerseits) in die exakte Himmelsrichtung meines (vorhergeplanten & selbstbestimmten) Wanderzieles ... Oder anders ausgedrückt: IT’S Walkin’ ME! Heute nehme ich mir die andere Uferseite der Halbinsel vor (also: ... die mit den Krokodilen!) - was zunächst eine kräftezehrende, etwa einstündige Wanderung durch extrem zerklüftetes Fels- & Geröll-Terrain bedeutet: - teils mehrere Meter tiefe, hügelabwärts auf den See zulaufende Gräben & Schluchten sind beredt-erosive Zeugen der in dieser Region mit Urgewalt niedergehenden, immensen Regenmassen, - den vornehmlichen Flora-Bewuchs dieser steinigen & unfruchtbaren Landschaft bilden stetig an Dichte zunehmende, dornig-skurrile ‘Euphorbia’-Wälder. Die Gräben werden immer breiter & tiefer. Schließlich erreichen sie Dimensionen, die sie zu schlicht unüberwindlichen Hindernissen werden lassen. Mir bleibt keine Wahl: Ich muß zum Seeufer hinunterklettern & folge (dort angekommen) einem kaum erkennbaren, schmalen Trampelpfad ... ... der (einer Tunnelröhre nicht unähnlich) zwischen den mehr als zwei Höhenmeter messenden, see-seitigen Schilfpflanzen & einer ‘Wand’ aus land-seitig unmittelbar anschließenden (keinerlei Platz für Ausweichmanöver bietenden ...!?) Kakteen & ‘Euphorbias’ verläuft. Der ‘Schilf-Wald’ ist im Abstand von jeweils etwa fünfzig Metern zu breiten, unzweideutig IN den See weisenden Schneisen platt-gewalzt. Die deutlich sich im feuchten Schlick abzeichnenden VIER-zehigen Fußabdrücke lassen keinen Zweifel, WER sich hier in Richtung ‘Nass’ robbt! Der bereits den gesamten Vormittag vernehmbaren, angsteinflössenden & aus tiefer Kehle produzierten, allerdings nicht eindeutig zu ortenden ‘Hippo-Growls’ ... ... bedarf es SPÄTESTENS JETZT nicht mehr, um zu wissen WAS (& WER) hier vorgeht! Spannend wird es ... ... als ich mich kurz darauf an einem schmalen Wasserlauf (der vom Ufer durchs Schilf in den See verläuft) niederlasse & eine längere ‘Bird-Watching-Session’ einlege: der gespottete, toll-bunt-gezeichnete ‘Kingfisher’ ist wirklich putzig - will mir aber um nichts in der Welt in meine Linse springen! Äh ... ‘spannend’: weil ich mich (NOCH trockenen Fußes) etwa fünf Meter AUSWEGLOS in den Kanal hineinbegeben & (aus Sicherheitsgründen) immer mal wieder durch den engen Schilftunnel zurück blicken MUSS - in die Richtung, aus der ich EIGENTLICH jeden Moment mit einem ausgewachsenen Hippopotamus-Exemplar rechnen MUSS ... ... äh ... von dem ich mich dann plattwalzen lassen MÜSSTE! Denn außer einem Kopf-Über-Sprung in den See, BLIEBE mir keinerlei sonstige Fluchtmöglichkeit. Aber Gott-sei-Dank bleibt mir die Entscheidung, ob ich mich denn nun lieber zwischen die Krokodile geselle oder doch lieber nur von einer Dampfwalze ‘belatschen’ lasse ERSPART! Übrigens: ‘John! Welche Krokodile? Ich habe keine gesehen!’ (obwohl: DAS heißt ja noch NIX ...!). Nach einer ‘irgendwie eher nervös als entspannt’ empfundenen Pausen-Stunde im Schilf setze ich meinen Ufer-Spaziergang fort. Bereits nach einer weiteren halben Wander-Stunde (noch vor Erreichen des Kazinga-Channel-Endes sowie dem erhofften ‘weiten Blick über den schier horizontlosen Lake Edward’) muß ich jedoch meine Trekking-Pläne FAHREN LASSEN: - der Trampelpfad wird immer schmaler, - der Schilfrohr-Urwald bildet mit dem zunehmend aggressiv mich attackierenden Dornengebüsch einen immer engeren Tunnel, - & der sich unter meinen Füßen lautstark bemerkbar machende Untergrund (Kwootsch!) geht von einem noch so eben begehbaren matschig-schlickigen in einen unpassierbaren dünn-flüssigen SUB-Aggregat-Zustand über ... SHIT !!! ... obwohl: bekanntlich ist ja der Weg das Ziel - GELL ? ALSO: Ich kehre um & folge meiner ‘aussichtslosen Uferpromenade’, bis ich an eine atmosphärische, schattige Vogel-Beobachtungs-Flußaue gelange ... ... die neben dieser Hauptattraktion auch eine sich (wie von Geisterhand gezogen) gegen die Fließrichtung den Kanal hinaufbewegende ‘Floating Island’, einige riesige Exemplare schleimiger Blutegel sowie mehrere beeindruckend-hohe Termiten-Hügel zu bieten (& zu erforschen) hat. Hier harre ich so lange aus, bis mir die (durch das mich nur mäßig ‘behütende’, durchlässige Blätterdach) SENKRECHT auf meine ‘Matsch-Birne’ niederknallende Sonne ... äh ... ‘ein weiteres, unbelastetes Verweilen IRREVERSIBEL verleidet’! ‘Back in MY PRIVATE ELEPHANTS CANTINA’ ... ... wiederbelebe ich mich mittels einer eiskalten Cola (notdürftig!). Anschließend ziehe ich mich zu einer ‘schwitzenden Lesestunde in meine (die allerletzten Rest-Spurenelemente nicht-vorhandenen Basis-Verstandes aus meinem wo-auch-immer-anhängigen Klein-Hirn brennende) GLÜHEND-HEISSE Kaschemme zurück. Aber: RETTUNG NAHT !!! ... denn ein ‘tief-schwarzer Silberstreif am fernen Horizont’ kündigt eine nahende Abkühlung an! Und mit einem letzten, raumgreifenden Ausfallschritt ... ... erreiche ich noch gerade so ‘trockenen Fußes’ meinen Stamm-Tisch auf der ‘Mweya-Safari-Lodge’-Terrasse. Im nächsten Augenblick bereits setzt der erste, ganz große ‘Prassel-Regen’ ein ... ... & wenn ich hier ‘Prassel’ schreibe, dann ist dies keineswegs eine Übertreibung! Naja - halt ‘the Usual Ugandan WET SEASON’! Obwohl: Bislang habe ich keinen WIRKLICHEN Grund mich zu beklagen (NOCH bin ich kein einziges Mal & nirgendwo ‘naß bis auf die Haut gestrandet ...’). Ich stelle mich (irgendwo zwischen hellseherisch & wohlbegründet WISSEND) auf einen SEHR langen Terrassen-Nachmittag ein & schreibe einen EXAKT GENAU SO LANGEN Brief an Wenke ... ... äh ... ich meine ... ÜBER Wenke (die ‘Tote-Briefkasten-Tante’) AN meinen unerreichbaren SCHATZ im fernen Berlin! Nach vollendeter Abenddämmerung nutze ich eine kurze Regenpause, um trockenen Hauptes in die ‘Tembo Cantina’ zu gelangen: ... zunächst Tagebuch & ein ‘ESB’ ... später Abendmahl (leckerer Fisch!) sowie ein weiteres ‘ESB’ ... dann (quasi als Wegzehrung) NIX & dazu (natürlich!) ... noch ein allerletztes ‘ESB’. Der finale Nacht-Spaziergang zurück in mein Studenten-Wohnheim ist mir mittlerweile so vertraut, daß ich auf den Einsatz der Taschenlampe verzichten KÖNNTE - müßte ich nicht befürchten, (aus Versehen!) einem ‘Dark but Moving (& Bloody FAT) Bacon-Rock’ auf sein sensibles Kringel-Schwänzchen zu treten ... Ein letzter Gang führt mich zur ‘Nearby Urinary’: ausgiebigst vorausschauend PISSEN! DENN ... ... ich verspüre keinerlei Lust, mich mitten in der Nacht durch ein gedrängtes Spalier aus ‘Wild & Roaring Animals’ sowie ‘Congolese-Based ADF-Outlaw-Rebels’ hindurch zur außen-liegenden Latrine (durch-) schlagen zu müssen! Ich werfe meine Kerosinlampe an (‘HALT!’ Vorher wuchte ich natürlich noch das tonnenschwere, eiserne Doppelbett ...), lese zwei kurze der zu Lebzeiten des Autors unveröffentlichten, SPÄTEN Kapitel des ‘Mannes ohne Eigenschaften’, warte nicht bis die ersten ‘Strange Noises from the Noisy Outside’ an mein Ohr dringen, sondern haue mich (stattdessen) auf nämliches (!) ... ... & schlafe für meine Verhältnisse ‘nahezu SOFORT’ (also schon etwa eine knappe Stunde später!) EIN! ...
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... ‘Lazy Saturday at Mweya ... äh ... LODGE’! Tja - RICHTIG! Nach einer erfrischenden Morgen-Dusche (obwohl es nun ständig regnet, nicht mehr SO warm & damit die ‘Cold Shower’ auch nicht mehr SO überlebens-wichtig ist!) sowie der mittlerweile obligatorischen Früh-Freß-Orgie ... ... SPENDIERE ich mir für eine Nacht (& gegen Zahlung von 50 US-Dollar: Naja - was gönne ich mir denn schon?) ein Einzelzimmer in der laut Reiseführer ‘world-famous Mweya Safari-Lodge’: für eine Nacht und für einen Tag! Naja - wenn ich mich schon un-wetterbedingt nicht unter freiem Himmel aufhalten kann, dann will ich mich wenigstens in einem angenehmen Ambiente LANGWEILEN. Außerdem erfolgt die Bezahlung (50 harte US-Dollar!) über meine Kreditkarte ... ... & DAS zählt ja ‘irgendwie’ nicht! Nachdem ich vom ‘Students Camp’ in die ‘Professors Lodge’ umgezogen bin, verbringe ich die Mittagsstunden bei ‘Bird-Watching & -Shooting’ auf meiner kleinen, privaten Veranda. Abwechslung von dieser anstrengenden Beschäftigung bieten nur ein paar Lese-Einheiten: Reiseführer & (Surprise!) Musil ... ... auf meinem ‘viel zu weichen Bett in meinem ach-so-luxuriösen Luxus-Zimmer’! Naja - IRGENDETWAS hat dieser ‘ständig nörgelnde Nörgel-Heini’ ja IMMER auszusetzen ... Später (nach Vier Uhr & damit zeitlich durchaus passend) finde ich mich zu Kaffee & (nein: nicht Kuchen, sondern) Tagebuch auf meiner Lodge-Terrasse ein: Dramatische ‘Rainy-Season-Cloud-Constellations’ wechseln mit ... nein, DAS wäre denn doch übertrieben! Aber letztlich gelingen mir doch IMMERHIN (da es kurzzeitig partiell aufklart!) ein paar atmosphärische ‘Sundown-Through-the-Semi-Cloudy-Sky’-Fotos. Wenngleich ich auch die Ruwenzoris (natürlich!) nicht wolkenlos zu Gesicht bekomme - geschweige denn vor meine Kameralinse ... Bei Einbruch der Dämmerung zieht’s mich (des Hedonismus überdrüssig) ‘Back to the Basics - sprich: in meine ‘Elefanten-Kantine’. Apropos ‘Elefanten’: (Immer noch ... wieso eigentlich?) UNERWARTET stellt sich mir eins dieser elefantenbaby-großen, schwarz-glänzend bis fett-triefenden & nervösen (Rainy Season ...?) ugandischen Flußpferde in den Weg! Also - nicht wirklich IN den Weg ... ... aber doch (immerhin!) NAH GENUG, um einen spontanen Schock-Blitz zu initiieren, der sich fühlbar SEINEN Weg durch meinen Körper sucht. In voller Größe (& von Angesicht zu Angesicht) wirken diese Fettkolosse schon verdammt angsteinflössend - obschon sie doch SOOO harmlos sind ... ... vermeintlich! Naja - auch mit diesem, vermutlich nicht letzten Glied der ‘endlosen Kette meiner Irrtümer & Fehleinschätzungen’ wird im Laufe dieses heutigen Abends noch aufzuräumen sein (siehe später!). Bei Betreten der ‘Cantina’ komme ich ohne Umschweife zum Wesentlichen: Ich bestelle ein „ESB“ & ... VERSUCHE, mein Abendessen zu ordern! Aber die von mir gewünschten Sättigungsbeilagen Kartoffeln & ‘Posho’ (ein in der Form eines riesigen Knödels servierter Maismehl-Klops, der über eine ausgesprochen ‘luftige’ Konsistenz verfügt) sind ‘Not Yet Ready’ ... Da deren Präparation mindestens eine Stunde in Anspruch nimmt, fragt mich die es gut mit mir meinende Linda, ‘ob ich nicht lieber doch etwas anderes ... ?’ ‘NO!’ Meine Antwort läßt mich zwar selbst zusammenfahren - aber die Aussicht auf (schon wieder!) Reis & ‘Matooke’ läßt jegliche Kompromißbereitschaft aus meinem umgehend sich straffenden (in ‘pure, nackte Entschlosssenheit’ sich verwandelnden) Körper weichen: Nein, nein ... & nochmals NEIN! HEUTE möchte ich (AUSNAHMSWEISE!) EIN-MAL (!) genau DAS auf meinem Tisch sehen, WAS ICH BESTELLT HABE! Äh - sage ich zu MIR ... Ich nehme also eine längere Wartezeit in Kauf & raune der sich augenscheinlich einsam fühlenden Bierflasche auf meinem Tisch beschwichtigend zu: ‘Keine Angst! HEUTE ABEND bekommst DU (mit Sicherheit) noch Gesellschaft!’ Bier & ‘Funny Postcards’ ... Nach dem sehr guten Abendessen sowie meinem zweiten ‘ESB’ (ich mache gerade Anstalten zu zahlen!), steuert Katja auf meinen Tisch zu, spricht mich mit dem selbstverständlichsten Intro-Satz ‘und Du kommst also aus Deutschland !?’ an ... ... & hockt sich neben mich! Sie ist gebürtige Braunschweigerin, hat vor einem Jahr ihr Biologie-Diplomstudium erfolgreich abgeschlossen & betreibt nun (für die nächsten anderthalb Jahre) im ‘Queen Elizabeth National Park’ Feldstudien für ihre Doktorarbeit über eins der letzten, noch kaum erforschten, großen Säugetiere dieses, unseres Planeten: den ‘Giant Hogweed’ ... ... ein nahezu Pferdegröße erreichendes, überaus scheues & (oder: weil?) abgrundtief HÄSSLICHES ‘wildes Wald-Schwein’, welches nur hier, im QENP (sowie in den kongolesischen Wäldern am Westhang der Ruwenzoris) anzutreffen ist. Übrigens: ‘Wollie! Weißt Du eigentlich, daß ich diese nette Abendbekanntschaft Dir (oder genauer gesagt: Deinem signalfarbenen, sehr entfernt auf die deutsche Sprache schließen lassenden ‘Tust-Du-Fühlen-Gut?’-T-Shirt) verdanke ...?’ Tja - als Katja gestern Abend mit zwei britischen Kollegen am Nebentisch beim Abendessen saß, hat sie das Hemd (also: meine Hülle!) eingehend betrachtet. Und sie war (wie sie mir heute erzählt) FASZINIERT ... ... was auch immer sie damit meinen mag !? Nach diesem ungewöhnlichen ‘Opener’ entwickelt sich schnell (& zwanglos) ein sowohl interessantes als auch unterhaltsames Gespräch. Katja erzählt lebhaft & (nur ‘ein wenig’ ... & daher erträglich!) STOLZ: - von ihrer Arbeit im Busch & den Schwierigkeiten einer ‘Habituierung der ugandischen Wald-Schweine an den Menschen’ (sprich: deren Gewöhnung!), - von ihren nahezu all-abendlichen Überraschungs-Treffen mit ‘Walking-Bushes’ vor dem angemieteten Haus im ‘Ecology Institute’, welches sie gemeinsam mit ihrem deutschen Doktor-Vater bewohnt ... ... ‘Naja, ich sitze in der idyllischen Abenddämmerung am geöffneten Fenster vor meinem PC & plötzlich wird es stockfinster im Zimmer, weil dieses Flußpferd (hm, vermutlich nur einem vorübergehenden Schwäche-Anfall nachgebend) sich einfach mal so ans Haus anlehnt ... & derart DAS GESAMTE FENSTER VERDECKT! - von Löwen & Leoparden, die (wie sie aus eigener, allerdings automobiler Erfahrung zu berichten weiß) ÜBRIGENS EXAKT DORT ihr Jagd-Revier haben, wo ich (‘free & innocent walking!’) vorgestern die Tierskelette entdeckt habe ... ... was Katja überhaupt nicht KOMICH findet & veranlaßt, mich (gnadenlos!) ins Gebet zu nehmen: ‘Was Du da gemacht hast, solltest Du KEINESFALLS wiederholen, denn es war nicht nur strengstens verboten, sondern darüberhinaus auch lebensgefährlich ... Du Glückspilz, DU!’ ‘Cathrin - Du behauptest doch immer, daß Du einen auf Dich achtgebenden Glücksstern besitzst! Bist Du wirklich sicher, daß ER immer noch in Deiner Nähe strahlt - oder kann es EVENTUELL sein, daß ER sich (hm, beispielsweise in Eritrea) einem neuen Klienten angeschlossen hat ... ?’ Desweiteren räumt Katja (bei mir) mit dem Vorurteil auf, ‘Flußpferde seien ganz & gar HARMLOS!’ Vielmehr können sich diese (bei Gefahr im Verzug) innerhalb von Sekundenbruchteilen in wilde Bestien verwandeln, die blitzschnell attackieren & vermeintliche (oder auch nicht) Angreifer mit ihren vier spitzen Hauern REGELRECHT TOT-BEISSEN! Wie die Statistiken belegen, ereignen sich übrigens die häufigsten Tierunfälle mit tödlichem Ausgang für Menschen (in Afrika) mit ...? Richtig: HIPPOS !!! Während wir LÄNGST (jede/r) noch ein weiteres Bier geordert haben, muß ICH natürlich auch meine Geschichte erzählen. Aber DIE interessiert hier (in diesem Reise-Tagebuch) ... ja eher ... hm - äh: KAUM (Big Smiley!). Schließlich ÜBERREDEN wir gleichermaßen plaudernd wie hoffnungslos die Kantinen-Sperrstunde - mit so unterschiedlichen Themen wie: - Zukunfts-Perspektiven von Biologie- / Zoologie-Doktorinnen versus Aussichten & Chancen bekennender Aussteiger aus dem ‘Money-Making-Food-&-Economic-Business’ (oder auch nicht!), - das ‘weite Feld’ der Gentechnologie - wobei ICH der ‘grenzenlosen & (im Zweifel) keinerlei ethischen Prinzipien verpflichtet sich fühlenden Freiheit von Wissenschaft & Forschung’ MEHR als skeptisch gegenüberstehe, während Katja eher die Gegenposition vertritt. Letztlich aber treffen wir uns doch ‘irgendwie / irgendwo in der Mitte’ (hm - ich kann mich jedoch anschließend trotz größter Mühe nicht mehr daran erinnern, WO GENAU wir DIESE MITTE ausgemacht haben wollen ... !?), - die Frage ‘Vegetarier & wenn ja WARUM?’ - denn Katja verspeist seit ihrem elften Lebensjahr (seit nunmehr 21 Jahren!) ausschließlich Tiere (Tierprodukte), von denen sie WEISS, daß sie bis zu ihrem Tode in einer kreatur-würdigen Art & Weise leben durften. Hm - eine durchaus interessante Einstellung (zugegeben), wenngleich mir die Einhaltung dieses Grundsatzes auch schwer kontrollierbar erscheint! Linda, die geduldige & (immer noch!) nette Kellnerin nimmt schließlich ihren ganzen Mut zusammen & erklärt uns, daß sie nun (doch) gerne Feierabend machen würde ... ... äh ... mit unserem Einverständnis (natürlich): ‘Sure, Linda! Sorry & ... ... See You Tomorrow!’ Zahlen & Raus! Katjas Doktor-Vater, bei dessen namentlicher Erwähnung sie immer merkwürdig übertrieben ihr Gesicht verzieht (nun ja - sie nimmt ihm übel, daß er seine Studenten schamlos für seine eigene Arbeit & zur ‘Mehrung seines akademisch-wissenschaftlichen Ruhmes’ ausnutzt ... & auch sonst muß es sich nach ihren Erzählungen um einen ziemlich nervigen & egoistischen Sackgänger handeln) ... ... wo war ich? Ach ja: Katjas Doktor-Vater hat ihr heute Abend (ausnahmsweise!) den mehr als dreißig Blech-Lenze zählenden, klapprigen englischen Landrover überlassen & so bietet mir ‘meine persönliche Sicherheits-Beauftragte’ an, mich noch durch den gefährlichen ‘Korridor’ zu schleusen: Jene nur trampelpfad-breite Weg-Enge zwischen dem hohen Stacheldrahtzaun der Instituts-Anlage & den unmittelbar an den gegenüberliegenden Straßenrand gebauten ‘Gesinde-Unterkünften der Safari-Lodge’ ... ... in der sich Büffel, Warzenschweine und Hippos mangels Ausweichmöglichkeit von nächtlichen Spaziergängern unweigerlich in die Enge getrieben fühlen (müssen) ... ... & dann (ebenso unweigerlich & OFT) einen ‘aggressiven, physischen Erst-Schlag’ ausführen! Hm - IRGENDWIE ist es mir SCHON peinlich, Katja nicht den Anblick ersparen zu können, mich (wie vermutlich jeden anderen ‘Schwätzer über alternatives Reisen’ auch) in der hiesigen Nobel-Absteige ABSTEIGEN zu sehen ... Anyway ... Als ich schließlich (nicht eben MÄSSIG schwankend) mein Luxuszimmer betrete, informiert mich mein Reisewecker (in vorwurfsvollem Portugiesisch), daß es schon weit nach Mitternacht ist. Und er schaut mich nur ungläubig (eifersüchtig?) an, als ich ihm erkläre, daß es ‘schon erstaunlich ist ... ... WIE SCHNELL doch die Zeit in angenehmer Gesellschaft verfliegt (Du hinter-regen-wäldlerischer, brasilianischer Langweiler - Du!).’ Nach Lesen ist mir heute Abend nicht mehr zumute. Stattdessen lausche ich für einige, wenige ‘Transformations’-Minuten noch dem atmosphärischen ‘African-Open-Air-&-Nature-Concert’, das gerade (unmittelbar vor meinem weit geöffneten Fenster) GEGEBEN wird: - dem hellen & vibrierenden Zikaden-Klangteppich, - einem dunkler (klang-)gefärbten, aber ebenso konstanten (& füllenden!) Frosch-Gequake-Rhythmus, - sowie den eher unregelmäßigen, schrillen Einwürfen derjenigen nacht-aktiven Vögel, die wie ich (!) im Sternzeichen des ‘Insomniacs’ das Licht der ... äh ... Dunkelheit erblickten ... Hm - letztlich aber doch erstaunlich zügig (trotz der vermutlich EXTREM UNGESUNDEN, weil EXTREM WEICHEN Schlafunterlage), runde ich das zur Aufführung gebrachte Instrumentarium um eine für das westliche Uganda zwar recht ungewöhnliche, nichtsdestotrotz aber (soweit ICH dies noch in der Lage bin, zu beurteilen) passende musikalische ‘Trash’-Farbe ... ... äh ... AB: ‘RATZ - Ratz - ratz - atz - tz ...!’
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