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NACHT-EXPRESS VON NAIROBI NACH KAMPALA ! ODER: FAST CHANGIN’ AFRICA ! KENYA (EINST EIN SICHERES REISELAND) ... ... & UGANDA (NACH 20 BÜRGERKRIEGS-JAHREN) !
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... von Nairobi über Kisumu (Kenya) nach Kampala (Uganda)
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Freitag, 17. April & Samstag, 18. April 1998
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Da mein ‘Kampala-Bus’ erst heute Abend (um Sieben Uhr) die Stadt verläßt, bleibt mir ein weiterer ‘Extremely Easy-Goin’-Day’ (in Nairobi). Erstmal Aus- (oder genauer: VOR-) Schlafen. Anschließend ... ... ‘Heavy Shower & Breakfast’ (übrigens die beiden einzigen Dinge, die ich mir heute in der ‘Heavy’-Version abverlange!). Während des endlosen Frühstücks (& unter den kritischen Augen der mit Recht, um ihren verdienten Feierabend bangenden Kellnerschaft!) ... studiere ich ausführlich die beiden ‘Handbook-Kapitel: History of Uganda & All About Kampala’. Aber letztlich ... denn doch ... muß es sein - also: Ich marschiere zum Hilton Hotel & hole dort (?) mein Madagascar-Visum ab ... ... oder genauer: meinen Reisepass - mit DIESEM in IHM! Äh - ja! Ohne allzu große Hoffnungen (eher pflichtgemäß: ‘Eine Frage der Ehre!’), suche ich anschließend ‘meine Lieblings-Wechselstube’ HEIM ... um nachzufragen, ‘was dem kapitalen Falschgeld-Dezernat zu den mir angedrehten Blüten eingefallen ist ...?’ Aber LEIDER (!) ... ... befindet sich der zuständige Manager gerade ‘außer Haus’ & ich werde gebeten, ‘in einer halben Stunde (oder später!) noch einmal vorbeizuschauen’ ... Nun ja - ich kann nicht gerade behaupten, daß mich die Auskunft der Sekretärin überrascht! Schließlich WEISS ‘der vorstehende Drückeberger’, daß ich HEUTE Nairobi verlassen werde. Daher ist es für ihn eine leichte Übung mich hinhalten ... ... & sich (bis morgen) verleugnen zu lassen. Und trotzdem: Ich spüre, wie der Ärger in mir aufsteigt! Daher überlege ich mir (auf dem Weg zum Hauptpostamt) ein paar unflätig-markige Statements, mit denen ich mir (bei meiner zweiten, zu erwartenden Abfuhr in der Wechselstube) ... wenigstens einen mich zufrieden-stellenden, STARKEN ABGANG verschaffen kann! Übrigens: An der Anzahl der abruf-bereiten Flüche, läßt sich sehr gut feststellen, wie heimisch man in einer Fremdsprache ist ... ... & ICH fühle mich dem Englischen SEHR plötzlich SEHR fremd! ‘Tja - & WIEDER laufe ich den weiten Weg zur Post ... ... VERGEBLICH! WEGEN DIR, CATHRIN!’ NEIN - das ist natürlich Quatsch: NATÜRLICH ... ‘wegen MIR!’ Schließlich kann ICH Nairobi NICHT (in Ruhe) den Rücken kehren ... ... nicht ohne eine Nachricht von Dir! Aber die nette Postangestellte macht mir Mut & stellt mir eine zweite Chance für den Nachmittag in Aussicht: Erst in der Mittagspause wird die ‘Frisch-Post’ den jeweiligen Buchstaben-Fächern zugeordnet - ‘ich soll später noch einmal nachfragen: Any Time ... ... After Two O’Clock!’ Und dann ...? Ja - DANN folgt DIE Überraschung des Tages! Ach - was rede ich: die Überraschung DER WOCHE !!! Nachdem ich beim ‘Money Changer meines durch nichts gerechtfertigten Vertrauens’ NOCHMALS eine halbe Stunde warten muß (vermutlich ein allerletzter Test, ‘ob ich’s auch wirklich ernst meine ...’) ... ... überreicht mir der General-Manager VIER ECHTE (wie ich nach, natürlich AUSGIEBIGER Prüfung meinerseits feststelle), nagel-neue ‘1000-Kenya-Shilling’-Banknoten ... & ich darf meine so sorgsam aufeinander abgestimmten & in einem furiosen Finale gipfelnden (zwar mit einigen derben Flüchen gewürzten, ansonsten aber überaus ‘geistreich-ironischen’) Anwürfe NICHT AUFSAGEN !!! Hm - Schade! ... ... eigentlich (!?) Ich überlege zwar einen kurzen Moment lang, ‘was ich mir NUN (anläßlich dieser unerwarteten Sonder-Einnahme) Schönes gönnen soll?’ ... ... übe mich letztlich aber doch in Verzicht (& Vernunft): Die ‘Running Costs’ meiner Afrika-Reise (‘Wo laufen sie denn?’) sind schon hoch genug ... & dabei stehen mir die WIRKLICH teuren Reiseländer erst noch bevor! Ich ziehe mich in mein Hotel-Refugium zurück! Reiseführer-Studium ... & ein laaanger Brief an ‘Meine Liebe Cathrin (Daheim)!’ Unterbrochen wird diese, meine Schreibarbeit, nur durch einen letzten (jedenfalls für die kommenden drei Wochen!) ‘Walk-in-Vain to the Nairobi-Main-Post-Station’, der mir NOCHMALS ‘eine randvoll mit Frust angefüllte (wenn auch unsichtbare) Mütze’ einbringt: SCHEISSE! Erstmalig klopfen ‘so ganz verrückte Gedanken’ bei mir an - wie: ‘Dir könnte etwas passiert sein ... in Cairo ... im Flieger ... in Berlin ... !?’ (einigermaßen überrascht, muß ich mir eingestehen, daß ich mir Sorgen um Dich mache!). Nach meiner Rückkehr ins Hotel beende ich (in einer ‘irgendwie zwiespältigen Gemütsverfassung’ ... & doch: ‘Ich fühle mich Dir SEHR nah, Cathrin!’) DEN Brief, den ich gegen Fünf Uhr im Briefkasten vor der ‘Moi Avenue Post’ ENTSORGE ... ... äh ... das ‘Kapitel: Nairobi’ gleichsam abschließend! So langsam wird’s Zeit zum Aufbruch! Ich packe gewissenhaft ‘meine Sieben Sachen’, dusche (ein letztes Mal: für heute!) & verabschiede mich von Moses (dem ich nochmals dafür danke, daß er mir das Zimmer bis Sechs Uhr - kostenlos! - überlassen hat: ‘See Ya in Three Weeks, My Friend!’). Durch die gerade einsetzende Dämmerung hindurch ... schleppe ich mich (& mein Gepäck!) zum Bus-Terminal in der nahen ‘Lagos Road’, durchkreuze währenddessen die brodelnde (& gefährliche!) ‘River-Road-Area’ & ... ... erlebe ‘Black-African-Atmosphere at ist Very Best!’ Nahezu AUGENBLICKLICH erfaßt mich eine, während der beiden letzten Wochen ETWAS abhanden gekommene Reise- & Entdecker-Lust! Ich deponiere meinen Rucksack im (schon JETZT: EINE Stunde vor Abfahrt!) ‘aus den Nieten zu platzen drohenden Gepäckfach meiner rollenden (hoffentlich!) Schlaf-Statt’, belege meinen reservierten (& über erstaunliche Beinfreiheit verfügenden) Sitzplatz direkt neben dem Einstieg ins Fahrzeuginnere & ... ... beobachte, gleichermaßen neugierig wie fasziniert, das rege & bunte Treiben, welches sich (einer unabgesprochenen Choreografie folgend) um die beiden, auf Passagiere wartenden Busse der ‘Akamba’-Agentur abspielt ... ... & sich zusammensetzt aus: - lautstark ihre ‘Schnäppchen’ anpreisenden Straßenverkäufern! Wobei ein mit seiner ‘Komplett-Gebiß-Zahnlücke’ mich anlächelnder, alter Marktschreier besonders schrill & durchgeknallt aussieht, trägt er doch sein komplettes Warensortiment (als ‘quasi-Kleidung’) unmittelbar am Körper ... ... als da wären: Gürtel, Kämme, Umhängetücher (in sämtlichen Farbschattierungen des Regenbogens), Taschenlampen unterschiedlichster Größe (‘Baumel - Klimper - Schepper!’) sowie (als sprichwörtliche ‘Krönung’: nämlich auf dem Kopf!) etwa zehn verschiedene, übereinander-gestapelte Hüte (die ihm, trotz mehrfacher Versuche, seine Körperhaltung dem ‘Nadelöhr’ anzupassen ... den Eintritt in MEINEN Bus unmöglich machen: ‘Scheiße - auch!’), - der übliche Schwarm geschäftiger ‘Snack-‘n’-Drink-Vendors’ (übrigens warnt am Ticket-Schalter der Busfirma ein groß-formatiger Anschlag ZU vertrauens-selige Fahrgäste vor ‘Food, Drink or Smoke’-Angeboten durch kontaktsuchende Fremde: von wegen ‘getting drugged & ripped-off’), - sowie offensichtlich gelangweilte Reisewillige (die, jeder auf seine Weise, die Wartezeit bis zur Abfahrt des Busses ‘totzuschlagen’ sich alle erdenkliche Mühe geben ...). Apropos ‘Totschlagen’: Ein drahtiger ‘Mitt-Fünziger (im karierten Nyltest-Hemd), legt sich mit dem die Fahrscheine kontrollierenden Türsteher an. Seine Birne wird dunkelrot & schwillt dramatisch an, die Augen treten weit aus ihren Höhlen heraus & ... wenn man genau hinsieht (ich habe einen Logenplatz!), dann bemerkt man ein schaumig-weißes ‘Glibber’-Gerinnsel vor seinem Mund! Und fünf Minuten später? ... ... scherzen die beiden miteinander - SO, als ob nie etwas zwischen ihnen gestanden hätte (& legen sich wechselseitig & freundschaftlich die Arme auf die Schultern)! Hm - ICH werde Afrika (& seine ‘Strange People’) wohl NIE verstehen! Um Halb Acht Uhr ... besteigt ein UNGLAUBLICH DICKER, vollbärtiger Busfahrer seinen augenblicklich UNGLAUBLICH HEISS werdenden Arbeits-Stuhl: Er dreht den Zündschlüssel, donnert (gleichzeitig!) los, pflügt durch die engen Gassen der unübersichtlichen Metropole (mir drängt sich der Verdacht auf, daß er die Strecke KENNT) & ... ... jagt ALLE ihm ‘in die Quere’ kommenden Verkehrsteilnehmer (& befindet man sich auch noch so weit VOR IHM, so kommt man ihm eher früher als später doch unweigerlich in die Quere!) auf die Standspur - links (!) neben der Straße. Ohne auch nur EIN EINZIGES MAL den ‘blei-schweren Fuß’ vom Gaspedal zu nehmen, treibt er unbarmherzig unseren bärenstarken (& erstaunlich komfortablen) Bus voran: bis wir nach 150 schlagloch-losen Asphalt-Kilometern Nakuru erreichen. Vollbremsung mit quietschenden Reifen - er springt aus seinem ‘Rodeo’-Sattel - & legt eine halbstündige Rast (an gleichnamiger -Stätte) ein. Hm - vornehmlich ‘der glühende Bus’ hat die Verschnaufpause bitter nötig! Währenddessen trinkt ‘der einzige Touri-Passagier an Bord’ ... ... einen Becher Kaffee & giert (vermittels hektischer Saug-Aktivitäten) die Wirkstoffe dreier Zigaretten in sich hinein - das unberechenbare ‘Fahrer-Tier’ jedoch KEINEN MOMENT aus den Augen lassend! Mit Recht (!) ... ... denn SCHON (& ohne Vorankündigung) geht’s mit unvermindert-hohem Tempo weiter! Allerdings weist die Straße nun passagenweise einen erbärmlichen Zustand auf & unser Bus schlingert durch heftigstes Fahrwasser! Und trotzdem ... ... UNVORSTELLBARES (jedenfalls für einen ‘Insomniac’ wie mich) offenbart mir mein ängstlicher ‘Rund-um-Blick’ durchs Businnere: Alle Mitreisenden liegen völlig entspannt in ihren ‘Achterbahn-Schleudersitzen’ ... ... & produzieren wohligste Schlafgeräusche! Da unsere Route kaum Ortschaften berührt (& sich daher auch kaum ein Licht außerhalb des Busses wahrnehmen läßt), dämmere ich (fatalistisch: aber leidend!) vor mich hin ... & sehne den nächsten Stop herbei. Dreieinhalb Stunden braust unser Geisterzug Non-Stop durch einen pechschwarzen Tunnel - dann blitzt plötzlich ein Ortseingangsschild mit der Aufschrift ‘Kisumu’ (!?) vor meinen müden Augen auf: ‘SURPRISE!’ ... ... denn eigentlich hatte ich eine nördlichere Fahrt-Route erwartet. Die größte Stadt West-Kenyas schmiegt sich an das flache, östliche Ufer des zur Zeit heftigst wasserhyazinthen-geplagten (-gewürgten!) Victoria-Sees & ist für zwei Sachverhalte berühmt-berüchtigt: - zum einen eine ganzjährig gleichbleibend-drückende, brutale ‘Killer-Bullen-Affen-Hitze’, - sowie (darüberhinaus ... weil, DAS ALLEINE ja noch nicht ausreicht) die wissenschaftlich belegte, HÖCHSTE Moskito-Konzentration Gesamt-Kenyas (‘etwa Zehn!’ ... äh ... pro Kubik-Nanometer, lautet meine erste, vorsichtige Schätzung). Aber DAS ALLES interessiert im Moment niemanden: ‘LATE ... Late-Diner-Stop!’ Nachdem ich mich (langsam!) vom Geschwindigkeits-Rausch entwöhnt & wieder mein Bewußtsein erlangt habe, schließe ich mich den zielstrebig einem einfachen Lokal zustrebenden, anderen Fahrgästen an. Bedenkt man, daß es mittlerweile Halb Zwei Uhr am frühen Morgen ist (!) ... so darf man die verfügbare Speisen-Palette (in dem ‘McDonalds’-Atmo verströmenden Schnell-Restaurant) durchaus ‘umfangreich’ nennen! Mein vorlaut knurrender, leerer Magen läßt meinem an akuter Sauerstoff-UNTER-Versorgung leidenden Hirn keine Sekunde Zeit, sich (auch) zu Wort zu melden & bestellt (also ... der Magen!): ‘Rinder-Reste’ (vermutlich aus ‘Rudis gleichnamiger Rampe’) - eine Riesenportion ‘Kartoffeln in Curry-Soße’ - dazu eine Cola - sowie (hinterher & obendrauf) ein großes Stück ‘Obst-in-Honig’-Kuchen. Als ich SPÄTER ... VOR dem Restaurant, eine dringendst benötigte Verdauungs-Zigarette paffe, SEHE ich SIE (plötzlich): ‘Unter der Laterne - ich als großer Thor!’ (äh: stehend) ... ... SPRINGT mich geradezu ein undurchsichtig-kompakter Brei (aus zig Myriaden von Insekten) an, der sich (halb flatternd, halb torkelnd) im intensiven Lichtkegel tummelt! Die beiden zahlenmäßig eindeutig dominierenden Gattungen sind: - die schon in Nairobi in Kohortenstärke angetroffenen, hier in Kisumu allerdings noch sehr lebhaft wirkenden & daher kaum knirschenden (also ... ‘unter meinen Schuhen’) ‘grünen Grashüpfer’, - sowie jene putzigen, kleinen, so schön in den Gehörgängen sirrenden ‘Spezial-Mücken-Kerlchen mit dem Überraschungs-Inhalt’, die trivialerweise als Moskitos bekannt sind. Übrigens warnt mein ‘Handbook’ im Kapitel ‘Accomodation in Kisumu’: ‘A Mosquito-Net is ESSENTIAL!’ Und ich glaube es SOFORT ... ... denn augenblicklich verspüre ich an den unaussprechlichsten Partien meines Körpers einen beständigen Juckreiz! Um Drei Uhr morgens nimmt schließlich unser neuer (der ‘Auswechsel’-) Busfahrer die letzten 100 Pisten-Kilometer bis Busia (an der kenyanisch-ugandischen Grenze) ‘in Angriff’: ... über eine nicht mehr steigerungsfähige Rüttelstrecke ... sowie ein paar (ungeplante!?) Stops ‘In the Middle of Nowhere’ einlegend. Tja - ein ums andere Mal befürchte ich, daß sich unser Fahrer JETZT (aber wirklich) definitiv & hoffnungslos & irreversibel VERIRRT hat! Genau so oft aber, setzt er (nachdem er den Bus um- & die nähere Umgebung abgeschritten hat) seinen energischsten Gesichtsausdruck auf, klettert zurück auf seinen Fahrersitz & ... jagt unseren Bus weiter (VORWÄRTS!) durch die stock-finstere Nacht! Nach einer aller-letzten, scharfen Straßenbiegung steuern wir gegen Halb Sechs Uhr (noch vor dem Einsetzen der Morgendämmerung) EXAKT auf ein schweres, verschlossenes Eisentor zu. Unter einem kaum licht-spendenden, matten Sternenhimmel zeichnen sich schemenhaft einige flache Baracken ab. Der Fahrer stoppt den Bus, würgt dessen Motor ab & läßt sich (müde? ausgelaugt? - in jedem Fall kommentarlos!) auf sein Lenkrad sinken: Hm - kein Zweifel! Offensichtlich haben wir den Grenzübergang nach Uganda erreicht! Aber: NICHTS PASSIERT! Die übrigen Fahrgäste schnarchen vor sich hin, ich rauche (am geöffneten Busfenster kauernd) ein paar Zigaretten, atme zwischendurch die kühle Morgenluft ein & genieße (hundemüde & doch hellwach!) die kriechend sich ausbreitende Morgendämmerung ... ... sowie die (das doch recht monotone Insektenkonzert ablösende) Stimmenvielfalt der, zu neuem Leben: EINEM NEUEN TAG ... ... erwachenden ‘ost-afrikanischen Vogelschar’ ...
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... PÜNKTLICH um Sechs Uhr ... gehen in den nahen Baracken die ersten, schwachen Lichter an! Vor der Eisenpforte nehmen einige dunkle, in Drillich gepackte Gestalten müde Aufstellung. Deren Gang wird durch die mitgeführten, unhandlichen ‘Karabiner ältesten Baujahrs’ offensichtlich stark behindert (& ist mit ‘schleppend’ doppeldeutig-korrekt beschrieben). Auch im Bus erwachen die ersten, von mir bereits (fast) als ‘UNERWECKBAR abgehakten Leichen’ (meine Mitreisenden!) ... ... äh ... zu einer zunächst allerdings kaum wahrnehmbaren, sehr einfachen (Einzeller-?) Form von Leben. DANN aber geht plötzlich ALLES SEHR schnell: Im kenyanischen ‘Exmigration-Container’ erteilt mir ein eifriger Beamter nach ‘nur mäßig peinlichem’ Verhör (‘Tourist-Card Where Have ...? No Have ...! Hm, Anyway!’ & ... PLOP!) die Ausreise-Erlaubnis. Es folgt ein kurzer Fußmarsch durch ödes Niemandsland. In der ugandischen Grenzkontroll-Hütte fülle ich das Einreise-Antragsformular aus & ... ... schon im nächsten Moment schmückt ein (zwar gänzlich unleserlicher, aber nichts-desto-trotz offizieller) ugandischer Einreise-Stempel meinen zunehmend polyglott daher kommenden Reisepass. Tja - & DAS ... war’s auch schon! Die (gutgemeinten?) Angebote einiger früher ‘Black-Money-Changer’ schlage ich freundlich lächelnd aus ... äh ... da mir anläßlich einer spontan durchgeführten Stichproben-Erhebung keiner meiner afrikanischen Mitreisenden eine ‘auch für den durchschnittlichen Mitteleuropäer verständliche, UNGEFÄHRE Vorstellung vom aktuellen Kenya-Uganda-Geld-Wechelkurs geben kann ... !?’ Zwischenzeitlich hat unser Bus ebenfalls das ugandische Ufer erreicht, wo er während der folgenden Stunde von ‘uniformierten Spür-Nasen’ mehrfach in seine Einzelteile zerlegt wird. Aber schließlich (& letztlich ENDLICH) steht unserer Weiterreise kein zolltechnisches Hindernis mehr im Wege ... ... & wir begeben uns an die Bewältigung der letzten 200 Straßenkilometer, die uns noch von der ugandischen Hauptstadt Kampala trennen. Meinem ersten Eindruck zufolge scheint es sich bei Ugandas äußerstem Osten um eine extrem fruchtbare Region zu handeln: ‘SATURATED GREEN ... ... ALL AROUND!’ Vereinzelte, einfache Rundhütten aus Holz (deren spitz zulaufende Strohdächer der Erbauer meist mit einem Autoreifen oder einer Autofelge ‘gekrönt’, beschwert & derart fixiert hat) ersetzen die, in dieser dünn besiedelten, ländlichen Gegend gänzlich fehlenden Dorfgemeinschaften. Auf den Feldern wird bereits zu dieser frühen Tageszeit (!) der kräftig-rotbraune Boden eifrigst ‘beackert’. Allerdings besitzt das auf den ersten Blick ländliche Idyll auch (zumindest!) eine unübersehbar ‘häßliche Seite’, denn auffällig viele, noch SEHR junge Kinder, müssen (mit Handsicheln, Hacken oder bloßen Holzstecken) augenscheinliche Schwerst-Arbeit verrichten! Je weiter unser Bus Richtung Westen rollt, umso stärker tritt der kleinbäuerliche Eigenbedarfs-Anbau von Getreide & Gemüse ‘zugunsten’ riesiger Monokultur-Plantagen in den Hintergrund. Das in dieser Region produzierte landwirtschaftliche Massen-Erzeugnis ist jedoch nicht Kaffee (DAS ugandische Import-Standbein): ‘NO! ... ... This (definitely) is Sugar- & Tea-Country!’ An JEDER Straßenbiegung & -kreuzung weisen Hinweisschilder die Anfahrt zur nächsten ‘Sugar-Mill’ oder ‘Tea-Factory’ ... & auch die durchfahrenen, jetzt wieder zahlreicher sich zeigenden Ortschaften scheinen sich fest in der Hand der lokalen Haupt-Arbeitgeber zu befinden: Straßen & Parks, Hotels & Geschäfte sowie Schulen & Sportvereine geben durch ihre Namenswahl einen beredten (& stolzen!) Hinweis auf die finanz-kräftigsten, orts-ansässigen Steuer-Zahler. Übrigens: nach der unter Idi Amin konsequent vollzogenen Enteignung aller ausländischen (meist asiatischen) Geschäftsleute, befindet sich der überwiegende Anteil des Produktions- & Handels-Sektors auch heute noch in staatlichem Besitz! Immer noch ... ... obwohl unter Präsident Museveni in den letzten Jahren intensive Privatisierungs-Anstrengungen unternommen sowie zahlreiche staatliche ‘Werbe-Kampagnen zur Ansiedlung ausländischen Kapitals’ durchgeführt wurden. Naja - das Vertrauen in die ‘NEUE politische Stabilität Ugandas’ scheint im Ausland noch nicht SEHR ausgeprägt zu sein (was nach mehr als zwanzig Bürgerkriegsjahren allerdings auch nicht überraschen darf!). Auf halber Strecke zwischen Grenze & Kampala ZEIGEN sich mir erstmalig die Ausläufer des Victoria-Sees (nachdem ich IHN in der vergangenen Nacht, in Kisumu durch die Mücken- & Grashüpfer-Schwärme hindurch nicht einmal erahnen konnte): In der Nähe von Jinja, einer kleinen Stadt am Auslauf des sogenannten ‘Victoria-Nile’ aus dem Lake Victoria (der von hier aus Richtung Norden & Ägypten fließt: unterwegs jedoch noch einige groß-schleifige & weit-schweifige, weil topografisch bedingte Umwege beschreibt), führt die Hauptstraße über den etwa 200 Meter breiten, schwach-geschwungenen ‘Owen Falls Dam’ ... ... den sichtbaren (& spektakulärsten!) Teil des noch unter britischer Kolonial-Herrschaft im Jahre 1954 erbauten Wasserkraftwerks! ‘Linker Hand’ (also: in südlicher Richtung) steht das Wasser des Sees bewegungslos in der grellen Morgensonne. Bis weit in den See hinein bedeckt ein gelb-rötlich blühender Seerosen-Teppich die Wasseroberfläche ... & das Ufer wird durch ein sattgrünes, undurchdringlich-chaotisches Dickicht camoufliert: Was jedoch so idyllisch & friedvoll aussieht ... ... ist in Wahrheit nichts anderes als das grausig-sichtbare Szenario der so bedrohlich wuchernden Wasser-Hyazinthen: die den Lake Victoria seit einigen Monaten in einen immer festeren Würgegriff nehmen, den See-Fischern ihre Lebensgrundlage rauben & ... gegen die (wenigstens - Stand: Heute!) ‘kein noch so radikales Herbizid gewachsen ist’. ‘Zu meiner Rechten’ ergießt sich mit ohrenbetäubendem Getöse (& ... ‘zig-Meter-hohe’ Wasser-Fontänen produzierend) das Wasser des Victoria-Sees in den ‘noch JUNGEN Nil’ ... der über zahllose, weißlich-schäumende Katarakte & gischt-gekrönte Strom-Schnellen in nördlicher Richtung verschwindet. Eine beeindruckende VORSTELLUNG ... ... auch für das ‘geistige Auge’ (bedenkt man, was dieser LÄNGSTE STROM DER ERDE ‘noch so alles vor sich hat ... !?’). Zwei Straßensperren (inklusive der zugehörigen, genauen Inspektionen unseres Busses durch Uniformierte) müssen wir noch ‘überwinden’ - dann zeigen sich die ersten, bevölkerten Randgebiete der ugandischen Kapitale, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts auf (oder genauer: ‘zwischen’) den sie umstehenden ‘Sieben Hügeln’ errichtet wurde! Und auf jedem einzelnen dieser Hügel thront eine protzige ‘Huldigungs-Stätte’ der in der Vergangenheit diese Region Afrikas besonders intensiv (& lange Zeit besonders ERFOLGLOS) ‘missionierenden’ Welt-Religionen: ... Anglikaner, Katholiken, Moslems & Hindus (um nur ‘die augenscheinlich Penetrantesten’ zu nennen). Der Verkehr auf (& mithin die Bebauung entlang: Huhn oder Ei ...?) der Straße wird dichter. Die weitläufige Stadt wirkt chaotisch & extrem unübersichtlich. Letztlich bin ich froh, als mir die ersten Stahl-, Beton- & Glas-Paläste (noch aus der Entfernung) die Richtung zum Stadtzentrum weisen ... ... & somit wenigstens eine UNGEFÄHRE Orientierung ermöglichen. Etwa zwei Kilometer östlich von Kampala-City geht unser Bus in seinem heimatlichen ‘Akamba’-Terminal VOR ANKER. Ich schultere meinen SEESACK, ‘ver-drieße’ die auf MATROSEN (‘mit fetter Heuer & Landurlaub ...?’) hoffenden Taxifahrer, lasse mich von einem netten Ugander (einem jungen Mit-Passagier, der das Wochenende bei seinen Eltern in der Hauptstadt verbringen will) zur Jinja Road LOTSEN & ... folge dieser (vorbei an der kolonialen & fotogenen Kampala Railway Station) in westlicher Richtung zum die GROSSE FREIHEIT verheißenden Stadtzentrum ... AHOI ...! Mein ‘Handbook’ legt mir nahe, mich zunächst (heute, am Samstag, um Halb 11 Uhr) um das dringlichste organisatorische Problem zu kümmern - das da lautet: Geldwechseln ... ... solange die Banken noch geöffnet sind (falls überhaupt!?). Nach einigen vergeblichen ‘Ver-Such-En’ ... wird mir in der ‘Orient Bank’ (nahe der kapitalen Haupt-Geschäftsstraße ‘Kampala Road’: wie originell!) das schon nicht mehr für möglich gehaltene Erfolgserlebnis ‘denn doch noch zuteil’: UND ... ... ich tausche 60 amerikanische Cash-Dollar in 69.300 ‘Uganda-Shilling’ (den Wechselkurs darf geneigte/r Leser/in nun selbst ...). DIE sollten mich übers Wochenende bringen! (sag’ ich jetzt mal so!). Die ‘Schwere Bürde des Ungewissen’ (nämlich ‘fremd & mittellos in einer unbekannten Stadt’!), fällt augenblicklich von mir ab: Gut gelaunt & ‘in der Birne (nach DIESER Nacht!) ERSTAUNLICH frisch’ ... ... bekämpfe ich meine PHYSISCHE Müdigkeit mit einem ‘Chicken-&-Chips-&-MUCH-Black-Coffee-Brunch’ in einem, mit samstäglichen Müßiggängern schon recht gut gefüllten & sonnen-überfluteten Terrassen-Restaurant (mit dem IRGENDWIE ... äh ... programmatischen Namen ‘Slow Boat’). ICH LASSE MIR ZEIT ... Obwohl - eigentlich bleibt mir auch gar nichts anderes übrig ... ... denn der Name des Restaurants enthält einen kaum versteckten Hinweis auf das ‘mir sogleich Schwindelgefühle verursachende’ Servier-Tempo des (nichtsdestotrotz, oder: gerade deshalb? ... sehr netten!) einheimischen Personals. DANN (also: SEHR viel später ... erst) begebe ich mich beruhigt (von wegen ‘und die Taschen vollerrr Geld!’) sowie gestärkt (von wegen ‘ich bin so satt, als hätte ich bei einem Bankett Idi Amins einen ausländischen Diplomaten verspeist!’) ... ... AUF ZIMMERSUCHE! Leichter gesagt als getan: Die vermittels meines Reiseführers ausgeschauten (& allesamt an der Kampala Road residierenden) einfachen Unterkünfte ... ... existieren entweder NICHT (mehr!), ... oder wurden zwischenzeitlich in Luxus-Herbergen (westlichen Standards & mit ebensolchen Preisen!) verwandelt. Mir bleibt keine Wahl: Ich lasse mich willen (weil eh: chancen) -los vom beständig zunehmenden Sog des bunten, hektischen & LAUTEN ‘afrikanischen Menschen-Auflaufs’ erfassen ... & hügelabwärts ins (ebensolche) Markt-Viertel (um das ‘Nakivubo’-Stadion) treiben, wo ich (der Tag ist noch jung & ich fühle mich topfit!) eine gute Handvoll einfachster Unterkünfte checke. Aber selbst die spartanischste Abstellkammer in der miesesten Absteige ist nicht unter 10 US-Dollar zu haben: Hm - SEHR einfallsreich! ... ... das drei Quadratmeter große Bett halb & schräg in den (an eindeutig bessere Tage erinnernden) offenen Kamin des nur zweieinhalb Quadratmeter großen Zimmers zu schieben ... !? Zunehmend genervt ‘reagiere ich schluß-endlich kurz’ & ... ... spendiere mir einen recht komfortablen Raum in einem Mittelklasse-Hotel: Die junge Frau an der Rezeption verrät (nach Nennung ihres ‘Erst-Gebotes’: satte 45 Dollar!) durch die unvorsichtigerweise sehr FRÜH nachgeschobene Zusatzfrage, ‘How much CAN you Pay?’ ... ... daß sie SEHR an mir interessiert ist (also: als Gast). Offensichtlich steht das halbe Hotel leer & ihr, ‘die unendlichen Weiten des ugandischen Hochlandes vermessender Blick’ verrät mir, daß sie die während ihres Hotel-Fachstudiums erlernten ‘Grundlagen der Grenzkostenkalkulation’ (spontan!) mit der momentanen Lage auf dem ‘Kampala-Hotel-&-Touristik-Markt’ in Einklang zu bringen gewillt ist! Um es kurz zu machen: Nach einer ‘entspannten Spaß-Verhandlungs-Runde’ einigen wir uns letztlich auf 25 Dollar (Nein! Die ich zu zahlen habe ... denn doch!). Wobei letztlich ausschlaggebend für meine Zusage, ihr Angebot ist, meine Kreditkarte SELBSTVERSTÄNDLICH zu akzeptieren ... ... & so kann ich mich, TROTZ des für afrikanische (?) Verhältnisse horrenden Zimmerpreises, mit der Ausrede (bei mir) entschuldigen, ‘daß ich derart meine immer knapper werdenden Cash- & Scheck-Reserven schone (ich Cleverle, ich!)’. Und AUSPACKEN ... ! In der Hotel-Cafeteria gebe ich mir ein (gänzlich un-kantiges) ‘Nile-Premium Beer’ (äh ... aus) & nutze anschließend GERNE den ‘Luxus der eigenen Dusche in meinem Zimmer’ ... ... verzichte aber auf den Einsatz der Mischbatterie (schließlich liegt Kampala auf NUR 1.200 Metern ‘Altitude’ & ... das Quecksilber - spürbar! - um einige Celsius-Grade über den Nairobi-Werten). Der Funktions-Test meines Hotelzimmer-TV’s (‘Shame on Me!’) erzielt eher klägliche Ergebnisse: außer ‘CNN’ sowie einem ugandischen Regionalsender (der eine ‘Wrestling’-Veranstaltung ausstrahlt) ist NIX INNE GLOTZE! AUCH GUT! ... ... so kann ich mich beruhigt daranmachen, mein während der langen, letzten Nacht angehäuftes Schlafdefizit zu dezimieren (sprich: ich gönne mir zwei Stunden ‘Nach-Liegen’). Als ich schließlich die Augen wieder öffne ... ... dringt ein ‘engels-gleicher’ (mehrstimmiger & SEHR melodiöser!) afrikanisch-traditioneller Chorgesang an mein Ohr: Im gutgefüllten, nahen Nakivubo-Stadion findet IRGENDEINE Freiluft-Veranstaltung statt! Und an meinem Hotelzimmerfenster stehend, HÖRE & SCHAUE ich einige Zeit dem bunten Treiben auf Rasen & Rängen zu - bis ... ja - bis mehrere stimm-gewaltige ‘Hallelujahs!’ den unzweifelhaft klerikalen Hintergrund der Versammlung offenlegen, was (zugegeben) mein zunächst ehrliches Interesse an, wie sich nun herausstellt, ‘derart schnöde instrumentalisiertem ugandischen Volksliedgut’ ... äh ... ... wenn auch nicht schlagartig, aber doch (hm, letztlich) zum Erlöschen bringt. Nur unter zeitaufwendigen Mühen gelingt es mir, mein Bewußtsein wieder zu erlangen (bei Tageslicht PENNEN ist ECHT Scheiße!). Nachdem es schließlich doch vollbracht ist, starte ich zu einem kurzen ‘Late-Afternoon-&-Look-Around’-Spaziergang durch das engere Stadtzentrum Kampalas: Erwartungsvoll marschiere ich zum Hauptbahnhof Kampalas, wo mir jedoch die enttäuschende Auskunft erteilt wird, daß zurzeit in Uganda ausschließlich Fracht-Züge verkehren. Ich MEINE zwar verstanden zu haben, daß der Grund hierfür die ‘Low Season’ ist ... halte aber in Anbetracht der chronisch-staatlichen Finanzmisere eine generelle Einstellung des Bahnverkehrs doch für wahrscheinlicher. ‘SHIT! When will I Ever Ride a Train AGAIN? ... ... Oh - me Sad Hobo, ME !?’ Im ‘Fido-Dido’ (der vermeintlich besten Eisdiele Kampalas) schlecke ich ein, als Frust-Bekämpfer GÄNZLICH ungeeignetes (& zudem sau-teures!) Wasser-Eis: ‘Vanilla-Flavour!’ ... ... wie ich den stolz-vorgetragenen Worten des Verkäufers (allerdings NUR seinen Worten) entnehmen kann. Der anschließende (eine solche Bezeichnung eigentlich in keinster Weise rechtfertigende) ‘Verdauungs’-Spaziergang, führt mich durch das samstägliche & relativ ruhige, da vornehmlich Geschäftsleuten & Touristen vorbehaltene Downtown-Stadtviertel entlang der Kampala Road. Erste, noch relativ flüchtige Blicke ... - auf das (vornehmlich MASSIGE!) Zentralgebäude der ugandisch-staatlichen Postgesellschaft (mit allerdings originellen Fassadenreliefs), - auf die Zweigstellen diverser, orts-ansässiger Bankunternehmen sowie Touristen-Restaurants & ‘Upper-Class-Hotels’, - auf die (das Stadtzentrum markierende, hügel-anwärts steigende & ‘The Square’ genannte) ‘farblose Grünanlage’ vor dem palast-ähnlichen Gebäude des Obersten Gerichtshofes von Uganda (dieses im britisch-kolonialen Architektur-Stil), - sowie (nur von außen!) in das augenscheinlich nur hochwertige & für den ‘gemeinen Ugandi’ somit unerschwingliche Waren & Vergnügungen feilbietende, super-moderne Einkaufszentrum (mit dem leicht irreführenden Namen ‘Pioneer Mall’). Etwas abseits dieser ‘leicht schlüpfrigen Schicki-Micki-Schleimspur’ ... ... entdecke ich ‘The Curry Pot’: ein einfaches Restaurant, das auf seiner langen Speisekarte vornehmlich ‘ugandische Hausmannskost’ anbietet! Gänzlich unbelastet von ‘etwaigen, störenden Kenntnissen der lokalen Küche’, darf ich meine Auswahl treffen & ich entscheide mich (spontan) für ‘Mushrooms Lucombo with Ground-Nuts and Chapatis’: Eine in Bananenblätter-Korbgeflecht gekochte & servierte, exotisch (& für mich unbestimmbar) gewürzte Paste ... ... die ein eigenwilliges, durchdringendes (auch entfernteste Geschmacks-Knospen im Rachen-Bereich ansprechendes) & ... für meine mitteleuropäische Zunge doch SEHR gewöhnungsbedürftiges Aroma besitzt !? Hm - ein GROSSES, EISKALTES BIER ... verrichtet bei dieser, meiner ersten Annäherung an die traditionelle ugandische Küche ... äh ... GUTE DIENSTE! Bei Einbruch der Dunkelheit schlendere ich durch das anhaltende Markt-Chaos ... ... sprich: ungezählte ‘fliegende Händler’ & ebensoviele Marktstände AUF den Straßen - Myriaden rücksichtslos sich ihren Weg bahnende & ihre letzten Einkäufe tätigende einheimische Fußgänger - hoffnungslos eingekeilte, aber ihre aussichtslose Lage ignorierende & daher ständig hupende Autofahrer (wobei nicht zweifelsfrei auszumachen ist, WER nun eigentlich WEN mehr behindert: aber natürlich ist ‘mein Autohasser-Herz’ parteiisch & UNGERECHT!) ... ... äh, ja - also: durch das anhaltende Markt-Chaos ... ... & zurück in meine ‘Kredit-Karten-Oase’. Hm - WO mein WICHTIGSTER Tages-Programmpunkt (& zwar: ERBÄRMLICH STINKEND!) schon auf mich wartet - nämlich ... ... ‘GROSSE WÄSCHE MACHEN!’ Wer weiß schon, OB & wenn ja, WANN ich im Westen Ugandas das nächste Mal über derart hervorragende ‘Facilities’ verfügen kann / werde !? Während des etappen-weisen Vollzuges dieser ‘Knochenarbeit’ (vor allem das Auswringen klatschnasser Jeans bedarf, wie jeder weiß, der diesen Scheißjob schon einmal unterwegs ... woll?!) lege ich diverse ‘NUR einäugige’ Fernsehpausen ein: - ‘CNN’ widmet sich in einer nicht-enden-wollenden Diskussionsrunde dem Thema ‘US-Präsident Clintons angebliche Sex-Affären: Hat er nun oder nicht & wenn doch ja, was ...?’ - im ugandischen Staats-Kanal wird derweil (& anläßlich des ‘World Health Day’) ein von Präsidenten-Gattin ‘Mrs. Janet Museveni’ unterstütztes, basis-medizinisches Aufklärungs-Programm zum Schutz von ... & der Vorsorge für ... Mutter & Kind ausgestrahlt. Naja - was denn (also: letzteres) immer noch ERHEBLICH INTERESSANTER ist, als das lächerliche, gleichermaßen scheinheilige wie voyeuristische Gewäsch (apropos!) der ‘selbsternannten (S)EX-Perten aus dem Heimatland von Demokratie, Liberalismus & Toleranz’. DANN (später!): Ausgiebiges Reiseführer-Studium sowie erster, noch SEHR grober Strukturierungs-Versuch meines auf zwei bis drei Wochen veranschlagten Uganda-Aufenthalts! Gegen Neun Uhr raffe ich meinen lese-geschwächten Kadaver noch einmal vom (nach den erlittenen Unbilden der letzten Nacht SO verführerischen) Bettlager hoch & begebe mich (auf Bier & Tagebuch) in die stockdunkle Bar des Hotels: Strom-Ausfall im gesamten Stadt-Viertel! Aber der zuvorkommende Kellner eilt seinem einzigen, licht-bedürftigen Gast mit einer Kerze (umgehend!) zu Hilfe - NOCH nicht ahnen könnend, welch erheblichen (erheblich positiven!) Einfluß diese, seine schlichte Aufmerksamkeit auf mein ihm zugedachtes Trinkgeld haben wird. Übrigens: die sonstigen Bar-Besucher lümmeln sich (in riesigen Leder-Fauteuilles tief versinkend) vor dem riesigen Fernseher, der allem Anschein nach an eine hotel-eigene Satelliten-Schüssel ... (äh - WIESO ist eigentlich MEIN Zimmer-Fernseher NICHT an die Sat-Schüssel angeschlossen - Fragezeichen???) ... & schauen sich IRGENDEINE Live-Übertragung IRGENDEINES Fußballspiels aus IRGENDEINER der zahlreichen englischen ‘Soccer-Leagues’ an! Um Elf Uhr schwanke ich (äh ... bedenklich schwankend, nach insgesamt anderthalb Litern ugandischem Bier: ‘Naja - über Nachmittag & Abend verteilt, Du Schlapp-Schwanz!’) zurück in mein Zimmer ... ... & schließe ‘nur ein winziges Momentelein später (bereits) meine (mittlerweile ebenfalls winzigen) Äugelein ... ... äh - ja: FEST ZU !!!’
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