1-063-Elefantenbulle+Kind-Amboseli02
Buch   Africa 11     II

DIE NASSEN FÜSSE DES KILIMANJARO & ...
WER
JAGT HIER EIGENTLICH WEN ?
ODER: AUF SAFARI IN KENYA - TEIL III:
A
MBOSELI NATIONAL PARC !

... von Nairobi zum Amboseli Nationalpark ... ebenda
Safari ... & zurück nach Nairobi (Kenya)

Karte-Story-AF-11

Sonntag, 12. April bis Dienstag, 14. April 1998

Da die Expedition zum Amboseli National Park erst gegen Mittag startet ...
... bleibt mir (am heutigen Vormittag) noch ausreichend Zeit, ‘mein Leben (a weng) zu ordnen!’
Daher: SEHR früh AUF & ausgiebigst Duschen ...
... ANTIZIPATIV - denn vermutlich wird während der kommenden drei Tage (in trocken-dürrer Savanne) kein einziger Wassertropfen ‘meinen Astralkörper benetzen’ (also - ich meine natürlich ‘Hals-Krause Abwärts’).
Noch vor dem Frühstück schlendere ich zur ‘Moi-Avenue’-Post, wo ich den Brief an Kathrin (die Göörsche!) aufgebe. Dann begebe ich mich (darob gut gelaunt!) ins Hotel-Restaurant, gönne mir ein WIRKLICHES ‘Heavy Breakfast’ (auch eine Vorahnung?) & verfasse einen kurzen Tagebuch-Eintrag.
Gegen Zehn Uhr schon bin ich zurück in meinem Hotelzimmer & packe meine beiden Rucksäcke: den kleinen präpariere ich für die Safari - den großen fülle ich mit dem Rest meiner Klamotten & deponiere ihn bei Moses (im Hotel).
Schließlich (‘Still ... A Whole Lot of Time!’) beginne ich einen letzten, langen Brief ‘an meine Liebsten Daheim’. Obwohl: dieser Ausdruck stimmt nicht ganz & wäre eine Zurücksetzung für einige andere ‘mir sehr Nahestehende’.
Nein - meine mich selbst überraschende Redseligkeit, konzentriert sich vielmehr auf DIE drei Menschen (Bettino, Kathrin & Mechtild), die während der letzten Monate vor meiner Abreise nach Afrika MEHRERE VOLLE BREITSEITEN meines ‘Svenja-Amour-Fou-Gefühls-Mülls’ ertragen mußten & ...
... denen ich NUN mitzuteilen das GROSSE Bedürfnis habe, daß es mir VERDAMMT GUT geht!
Obwohl: CATHRIN - DU FEHLST MIR! Und ...
... wenn ich nicht wüßte, daß Du in Kürze Dein Auslands-Praktikum antrittst (& daher eh ‘außer Landes’ bist) ...
Hm - ich weiß nicht, ob ich wirklich bis Mitte Juni meinen Trip (hier - allein - in Afrika) genießen könnte ... & würde!
Kurz vor Zwölf Uhr klingelt das Telefon: Die Firma ‘Savuka’ erwartet mich an der Hotel-Rezeption! Ich unterbreche den Brief an Bettino, raffe meinen ‘Safari-Klump’ zusammen, verabschiede mich von meinem Herberger (’Til Tuesday Evening, Moses - provided that the ‘Amboseli-Lion’ Sleeps ... & Won’t Catch Me!’) ... & lasse mich durch die sonntäglich-ruhigen Straßen Nairobis zum ‘City-Office’ meines Tour-Veranstalters kutschieren.
Dort informiert mich Maggie, ‘daß ich die Tanzania-Safari mit Savuka knicken kann’:
in Ost-Afrika ist bereits ‘Low Season’ & die tansanische Savuka-Schwesterfirma hat zu wenig Interessenten, als daß sich die Organisation einer ‘Ngorongoro-Serengeti-Safari’ lohnen würde ...
Vermutlich werde ich also nächsten Donnerstag (oder Freitag) ‘auf eigene Faust & Rechnung’ nach Arusha in Tanzania reisen & ...
... alles weitere hängt dann von den Auskünften ab, die mich am Mittwoch bei AEROFLOT erwarten.
Bevor unsere Amboseli-Tour starten kann ...
... heißt’s jedoch erst mal LUNCH-TIME: auf Kosten des Hauses (sprich: ‘Savuka’) versteht sich - denn zwei der (nur) vier Safari-Teilnehmer sind erst heute Mittag vom (vier Bus-Stunden nördlich von Nairobi gelegenen) Samburu National Park zurückgekehrt & ...
... haben verständlicherweise Hunger!
Hm - ICH ... äh (nach DEM morgendlichen Mega-Frühstück!) übrigens ...
... äh ... UN-verständlicherweise (zwar ... aber dennoch) AUCH!
Bei Hamburger & Fritten (im ‘Wimpy umme Ecke’) ergibt sich eine erste Gelegenheit, meine neuen Reisepartner kennenzulernen. Aber meine Neugier auf Neville & Melody (ein englisches Pärchen am Beginn ihrer auf zwei Jahre veranschlagten Weltreise) sowie Eric (einen ziemlich ‘pauschal’ wirkenden Norweger & Computerfachmann, der sich einiges darauf einzubilden scheint, überall schon MEHRMALS gewesen zu sein) hält sich ‘irgendwie’ in Grenzen. ICH ...
... verplaudere meine ‘Tour-Pause (vor der Tour)’ mit Lynn, einer jungen & SEHR netten Kanadierin - deren (allerdings eher flüchtige) Bekanntschaft ich übrigens schon in Masai Mara schließen konnte ...
... & die ihre Safari hier & jetzt (mit dem gemeinsamen Mittagessen) beendet:
Acht Tage Masai Mara, Lake Nakuru & Samburu ‘reichen’ ihr. Morgen reist sie weiter & trifft sich mit Freunden in Kisumu (am Victoria-See).
SCHADE ...
... eigentlich!
Bei ‘Uchumi(s)’, dem kenyanischen Pendant zur deutschen REWE (‘Nein, Mechtild - eben gerade NICHT Edeka: ich spreche vom MARKTFÜHRER!’) versorgen wir uns mit Reiseproviant: Ich gönne mir (neben einem respektablen ‘Fünf-Liter-Mineralwasser-Kanister’) ein ‘sorgsam zusammen-komponiertes Sortiment billigster & SEHR suspekt aussehender, kenyanischer Lungen-Torpedos’ (deren Nikotin- & Kondensat-Werte sich in der ETWA gleichen Schadstoff-Klasse bewegen wie ost-deutsche ‘Karos’ ... oder russische ‘Machorkas’) ...
... was meine Lunge HEFTIG (& eindeutig zustimmend!) in BEIDE FLÜGEL ... äh ... KLATSCHEN MACHT (LÄSST)!
Wir chauffieren Lynn (die Kanadierin vom Ontario-See) zur Jugendherberge am westlichen Stadtrand Nairobis ...
... & DANN (um Zwei Uhr) geht’s ENDLICH los! Unser Fahrer versichert mir auf meine Nachfrage hin (glaubhaft! ‘Hahaha ...!’), daß die Busfahrt zum Camp im Nationalpark ‘etwa vier bis fünf Stunden’ in Anspruch nehmen wird !?
NAJA ...
Zunächst führt die Fahrt über einen komfortablen, vierspurigen ‘Highway’ in exakt südlicher Richtung ... zum ökonomisch wichtigen ‘Black-Market-Town of Namanga’ (unmittelbar an der tansanischen Grenze). Die Autobahn ‘verjüngt’ sich zwar nach etwa fünfzig Kilometern auf NUR NOCH zwei Spuren ...
... was ihrer Qualität (glatt asphaltiert ... & kaum Schlaglöcher) sowie unserem rasenden Fortkommen jedoch keinen spürbaren Abbruch tut.
Die monotone Landschaft scheint an uns vorüber zu FLIEGEN! Daher spare ich mir eine langatmige Beschreibung des durchweg landwirtschaftlich genutzten, ebenen (& extrem abwechslungslosen bis langweiligen!) Terrains ...
... zumal ich mich nur für Phasen als Augenzeuge betätige:
Die eintönige Busfahrt läßt mich DERART ermüden, daß ich mehrfach (wenn auch nur jeweils kurz, aber doch) EINNICKE ...
Anyway ...
Namanga (unser erstes, Halb-Etappen-Tagesziel) präsentiert sich als die erwartet hektische, sehr geschäftig wirkende Kleinstadt (naja - halt ‘die schon so oft erlebte Grenz- & Schmuggler-Stadt im Trikont’) & ... wie mir ‘die all-gegenwärtigen Roten Roben’ anzeigen, ist sie FEST in Massai-Hand.
Neben der exotisch-bunt-afrikanischen Atmosphäre ... äh ... befindet sich die Stadt auch in einer ‘dramatischen Lage’: Sie kauert am Fuße eines schroffen, steilen Berges - die Vororte ergießen sich weit (& schwindelerregend hoch!) in die Berg-Ausläufer ...
... & zusätzliche Dramatik, ja: einen ‘leicht apokalyptischen Touch’ gewinnt das ‘Stadt-Land-(ohne-Fluß-)Panorama’ HEUTE durch tiefschwarze Gewitterwolken, die den (noch vor wenigen Minuten STRAHLEND-BLAUEN!) Himmel mittlerweile komplett verhängen!
Tanken sowie ... äh ... hastig-TIEFE Lungenzüge: ‘einmaliges’ Durchprobieren meines kompletten ‘Teer’-Sortiments. Diese Stärkung (für Bus und mich!) erweist sich auch als BITTER NÖTIG, denn schlagartig ist es mit der einstmaligen ‘Teer- ... äh ... Asphalt-Herrlichkeit’ vorbei!
Wir biegen in eine karmin-rote Sand-&-Staub-Piste ein - es ist Halb Fünf Uhr - & unser Fahrer beantwortet meine (unheil-vorausahnende?) Frage, nach dem Zeitpunkt unserer ‘voraussichtlichen Ankunft’ im Safari-Basislager mit:
‘Just another Two Hours!
If the Road is Dry ... One and a Half!’
Nach einer halben Stunde (& mittlerweile in Sichtweite des Mount Kilimanjaro - der allerdings nur ‘The Very Bottom’ herzeigt: nahezu das gesamte Bergmassiv versteckt sich hinter einem dichten Wolkengewirr), kommt uns ein Jeep entgegen.
Dessen Chauffeur bremst unseren Bus SCHARF aus ... & redet dann lange & heftig (& in ‘Swahili’ ...!?) auf unseren Fahrer ein - der das Gespräch anschließend (‘Very Cool!’) in einem einzigen, kargen Satz zusammenfaßt:
‘The Road SEEMS to be Verrry Baaad!’
Eine Viertelstunde später ...
... stecken wir zum ERSTEN MAL im knietiefen Schlamm fest!
NOCH ist es taghell - eine Menge Landcruiser ‘cruisen’ durch die Savanne - & nach einigen vergeblichen Versuchen, aus eigener Kraft das rettende Ufer des Wasser-Lochs zu erreichen ... werden wir von einem freundlichen Kenyaner (oder besser: von dessen PS-starkem Jeep) aus der EXTREM HAUFEN-FARBIGEN (& eben-SO STINKENDEN) Brühe herausgezogen: ‘THANXX - A Verrry Lot!’
Die ‘Straße’ ist WIRKLICH in einem SEHR schlechten Zustand ...
... & außerdem nun zunehmend (oft) über fast die gesamte Pisten-Breite ‘flooded’!
Nur mit Glück vermeiden wir ein weiteres Mal, im Morast zu versinken & erreichen gegen Halb Sieben Uhr (die Dämmerung setzt gerade ein) das von uniformierten ‘Rangern’ bewachte Eingangstor zum Amboseli National Park.
Kurzer Stop ...
... währenddessen ich zufrieden lächelnd zwei ‘GESCHAFFT!’-Zigaretten genieße.
DENN: ebenso wie meine Safari-KollegInnen, glaube auch ICH unserem Fahrer - der vollmundig & sichtlich erleichtert behauptet, ‘daß nun das schwierigste Pisten-Stück hinter uns liegt: HALLELUJAH !?’
Also: DAS jedenfalls ...
... BEHAUPTET ER!
Nun ja: Die Realität belehrt UNS schnell eines Anderen & ... outet IHN als Schwätzer! Der bislang NUR nieselnde Regen wird HEFTIGER & der ebenmäßige, spiegelglatte Nationalpark weist (unmittelbar angrenzend an die nur minimal erhöhte Piste) immer WEITLÄUFIGERE, im dramatisch abnehmenden Tageslicht schier endlos erscheinende Wasserflächen auf.
Es ist bereits seit einer guten halben Stunde stockfinster - als schließlich ...
... DAS UNVERMEIDLICHE passiert:
Mitten in einem kleinen See (da wo früher einmal die Straße gewesen sein MUSS !?), würgt plötzlich der Busmotor ab ... & die zahlreich unternommenen (zunächst lautstark ‘orgelnden’, später in lautlose Hilflosigkeit mündenden) Wiederbelebungs-Versuche, haben nur EIN Resultat zur Folge:
Die BAT-TE-RIE ist AAAAL-LEEEE !!!
SHIT!
Unser Fahrer entwickelt (im Duo mit unserem für die ‘Three-Heavy-Meals-A-Day’ zuständigen ‘Savuka’-Koch) zwar eine ausdauernde Betriebsamkeit - beide können aber mit ihren (sich letztlich als hektischer Aktionismus erweisenden) Aktivitäten auch nicht verbergen, was sie kurz darauf (gleichermaßen polyglott wie, vornehmlich: kleinlaut) eingestehen (müssen): ‘Riens Ne Va Plus!’
Zunächst ist die Stimmung in unsrer ‘Crew’ NOCH gut!
Am laufenden Band werden Witze über unsere desolate Situation gerissen (allerdings zunehmend ‘galgen-humorigen’ Inhalts). Nach einer Stunde macht sich schließlich aber doch mit den Händen greifbare Resignation breit ...
... & wir uns zögerlich mit dem Gedanken vertraut, HEUTE im Bus nächtigen zu müssen. ‘Zögerlich’ ... mit Ausnahme von Melody:
Äh ... die diesen Gedanken LAUTSTARK & SOFORT in die Tat umsetzt!
Unser Fahrer versendet währenddessen mittels Taschenlampe ‘Emergency Signals’ in die stock-dunkle ‘Everglade’-Nacht - die jedoch unbeantwortet bleiben, da sich in unsrer Sichtweite keinerlei Lebewesen aufhalten. Naja ...
... wenigstens keine, die in der Lage (& gewillt!) wären, uns zu HELFEN !?
Er versorgt uns ohne Unterlaß mit brand-heißen & -aktuellen Infos über ... ‘Clearly Visible Moving Lights Goin’ Straightly in OUR Direction!’ Naja - zwar haben wir die energie-verschwenderische Außenbeleuchtung einer der Luxus-Safari-Lodges (in etwa einem Kilometer Entfernung) permanent vor Augen ...
... aber (auch) dort scheint niemand zu bemerken, daß wir ‘in Seenot’ geraten sind.
Schließlich ... als wir unsere Depro-Stimmung nicht mehr verbergen können (& wollen) ... beschränkt ER (unser Fahrer) sich auf die gebetsmühlen-hafte Wiederholung seines ohren-scheinlichen Lieblingsspruches:
‘Never give Up HOPE!’
Um es kurz zu machen (& ...
... ich muß zugeben, daß ich WIRKLICH nicht mehr an Rettung glauben konnte):
Nach ZWEIEINHALB nervigen Warte-Stunden fährt schließlich doch noch ein Bus zu uns auf! (übrigens: ein Fahrzeug der Konkurrenz-Agentur ‘Come-to-Africa-Safaris’!). Während wir den Atem anhalten ...
... schafft er im ERSTEN VERSUCH (naja - mehr Versuche hätte er auch nicht gehabt!) die Durchquerung ‘unseres zur Heimat gewordenen Sees’ & ...
... zieht uns anschließend UNWIDERSTEHLICH (Nano-Seemeile um Nano-Seemeile) ‘ins Trocken-Dock’ !!!
Mittlerweile ist es Halb Zehn Uhr & wir lassen ‘diverse Dinge gen unsichtbarem Himmel fahren’ (unter anderem AUCH einige ‘Hallelujahs!’) - obwohl:
‘THE TORTURE NEVER STOPS!’ (Gruss an Frank Z.!) ...
... oder zumindest: ... ist lange noch nicht vorüber!
Immerhin: Nun fahren wir wenigstens (im doppelten Wortsinn) ‘in Company’ ...
... was auch dringend vonnöten ist, denn ein ums andere Mal bleiben die beiden Busse (Gott-sei-Dank IMMER abwechselnd) in den Schlammmassen stecken & sind nur mit vereinten Kräften zu befreien.
Apropos ‘vereinte Kräfte’ ...
In unserem (vormals Konkurrenz-, nun eindeutig) ‘Partner’-Bus befinden sich neben einem skandinavischen Ehepaar mit ihren drei Kindern im schulpflichtigen Alter VIER (!) ‘Agency’-Angestellte kenyanischer Herkunft ...
... & so finden die Schlamm-Befreiungs-Schlachten (‘PUUUSH!’) OHNE physische Beteiligung der Touris statt!
Was MIR (in Anbetracht des Scheißwetters:  pausenloser Regen-Guß von oben sowie Schlamm-Nässe von unten) zwar NICHT DIREKT UNANGENEHM ist (zugegeben!) ...
... andererseits aber sucht mich mehrmals die Vorstellung heim:
‘Nothing Never Really Changes!’ Hm - genau wie vor 200 Jahren ...
... die afrikanischen Arbeiter (Sklaven?) schuften, während die (Kolonial-) Europäer tatenlos zuschauen & sinnlos herumdiskutieren!
FINALLY (kurz vor Mitternacht) ...
... ist es vollbracht & wir erreichen ‘denn doch noch (endlich!)’ den öffentlichen Zeltplatz des Amboseli National Parks: Da die rigide Parkverwaltung den Safari-Veranstaltern nicht erlaubt, feste Camps zu errichten, müssen wir unsere (dieses Mal SEHR einfachen, kleinen) Tunnelzelte noch aufbauen.
Vorher aber ...
... heißt uns ein vielstimmiges ‘Chall-Louuuhh’ willkommen: Schon seit STUNDEN werden wir von einer zweiten ‘Savuka’-Safari-Truppe erwartet - die heute Morgen um Halb Zehn Uhr von Nairobi aus Richtung Mount Kili aufgebrochen ist & (IMMERHIN!) bereits gegen Halb Sieben Uhr am Abend (& damit knapp VOR ‘dem großen Regen’) im Camp eingetroffen ist.
Acht HolländerInnen aus Rotterdam (von denen sich allerdings schon drei ‘im Reich der Träume’ befinden), genießen die Gesellschaft zweier Kästen ‘Tusker-Beer’ ...
... obwohl: nur mehr einer (der Kästen) ist noch knapp zur Hälfte mit vollen Bierflaschen gefüllt (in einer Flasche des zweiten, bereits in Leergut verwandelten Kastens, steckt übrigens eine niederländische Flagge).
UND - da ja ‘der Holländer an (& für) sich’ als liberal, gesellig und spendierfreudig bekannt ist (‘Gell - Hilde!?’) ...
... werden wir ohne Umschweife (allerdings aus SEHR glasigen Augen) aufgefordert, ‘Platz zu nehmen & MITZUTRINKEN!’
DAS ... lasse ich mir NICHT zweimal sagen!
Augenblicklich ist jegliches Anzeichen von Müdigkeit wie weggeblasen. Auch unser Koch (offensichtlich genauso erleichtert wie wir: die Touris!) entwickelt, kaum mehr für möglich gehaltene Aktivitäten, schleppt Töpfe & Proviant aus dem Bus zur (mittels Zeltplane gegen den unvermindert niederprasselnden Regen ‘notdürftig’ geschützten) offenen Feuerstelle & ...
... macht sich an die Zubereitung eines ‘Very Special After-Midnight-Diners’:
Einen riesigen Berg Spaghetti sowie ... ‘leckere Kochgemüse der (Rainy?) Saison’.
Nach drei Flaschen ‘Penner-Glück’ (in kongenialer Kombination mit etwa zwanzig ‘Lumpen’-Zigaretten) ...
... bin ich ENDGÜLTIG im ‘ost-afrikanischen Nirwana’ angekommen:
‘Adventurous Safari-Expedition-Atmosphere at ist VERY BEST!’
Allerdings ... mit einem deutlichen Ausrufezeichen hinter der unverzichtbaren Satz-Vervollständigung: ‘SUUUPER ...
... wenn man’s ÜBERSTANDEN hat!’
Langes Gespräch mit den ‘Oranjes’ - die sich morgen Früh nur einen kurzen ‘Game Drive’ durch den Amboseli National Park gönnen ... & schon um die Mittagszeit zum Tsavo National Park (auf halber Strecke zwischen Amboseli & Mombasa gelegen) weiterdüsen wollen.
Naja - NUR die Oster-Feiertage sind halt schon ‘ein wenig WENIG’ ...
... will man/n (frouw) Kenya in seiner gesamten Vielfalt & Schönheit kennenlernen!
Wie nicht anders zu erwarten, ist (wenn ein Deutscher im neutralen Ausland auf Holländer trifft) natürlich auch ‘Fußball im Allgemeinen & die bevorstehende WM in Frankreich im Speziellen’ ein heißdiskutiertes Gesprächsthema!
ALLERDINGS ...
... interpretieren beide Seiten ihre Rollen ANDERS, als dies gemeinhin der Fall ist:
Die ‘tiefländischen Niederstapler’ wollen mir ALLEN ERNSTES (!) weismachen, daß es für das holländische Team ein unerwarteter (& daher Riesen-) Erfolg war, sich ÜBERHAUPT für das Turnier qualifiziert zu haben!
Letztlich versteigern sie sich gar zu der Feststellung, ‘alles andere als drei klare Vorrunden-Niederlagen wäre eine Sensation!’
DAS kann ICH ...
... natürlich NICHT auf MIR (& ‘meinen Buben’: Sorry, Berti!) sitzenlassen.
Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe dagegenzuhalten:
- referiere über ‘(auch) katastrophale Laktat-Werte’ - aber nicht etwa, um von den sonstigen unübersehbaren Defiziten der ‘Deutschen Alete-Kicker’ zu schweigen (im Gegenteil ...),
- demonstriere (überzeugend!) die mangelhaften ball-technischen Fertigkeiten eines, im Vergleich zum durchschnittlichen, deutschen Fußball-Nationalspieler immer noch (mit Recht!) als ‘genialer Ball-Zauberer’ zu bezeichnenden, ‘zufälligen Kölners auf Safari in Kenya’ ... äh ... indem ich mit einer, aus den Resten unseres Mitternachts-Essens hergestellten ‘Pasta-Kugel’ einen, von den Holländern EILFERTIG herbei geschleppten (äh ... neutralen!) ost-afrikanischen Elefanten-Bullen (‘kugel’-tretend) um MEHRERE Lichtjahre verfehle,
- wähne mich mit dem ironischen Schein-Argument: ‘Okay - bei einer Ü-80-WM darf sich das aktuelle Moffen-Team eine, wenn auch geringe Titelchance ausrechnen, falls es sich nicht wegen Überschreitens der, biologischen Gesetzen unterworfenen Alters-Obergrenze selbst (final) disqualifiziert!’ ...
... schon auf der Sieger-Straße dieses ungewöhnlichen Nationalitäten-Konflikts!
ABER: meine Konkurrenten im ‘Wettstreit um die schwächste Fußballnation der Welt’ zeigen sich gänzlich unbeeindruckt! Übrigens ...
... ganz im Gegensatz zu den anwesenden, vollmundig & lauthals gähnenden Afrikanern, die uns mit unmißverständlichen Handzeichen klarzumachen versuchen, daß sie UNS (und zwar ausnahmslos ALLE!) ...
... für VOLLKOMMEN DURCHGEKNALLT halten!
Ich hole zum letzten, finalen Befreiungsschlag aus, setze den verschwommendst-glasigen Blick auf, zu dem ich fähig bin & ... (ich spüre deutlich ‘den Hauch der Geschichte’!) schwärme, leise vor mich hin brabbelnd ...
- von der seligen & glorreichen Ära zu Zeiten eines ‘Reichstrainers Dr. Otto Nerz’, unter dessen Regie eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft erst- & letztmalig eine HALBWEGS überzeugende Leistung auf internationalem Parkett zu bieten in der Lage war,
- vom ‘Schalker & vom Wiener Kreisel’ (sowie einigen weiteren Kreiseln ... äh ... an deren Namen ich mich zwar nicht erinnern kann, die aber überdeutlich vor meiner volltrunkenen Birne auf- & ab-’kreiseln’),
- von ‘Authentizität vorgaukelnden’ (& meine Autorität zu untermauern ‘intendierten’) Namen einiger, LEIDER NICHT MEHR AKTIVER (!) Alt-National-Spieler wie Szepan, Kuzorra & Herkenrath (habe ich wirklich auch Max Schmeling & Johann Wolfgang Von ... äh ... angeführt?).
EGAL & ...
... ALLES UMSONST!
Ich bin mir, bereits WÄHREND ich diesen (bewußt ‘schmal’ gehaltenen) Geschichts-Exkurs ausbreite, VOLL BEWUSST ...
... daß all dies auf taube niederländische Ohren treffen MUSS!
Wir einigen uns schließlich (aus Zeitgründen: ‘The Dötch Have to Wake Öp Örly!’) auf ein vorläufiges Remis & überlassen es ‘unseren jeweiligen nationalen Id(i)olen’, anläßlich der bevorstehenden WM in Frankreich den endgültigen Sieger dieses, unseres heutigen Wettstreits (nachträglich!) zu ermitteln!
Tja - wenn DIE wüßten, welch zentner-schwere Verantwortung (seit heute Abend: zusätzlich!) auf ihren schwächlichen Schultern lastet ... ???
Gegen Drei Uhr bauen wir (die Neuankömmlinge) schließlich unsere Zelte auf:
Aus dem ärmlichen, im Safari-Bus mitgeführten Bettzeug-Fundus ergattere ich eine Wolldecke (als Schlafunterlage) sowie ein Bettlaken, welches ich zusammenrolle & als Kopfkissen-Ersatz unter meinen Nacken schiebe.
Hm - am nächsten Morgen bin ich dann EHRLICH überrascht ...
... daß ich es schaffte, unter diesen ‘Inconvenient & Uncomfortable Circumstances’ (denn doch!) wenigstens ein PAAR Stunden Schlafs abbekommen zu haben ...
Aber: STOP! DAS ist schon der nächste Tag ...
... also - erstmal: ‘Good Night, Cathrin - me Luvely Dear!’ ...

... Sehr früh (& zeitgleich mit dem Erwachen der ost-afrikanischen Sonne) AUF:
WIE IMMER ... ‘While On Safari’!
Geweckt werde ich übrigens durch (SO FRÜH am Morgen schier UNERTRÄGLICH-FRÖHLICHES) Vogelgezwitscher - aus der Riesen-Akazie direkt ‘über mir’ lautstark-kreischig an mein müdes Ohr dringende Pavian-Aktivitäten - sowie mittel-schwere Rückenschmerzen (was allerdings, bei der spärlichen Ausstattung mit Bettzeug hier im Camp ... KEIN Wunder ist).
Obwohl: ein harter Schlaf-Untergrund soll ja sehr gesund sein!
Raus aus dem Kinder-Zelt (mit den Füßen voran: Anders geht’s nicht!) & direkt hinein in die Wanderstiefel: Das Savannengras ist morgens um Sechs Uhr noch sehr feucht! Natürlich geht mein erster, ‘weiter’ Blick Richtung Süden ...
... zum Mount Kilimanjaro! DER aber ist bereits (‘Too Late, You Lazy Bone!’), vom Beginn seiner weit-ausladenden Hänge an, in dichte Wolken gepackt.
Zwar präsentiert ‘der Himmel über Afrika’ (nach den gestrigen, pausenlosen Regengüssen einigermaßen unerwartet) eine nur schwache, aufgelockerte Bewölkung ‘mit deutlich hervortretenden Häma- ... äh ... Blauen Flecken’ ...
... da sich aber der Mt. Kili (wenn überhaupt, dann) NUR morgens dem geneigten Betrachter unverhüllt zeigt, kann ich einen klaren Blick auf dessen schneebedeckten Gipfel für heute getrost vergessen.
Naja - morgen Früh gibt’s eine zweite Chance ...
(‘Perhaps - Who Knows - if / when I’m lucky ...?’).
Die ‘Dutch-Connection’ befindet sich schon seit einer Stunde in der Safari-’Loipe’.
Tja - DEREN Tages-Programm ist etwas umfangreicher als unser ruhiger, stress-freier (hoffentlich aber dennoch ‘sensations-reicher’!) ‘Wildlife-Spotting-Day In The Park’. Also ...
... haben wir (die ‘Viererbande’) das Camp & den großen, rustikalen Holztisch unter freiem Himmel ganz für uns alleine.
(Anfänglich) Kräftigendes (später eher das genaue Gegenteil: äh, ja ...) Frühstück:
die in Kenya so beliebten ‘Cocktail’-Würstchen, Eier, Pfannkuchen & Marmelade sowie Toast & Kaffee. Da ich der einzige ‘Nicht-Teetrinker’ bin ...
... steht mir (MIR ganz alleine!) ein riesiger ‘Big Pot of Black Coffee’ zum Öffnen meiner doch recht trägen Augenlider zur Verfügung.
Nach der Leerung zweier, erster dampfender Blechtassen sowie ... zwischenzeitlich am mitgeführten Gemeinschafts-Wasserkanister (mit jämmerlichem ‘Tröpfel’-Hahn) verrichteter ‘Katzenwäsche’ (die Hygiene-Einrichtungen des öffentlichen Camping-Terrains erschöpfen sich in lediglich zwei ‘Hole-in-the-Ground’-WC-Häuschen) ...
... ist DIESES (mein ‘Eye-Opening’!) soweit fortgeschritten, daß ich in der Lage bin, die authentische, aus zahllosen Hollywood-Streifen vertraute (& ... trotzdem mich positiv überraschende, nein: umwerfende) Safari-Atmosphäre unseres Busch-Camps in seiner vollen Gänze zu erfassen:
- der massive, aus unbehandeltem Holz grob zusammen-gezimmerte Ess-Tisch ist die zentrale Begegnungsstätte für Mensch & Mensch (sowie Mensch & ... ?),
- ein kompliziertes, ausladendes (& in die nahe Fächer-Akazie hinein reichendes) Bambusgerüst, trägt eine uns gegen Regen schützende, große Plastikplane (& dient gleichzeitig den, ohne Scheu ALLES unbeobachtet herumstehende Essbare STEHLENDEN Affenbanden als ‘Free-Climb’-Trainingsstätte sowie Fluchtweg ins Geäst der, Schutz vor Massai-Nachstellungen bietenden, Riesen-Akazie),
- hinter einem Sichtschutz gewährenden (wer gegen wen ...?) Bambusgatter befindet sich das Reich des um unser Wohlergehen sichtlich bemühten Kochs ...
Die AUCH als Speiseraum für das ‘Savuka’-Team (& deren zahlreich ‘eintrudelnde’ Massai-Freunde) dienende ‘Open-Air’-Küche besteht ...
- aus einer offenen, holz-befeuerten Kochstelle,
- einem ‘halben’, uralten (verrosteten UND lack-losen) Camping-Wagen, der als ‘primaten’-unzugänglicher Vorratsraum einen MASS-LOSEN Lebensmittel-Schwund verhindert (oder besser: verhindern soll),
- sowie einer großen, gegen die nächste Akazie gelehnten Holzwand, an der offen, dekorativ & gut-organisiert Töpfe, Pfannen & sonstiges Küchengerät baumeln.
Wir nehmen uns heute Morgen viel Zeit ...
... verfüttern (trotz mißbilligender Blicke des Kochs) die üppigen Reste unseres frühen Mahls an die flinken Affen (verdientes Honorar für kurzweilige Unterhaltung & fotogenes Posieren) & bestücken schließlich (mittlerweile ist es Halb Acht Uhr) unsere individuellen Sitzplätze im Bus mit unseren individuellen Trinkwasserflaschen:
DENN ... im Amboseli National Park soll es um die Mittagszeit UNERTRÄGLICH HEISS werden (was bei einer durchschnittlichen Höhenlage von nur 800 Metern üNN nicht verwundern darf). Daher ist eine Versorgung des permanent (& permanent AKUT!) von Dehydration bedrohten, an diese brutalen Temperaturen nicht gewöhnten ‘mitteleuropäischen (Schwächlings-) Kadavers’ mit ausreichend Flüssigkeit ...
... ‘VERY To MOST ESSENTIAL!’
Anschließend fixieren wir das Schiebe-Dach des Minibusses in ‘schuß-freundlichster Position’ & starten zu unserem ersten (dem vormittäglichen) ‘Game-Drive’:
Die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben große Flächen der ebenen Savannenlandschaft überflutet & ... der größte Teil des ‘Animally Wildlife’ hat sich (die Tiere sind ja schließlich nicht DOOF!) in die unteren Hang-Regionen des Kilimanjaro zurückgezogen, die sich fernab der durch den Park führenden Rund-Pisten befinden.
Als Reaktion auf extensives ‘Off-Road-Driving’ (& ... einer damit einhergehenden dramatischen Zerstörung der natürlichen Vegetation), haben die kenyanischen Behörden bereits in den 80ern schärfste Verkehrs-Bestimmungen für den Amboseli National Park beschlossen: Ein Verlassen der markierten Fahrwege ist seither ‘Striktly Prohibited’ (wie die in kurzen Abständen ‘aufgepflanzten’ Verbotsschilder jedem noch so Uneinsichtigen pausenlos vor Augen führen) & die Einhaltung dieser Reglementierungen wird durch eine schiere ‘Ranger-Armada’ ständig kontrolliert!
Für UNS ...
... die kamera-bewehrten ‘sanften Großwildjäger’, bedeuten diese (momentanen!) meteorologischen & (permanenten!) gesetzlichen Einschränkungen SCHLICHT & ERGREIFEND: ‘Very, Very Few Animals ...
... and even FEWER Close Shots!’
Aber: WIR sind zuversichtlich (‘Never Give Up HOPE!’, wird zum viel-zitierten, wenn auch meist ironisch-verwendeten Tagesmotto) & ...
... ‘Spotten’ umso aufmerksamer!
Naja - bei DER Menge Kaffee, die ICH ‘intus’, habe würde es mir auch verdammt schwerfallen, meine weit aus den Höhlen herausgetretenen, irren ‘Klaus-Kinski-Berserker’-Augen (genauer: deren Lider!) auch nur den homöopathischsten Bruchteil eines Nano-Millimeters zusammenzukneifen!
Anyway ...
Der Amboseli Nationalpark ist BERÜHMT für das malerische Schauspiel riesiger Elefantenherden (die Gesamtzahl soll nach vorsichtigen Schätzungen bei etwa 5.000 Exemplaren liegen), die vor einem sich messerscharf vom strahlend blauen Himmel absetzenden, schneebedeckten Kilimanjaro, unbeirrbar & mit stoischer Ruhe ihren unsichtbaren Pfaden folgen!
Naja - DAMIT ... wird’s wohl heute NIX!
Und trotzdem: immer wieder zeigen sich kleinere Gruppen (von bis zu zehn Exemplaren!) der majestätischen Dickhäuter, die sich in den weiten Grasebenen zu tonnenschweren ‘Perlenketten’ aneinanderreihen ... oder zwischen (& unter) den schattenspendenden Akazien Schutz vor der gnadenlosen Sonne suchen.
Zudem ist auch ‘die Landschaft an & für sich’ interessant & offeriert (naja, wenn schon keine ausgesprochenen ‘Sensationen’ bereithaltend, so doch ganz entschieden Schwärmen & Staunen gebietende) Nah- & Fern- sowie Aus- & Ein-BLICKE:
- vor Fruchtbarkeit (sichtbar!) strotzende, sumpfige, vogel- & insekten-reiche Feucht-Biotope,
- der riesige (jetzt besonders!) & scheinbar uferlose Amboseli Lake,
- am südlichen Horizont die unteren Regionen des Mount Kilimanjaro (‘mit Wolken-Hut’) sowie ... im weiteren Umkreis eine knappe Handvoll anderer, augenscheinlich jedoch weit niedrigerer Berge,
- die für Ostafrika so typischen, haushohen ‘Fächer’-Akazien (die auch & das aus ersichtlichen Gründen ‘Umbrella Trees’ genannt werden),
- die an ein gelblich-braunes Meer erinnernden, in Wellen & Wogen harmonisch hin- & herschwingenden Grashalme der, den (trägen) Opfern so wenig Schutz & den (flinken) Jägern so reiche Beute versprechenden, afrikanischen Savanne,
- UN-natürliche (!?) Farbtupfer markierende Jeeps & Minibusse (der diversen Safari-Veranstalter), deren Insassen (wie wir: verzweifelt?) Ausschau halten nach ...
... äh ... ‘GAME’!
Außerdem erweist sich das Morgenlicht (bei dramatisch abnehmender Quell-Bewölkung ... mit Ausnahme der Mt. Kili-Region: NATÜRLICH!) als ausgesprochen kontrast-förderlich, naturfarben-unterstützend & somit ‘wie gemacht für einen Epigonen des besten Landschafts-Fotografens der Sportredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers’ (woll, Hans !?).
Äh, hm - ja ...
Mir gelingen einige wunderschön-kitschige ‘Animal-in-the-Landscape’-Stilleben von:
- strahlend-weiße Zahnreihen präsentierenden, ‘lachenden’ Zebras,
- Wasser-Böcken & ‘Grünen Meerkatzen’ (jeweils Mutter-&-Kind-Arrangements),
- ledern-schwarz-glänzenden (& eine stoische Ruhe ausstrahlenden) Wasserbüffeln,
- äußerst attraktiven, weil EXTREM bunt daherkommenden Kronenkranichen
(übrigens: das Wappentier Ugandas! > siehe SEHR viel später!),
- einem majestätisch & nahezu bewegungslos die Aufwind-Thermik für seinen Segelflug nutzenden, großen, rot-schnabligen & weiß-körperigen Storch
(ich entnehme der Tierbestimmungs-Fibel unseres Safari-Führers, daß es sich um den ‘Saddle-Bill Stork’ handelt: ‘Sattel-Schnabel-Storch ...?’),
- sowie einer unter Akazien herumspazierenden & ebenda Deckung gegen Sonne (& Touris!?) suchenden, etwa ein dutzend-köpfigen Elefanten-Herde.
Der unzweifelhafte Höhepunkt des Vormittags aber bleibt DEM KÖNIG DER SAVANNE vorbehalten (oder genauer: DER KÖNIGIN!).
Nicht einmal 50 Meter ‘Off Our Dirt Road’ ...
... schlendert eine ausgewachsene Löwin (eher gelangweilt) IHR REICH ab - das von ihr nicht nur offensichtlich als solches empfunden, sondern ebenso offensichtlich von niemandem in Frage gestellt wird!
Von Zeit zu Zeit mischt sie vermittels angedeuteter Sprung-Attacken ein wirres Knäuel Geier auf (‘Flatter - Flatter - Nix wie WEG!’) ...
... das sich mit scharfen Krallen, gierigen Schnäbeln & in unmittelbarer Nähe der Löwin in ‘etwas nicht (mehr!) näher Benennbares, aber eindeutig noch vor nicht allzulanger Zeit Lebendiges (gewesenes ... & nun verwesendes) verhakt, -hackt & -beißt’! (offenbar handelt es sich um die letzten Überreste des Mittagsmahls des NUN träge & satt wirkenden ‘Schmuse-Kätzchens’).
Schließlich verläßt sie den Ort ihres ‘Early Lunch’ & trottet exakt auf unseren (mit abgeschaltetem Motor wartenden) Minibus zu ...
... uns & den Bus allerdings (NATÜRLICH!) keines Blickes würdigend!
Knappe 10 (in Worten: zehn!) Meter vor unserem ‘Blech-Safe’, überquert sie die Piste ... hält kurz inne & trinkt, eine geschmeidige Hockstellung einnehmend (dabei jeden einzelnen Muskel sichtbar anspannend), aus dem Rinnsal neben der Schotterstraße, ein paar Verdauungs-Wasserschlucke (hm - vielleicht quält sie ja ein quer in ihrem Rachen steckender, kantiger Antilopen-Rippen-Splitter, den sie derart herunterzuspülen versucht) & ...
... verschwindet dann, ohne jegliches Anzeichen von Hast (‘Why Hurry? This Land is My Land!’) in einem kleinen Palmenhain auf der gegenüberliegenden Seite der Piste.
WOW ... !!!
Ich verschieße, JEDE Bewegung dieser ‘Wilden Schönheit’ für die Nachwelt festhaltend, einen halben Dia-Film! Übrigens: ATEMLOS ...
... & daher wohl kaum verwackelt!
Die (scheinbar) ‘grundlos-blöd’-lächelnden Mienen in den mich umgebenden Touri-Gesichtern sind mir wortlos-beredter Beweis, daß nicht nur ICH von der imposant-geschmeidigen Erscheinung ‘De Nostra Senora León’ MÄCHTIG BEEINDRUCKT bin!
Naja - der Rest unsrer vormittäglichen Spazier-Fahrt kann da natürlich nicht mehr (auch nur annähernd) mithalten:
- kurzer Stop & Erklimmen eines etwa 100 Höhenmeter messenden Aussichtshügels sowie (‘von oben’) einige ‘nette’ Panorama-Shots (auch von unbeirrt ihrer Wege ziehenden Elefanten & umher-irrenden Safari-Jeeps, die sich letztlich immer, wie zufällig treffen & ‘Face-To-Face’ gegenüberstehen: ‘Hm, was mögen wohl die bedauernswerten Jeeps denken, wenn sich die ach-so-aufdringlichen Elefanten ach-so-aufdringlich-nah an sie heranpirschen & dann ... GLOTZEN !?’),
- einige Nahaufnahmen von zwar unendlich häßlichen, staturmäßig jedoch enorm beeindruckenden Wasserbüffeln (tja, aus der ‘Makromotiv’-Distanz ist SCHON nachvollziehbar, warum ‘der gemeine ost-afrikanische Büffel’ von einigen Großwild-Kennern immer noch zu den ‘Big Five’ gezählt wird),
- kurz vor Erreichen unseres Basis-Lagers bittet mich schließlich noch ein großer, ‘Verrry Strange’ aussehender Vogel (mit Namen ‘Kori Bustard’) durch aufdringliches Posieren um Aufnahme in mein privates, photografisches Tierlexikon (später erst erfahre ich, daß es sich um eine afrikanische ‘Trappen’-Unterart handelt - die ... äh ... nebenbei & doch passend zum Thema ‘die eher unspektakulären Sensationen’, bemerkt, mit bis zu zwanzig Kilogramm Körpergewicht der schwerste flugfähige Vogel der Welt ist!).
Im Camp erwartet uns (& unsere ‘vom Nichtstun ARG geschwächten’, extrem ausgehungerten Körper) schon der wohlverdiente ‘Filling Lunch’.
Anschließend breite ich mich (SEHR breit!) unter der schatten-spendenden Zeltplane unseres Freiluft-Restaurants aus & gebe mich der Zeitungs-Lektüre sowie einer langen Tagebuch-Sitzung hin. Währenddessen frönen die restlichen Teilnehmer der Safari einer ausgiebigen Siesta.
Übrigens: mittlerweile haben die Außen-Temperaturen, hier in den ‘Open-Savanna-Plains’, einen Wert erreicht, der (LOCKER!) der Innen-Temperatur ‘eines auf maximaler Stufe vor sich hin BOLLERNDEN Backofens’ entspricht ...
... äh ... ‘Kopf inne Röhre’!
Um Halb Vier Uhr serviert unser Privatkoch Tee & Kaffee: Relaxter, wenn auch leicht müder ‘Round-Table’-Gruppen-Plausch! Eine Stunde später starten wir (ALLE ziemlich schlapp!) ...
... zum ‘Late-Afternoon-‘Til-Sundown-Game-Drive’.
Ich genieße die Fahrt aufrecht stehend & unter dem angehobenen Busdach nach vorne ‘spottend’ (hm - ‘genieße’ ... weil der Fahrtwind die bleierne Müdigkeit aus meinem schweren Kopf herausbläst!).
Heute Nachmittag gilt mein Haupt-Augenmerk den eher unspektakulären (aber sehr farbenfrohen) kleineren Vögeln, die entlang der Piste die Straßenränder bevölkern.
Deren Unterscheidung & Bestimmung erweist sich jedoch (trotz tätiger Mithilfe unseres Fahrers) als extrem schwierig ...
... & so muß sich mein Foto-Notizbuch schließlich mit dem Wissen begnügen, daß ich eine Reihe unterschiedlicher Spezies der variantenreichen ‘Plover’-(Pfeifer)-Gattung abgelichtet habe.
ZWEI ... spektakuläre Gelegenheiten für ‘One-Hundred-Dollar-Shots’, hält die Nachmittags-Tour (dann ... jedoch ... doch noch) für uns bereit!
Zunächst pirschen wir uns an eine, sehr nahe am Wegesrand das karge Buschwerk systematisch abgrasende, etwa zehnköpfige Elefanten-Herde heran:
Meine bevorzugten Hauptdarsteller sind ...
... einerseits ein süßes, kleines Elefanten-Baby, das (leicht tolpatschig!) ein ums andere Mal zwischen den es weit überragenden Beinen seiner Eltern, Onkel, Tanten & übrigen Verwandten Schutz & Deckung sucht (vor den ihm an den hornigen Fersen klebenden, verdammt ECKIGEN, weiß-glänzenden & lautstark-knatternde Herzschlag-Geräusche produzierenden Artgenossen mit den unzähligen ‘schwarzen Nasen’),
... sowie der (offensichtliche!) Herden-Boss, der uns keine Sekunde aus den Augen läßt & uns in regelmäßigen Zeitabständen vermittels drohender Gesten (quergestellten Fächer-Ohren & zu ALLEM entschlossen wirkendem, in unsere Richtung zielendem & furcht-einflössend-blitzendem Elfenbein) zu verstehen gibt, ‘WER hier DAS SAGEN hat’ ... & WIE nahe ER uns (maximal!) an seinen Schutzbefohlenen duldet!
Übrigens: Unser Fahrer stellt den Motor des Busses nicht ab ...
... & ich mache ihm deshalb keinen Vorwurf (also: von wegen Ökologie oder so!). Er tritt im Leerlauf immer mal wieder das Gaspedal durch & scheint derart mit dem Elefanten-Bullen zu kommunizieren.
Naja - halt die bekannte Einschüchterungs- & Imponier-Show, die zwei MACHOS (quasi zwanghaft!) abziehen, wenn sie sich gegenseitig ins Gehege kommen ...
Und das ZWEITE ‘Game-Drive-Highlight’, hätte mit ein wenig MEHR (!) Pech auch leicht das vorzeitige Ende der Safari bedeuten können!
Ach - was rede ich: Meines gesamten Afrika-Trips ...
... inklusive des ‘Lebens danach’!
Wir parken in Sichtweite einer Löwengruppe, die weit (und / oder strategisch ...?) verstreut in der Gras-Steppe herumfaulenzt ...
... & ÜBERHAUPT ‘die personifizierte Faulheit GIBT!’
Was keineswegs ungewöhnlich ist: belegen doch die Studien von Verhaltensforschern, daß ‘der durchschnittlich gemeine Löwe’ zwanzig Stunden seines Tages (der ebenfalls nur 24 Stunden umfasst!) mit Schlafen & bewegungslosem Ruhen zubringt!
Immer mehr ‘Simba’-Exemplare werden von uns mittels Fernglas & Teleobjektiven gesichtet. Letztlich einigen wir uns auf eine neun-köpfige, lose miteinander in Verbindung stehende Jagdgemeinschaft.
Schnell bildet sich auf der Schotterpiste (HINTER uns: den ‘Entdeckern’) ein aus einem guten halben Dutzend Fahrzeugen bestehender Blech-Konvoi, der mit ‘Katzen-Liebhabern’ vollgepackt ist. Wiederum (wie schon am Morgen) verschieße ich einen halben Diafilm - obwohl die Löwen keinerlei Aktivitäten zeigen (wollen!) & lediglich ‘entfernte & ruhende Ziele’ abgeben.
Nach etwa einer halben Stunde haben wir genug gesehen, unser Fahrer schiebt den ersten Gang ins Getriebe, dreht den Zündschlüssel & ...
... NIX tut sich!
Naja - NIX ist untertrieben!
Denn durch das erfolglose ‘Georgele’ (hm, sieht aus wie die schwäbische Koseform von Georg, das!) scheint bei den bislang so konsequent ‘toter Mann’ spielenden Löwen das Interesse an UNS geweckt worden zu sein ...
... äh ... deutlich sichtbares ‘Ohren-Spitzen’!
Hm - WAS TUN: ‘ANSCHIEBEN?’
(Hahaha ...!)
Auf die scherzhafte Frage des, für unsere Sicherheit verantwortlichen Fahrers, nach Freiwilligen, NICHT-reagiert die komplette Bus-Besatzung (nicht WIRKLICH überraschend) mit konsequent-einmütiger Zurückhaltung ...
... während die Löwen - naja, zwar nicht gerade aufgeregt durcheinanderlaufen, aber doch immerhin in regelmäßigen Zeitabständen ABWECHSELND (naja: Jagd-Gemeinschaft!) ihre Köpfe kontrollierend in Richtung des unverhofft sich anbietenden, potentiellen (& etwa 300 kg ‘frischestes Frischfleisch’ umfassenden) ‘Touri-Suppers’ drehen!?
Ich KÖNNTE diese Situation natürlich nun sensations-heischend, lang-atmig & eloquent ... aber - um es kurz zu machen:
Nach knapp viertel-stündigem, aufgeregtem ‘Suaheli-Palaver’ (zwischen den mittlerweile ein knappes Dutzend umfassenden Busfahrern) findet sich schließlich doch noch ein Freiwilliger - der kenyanische Fahrer eines Privat-Jeeps, dessen (des Jeeps!) Stoßstange sanft ‘ans Heck unseres antriebs-losen Raumschiffes andockt’.
Und - für alle ‘SAFE’ (bilde ich mir nur ein, daß ‘der zweite Löwe vorne links’ ETWAS enttäuscht durch eine wässrige, aus beiden Augen tröpfelnde Flüssigkeit zu uns herüberblinzelt?) ...
... versetzt uns das Helfer-Fahrzeug ein paar kräftige ‘Puschen’, die zunächst zwar nur ein jämmerliches Hoppeln, schließlich (beim etwa zehnten Versuch!) aber doch das Anspringen unseres widerspenstigen Busmotors bewirken!
‘For God’s Sake!’ ...
... ein kollektives Aufatmen löst sich (auch deutlich SICHT-bar!) aus ‘irgendwie verzerrt-lächelnden’ (& NOCH blasser als sonst wirkenden) europäischen Gesichtern!
Ohne einen weiteren Stop einzulegen (NIEMAND hat mehr Vertrauen zu dieser FUCK-KARRE ... am allerwenigsten unser Fahrer!), gleitet unsere ‘Rettungsinsel’ MIT UNS in einer großen Schleife (& durch teilweise wieder knöcheltiefen Schlamm: ‘Oh, No! Not Again!’) zum Camp zurück, das wir pünktlich zur einsetzenden Dämmerung GLÜCKLICH erreichen!
Wir gönnen uns (gegenseitig) ‘Half an Hour of Individual Relaxing’ - dann finden wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Schein einer großen Gaslaterne (!) ein:
Hm - DIESE ... erweist sich jedoch schnell als äußerst ‘anziehend’ für / auf jegliche Art von Insekten & sonstigen ‘Ufos’ ...
... angefangen bei nervigen Mini-Mücken über schaurige Riesen-Motten & fliegende Kakerlaken bis hin zu unser Camp mit ihren Ultraschall-Sensoren vermessenden Fledermaus-Schwärmen.
Die SEHR ungemütliche Atmosphäre läßt sich auch nicht mit Bier ‘angenehm-trinken’.
Trotz langer Hose, lang-ärmligem Hemd (mit hochgeschlagenem Kragen), Socken & Stiefeln ... sowie einer Komplett-Ölung der wenigen, ‘nackt-getragenen’ Hautpartien (mit Melodys extra-starkem Insekten-Schutzmittel) ...
... überfällt mich nach kürzester Zeit ein extremer Juckreiz an den unmöglichsten Körperstellen: ‘Nairobi Eye’ & ‘Firefly’ - You’re the Reason, the Reason WHY!
GENAU!
Hastig leere ich mein zweites, im ‘Getränkekombinat’ am Eingang zum Zeltplatz (‘Pub’ genannt) gekauftes ‘Tusker Special’ & verabschiede mich in mein Zelt-Refugium ...
... dessen Inneres ich kurz darauf jedoch ‘nur FAST alleine’ erreiche:
Während der (im schwachen Taschenlampen-Lichtkegel konsumierten) ‘Musil-Bett-Ohne-Bett-Lektüre’ ... springt mir plötzlich ein offensichtlich FLUG-TAUGLICHER RIESEN-KÄFER (mit sechs langen, behaarten & weit vom Körper weggespreizten Beinen) mitten ins Gesicht - dabei (wobei-auch-immer!) laute Brumm-Geräusche (womit-auch-immer!) produzierend!
Ich WEISS zwar, daß der ‘Flug-Krabbler’ (vermutlich!) vollkommen ungefährlich ist & nur ‘mit mir spielen möchte’.
Obwohl: weiß man’s ... WIRKLICH?
Nach einem nur kurzen (& ... zugegeben: halbherzigen!) Versuch der ‘friedlichen Koexistenz’, steht für mich fest: Ich WILL & KANN diese Nacht nicht gemeinsam mit IHM verbringen! ‘THIS TENT ...
... Isn’t Big Enough for the Both of US!’
Hm - leichter gesagt als getan: Zwischen dem Fassen dieses, meines irreversiblen Entschlusses & dessen erfolgreicher (‘handgreiflicher’) Umsetzung, vergeht eine gute & verdammt lange Stunde ...
... bevor ich ENDLICH (& unendlich müde!) auf mein hartes Lager sinken darf!
Was allerdings noch LANGE nicht gleichbedeutend ist mit: EINSCHLAFEN!
Anyway ...
‘Lang-Machen’ - Entspannen - Ausruhen - & ...
... KLAPPE! (äh: HALTEN!) ...

... Um es gleich vorwegzunehmen: Der heutige, dritte & letzte Tag meiner Amboseli-Safari ist im Vergleich zum Vortag ‘gelinde ausgedrückt ...
... ein EHER ENTTÄUSCHENDER’ (obwohl er nicht besser hätte beginnen können!).
VOR Sechs Uhr wache ich auf ... & schon nach EINER Zigarette (im Liegen) bin ich auf den Beinen - denn mich treibt die nagende Frage um (& aus dem Zelt):
‘ZEIGT er sich (nun heute) - oder nicht ...?’
Ein aller-erster, kurzer Blick in südlicher Richtung reicht, um zu wissen:
‘JA - ER BELIEBT SICH ZU ZEIGEN!’
Noch im Dämmerlicht (& nur vom prallen Vollmond notdürftig illuminiert), erhebt sich ‘DER Berg des Schwarzen Kontinents’ nahezu wolkenlos vor meinen augenblicklich weit aufgerissenen Augen ...
... ein starker Morgen-Kaffee könnte keinen besseren ‘Eye-Opener’ abgeben!
Unendlich sanft steigen seine bewaldeten, grünen Hügel auf 5.000 Höhenmeter über dem Meeresspiegel an, gehen dort in ‘Ewiges Eis’ über & bilden (schließlich) ein abgeflachtes Gipfel-Plateau, aus dem der ‘Kibo-Peak’ (mit 5.895 Metern üNN der höchste Punkt des Gebirgsmassivs ... & gleichzeitig natürlich die höchste Erhebung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent!), mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar & DOCH deutlich, herausragt!
Bis auf einige, wenige (durch-sichtige & -schimmernde) ‘Schleier-Wölkchen’ am Ostrand des Gipfels, präsentiert sich der Mount Kilimanjaro ‘CLEARLY VISIBLE’ ...
... & ich spute mich (‘Wer weiß schon, wie lange noch?’) meine Kamera in Anschlag zu bringen. Mehrfach den Standort & die Brennweiten wechselnd, verschieße ich einen halben ‘25-ASA’-Film sowie (sicherheitshalber: denn das ost-afrikanische Morgenlicht ist doch noch recht schwach!) ein paar Aufnahmen mit dem licht-empfindlicheren ‘200-ASA’-Filmmaterial. Schließlich ...
... widme ich mich, durch den fotogenen Berg-Riesen gut, nein: HERVORRAGEND gestimmt, (ebenfalls fotografisch) dem hektischen Treiben & un-hektischen Posieren der Affenbanden, die nach erfolgreicher Nacht-Ruhe nur wenige Minuten benötigen, um ‘das Camp-Regiment wieder fest in ihre flinken Greif-Hände zu bekommen’ ...
... sowie (anschließend: immer noch SUPER gelaunt & durch das ‘harte Fotografen-Brot’ nun zusätzlich mit einem ‘Löwen-Hunger’ ausgestattet!) ...
... meinem Frühstück: HACH - SO DÜRFTE JEDER TAG BEGINNEN !!!
Nach Sieben Uhr brechen wir unsere Zeltstatt ab. Das Verladen des Gepäcks sowie der Koch-Utensilien nimmt dann jedoch noch einige Zeit in Anspruch ...
... die WIR TOURIS mit den heute schon SEHR früh erschienenen (ihre Halsketten & Armbänder feilbietenden) Massai verplaudern ...
... während die nun VÖLLIG außer Rand & Band zu geraten scheinenden ‘Grünen Meerkatzen’ SO-FORT damit beginnen, ‘das (nun) verwaiste Camp MAL SO RICHTIG AUFZURÄUMEN’!
EIGENTLICH ...
... weist unser Tourplan für den heutigen Vormittag ja nochmals einen ‘Game Drive’ aus - aber unser Fahrer tarnt geschickt den langen, langen Rückweg zum (am fernen Westrand in den Park geleitenden) ‘Namanga Gate’ als ... äh ... einen solchen!
Naja - vermutlich traut er nur (& zwar: mit Recht!) seiner ‘japanischen Schrott-Schüssel’ nicht mehr über den Weg ...
... & will daher so schnell wie möglich zurück nach Nairobi.
Wie dem auch sei: ‘Wildlife’-mäßig ...
... hält der heutige Vormittag jedenfalls ABSOLUT NICHTS SPEKTAKULÄRES mehr für uns bereit - weder die fest zugesagten ‘Hyänen-Spots’, noch die zumindest heimlich erhofften Savannen-Jagd-Impressionen unter der Überschrift ‘Gepard hetzt Antilope bis zum Herzstillstand’! ( ... äh ... wessen auch immer!).
Anläßlich eines Stops an der ‘Kilimanjaro Safari Lodge’ (deren Promi-Bilderwand übrigens keinerlei visuellen Hinweis auf ‘Den Dicken’ gibt), fülle ich meine zur Neige gehenden Nikotin-Bestände auf & unternehme (fühlbar widerwillig) einen kurzen ‘Ekel-Spaziergang’ durch die ‘authentische’ (?) Garten- & Terrassen-Anlage der Nobel-Herberge (naja ...).
Es folgt die endlos lange & ziemlich eintönige Busfahrt durch teils sumpfiges, teils aufgrund des gestrigen Regengusses schlicht überschwemmtes Flachland, das später in ebene & trockene Gras-Savanne übergeht (ICH ... im Bus stehend & durchs geöffnete Dach vergeblich nach ‘tierischen Sensationen’ Ausschau haltend).
Tja - außer Gnus, Zebras & den bekannten, kleineren Antilopen-Arten, zeigen sich nur (mit AB-nehmender Entfernung zum Eingang des Nationalparks: ZU-nehmend) die riesigen Rinderherden der ‘HEUTE ...
... (zur Feier unseres Abschieds ?!) ...
... ausnahmsweise einmal IN ROT gekleideten’ Massai-Hirten.
Um Elf Uhr lassen wir den National-Park hinter uns, biegen auf die (heute zwar trockene, aber trotzdem unbefahrbar schlechte) Sand- & Geröllpiste zum nur 80 Kilometer entfernten Namanga ein & ...
... eine halbe Stunde später STREIKT (nach Luft ... & auch sonst JAPSEND) MAL WIE-DER DIE-SER SCHEISS-JA-PA-NER!
SHIT!
Der Motor ist heißgelaufen & gibt keinen Muckser mehr von sich.
Hm - was bleibt uns übrig?
Wir gönnen uns ‘eine idyllische Verschnauf-Stunde unter freiem & wolken-losem Himmel’ - (frei) nach dem Motto:
‘Sweatin’ ‘N’ Smellin’ Like A FUCKIN’ PIG ...
... in the Bloody-Damned African KILLER-HEAT!’
Letztlich ... GEBE ICH (durch die ‘nette Atmosphäre in Spendier-Laune versetzt’) dem Kühler unsres Minibusses DEN REST (äh ... meiner noch gut zur Hälfte gefüllten ‘Fünf-Liter-Mineralwasser-Gallone’) ...
... & darf in der Folge (zwar erträglichen, aber doch immerhin!) DURST leiden!
WAS aber immer noch besser ist, als unter der sengenden, afrikanischen Sonne tatenlos dem sicheren TOD entgegen ... zu ...
‘Naja - nun übertreib’ mal nicht!’
Während der anschließenden, zwei-stündigen & (‘Gott-sei-Dank!’) ereignis-LOSEN Busfahrt zur tansanischen Grenzstadt, meint unser Fahrer die Zwangspause wieder wettmachen zu müssen ... & wir FLIEGEN in einem wahren Höllentempo über die ‘VERY POOR Road’.
NOCH ABER ... halte ich still (& mich mit Kommentaren zum ‘Idioten-Fahrstil unseres Schumis für Arme’ zurück) ...
... NOCH!
Auch Namanga DURCHRASEN wir. Kaum aber, daß der Bus wieder glühenden Asphalt unter seinen heißen Reifen verspürt ... ‘steigt unser Fahrer brutal in die Eisen’ & biegt in die Toreinfahrt zur ‘Namanga River Lodge’ ein:
‘LUNCH-TIME!’
Das schattige (& ‘eigentlich’ SEHR atmosphärische) Gartenrestaurant verspricht zwar auf den ersten Blick ... äh ...
Hm - das nach EINER Stunde Wartezeit (!) servierte Essen, kann jedoch dieses unausgesprochene Versprechen in keinster Weise einlösen:
Jeder Safari-Teilnehmer hat Anspruch auf ...
- trockenen Reis (in unbegrenzter Menge!),
- genau zwei Achtel eines ‘Gruppen-Chapatis’,
- ein kleines, ‘elendes Häuflein’ äußerst suspekt schmeckenden, grünen Blattgemüses,
- sowie eine Mini-Portion Rindergeschnetzeltes (die BEQUEM in einer Walnuß-Schale Platz finden würde).
Als wir dann (zu ‘schlechter Letzt’) auch noch unsere Cola selbst bezahlen müssen, wird erstmals (aber heftigst!) der, vom Veranstalter gebotene Gegenwert zum Tour-Tagessatz von immerhin 55 US-Dollar diskutiert ...
... wobei Melody (die einzige Vegetarierin unter uns), IHRE Empörung mit den drastischsten Worten formuliert - denn sie ist nicht nur stocksauer, sondern auch:
‘HUNGRY AS A BULLDOG!’
Um Zwei Uhr heißt es dann wieder ‘Hit the Road, Jack!’ ...
... & diesmal schlägt Jack wirklich (zu): Allem Anschein nach wittert das Pferd (oder doch eher sein ungeduldiger Reiter ...?) den Stall!
Zugegeben ...
... die asphaltierte Straße ist relativ gut befahrbar (sieht man einmal von den permanenten Schlaglöchern in der Asphaltdecke ab, die mal besser, mal schlechter, immer aber nur NOTDÜRFTIG geflickt sind).
Aber schließlich kann ja durchaus auch einmal etwas Unvorhersehbares geschehen:
wie ein (bei rasendem Tempo) platzender Reifen - oder das ZU risiko-reiche Überholmanöver eines entgegenkommenden ‘Rasers’ - oder ein Falsch- (also: Rechts-) Fahrer - ODER ...?
Aber dergleichen Überlegungen scheinen unserem ‘Verantwortlichen’ gänzlich fremd zu sein ... & in der Folge offenbart er SEIN WAHRES GESICHT:
In den Steigungen setzt die eingeschränkte (doch ‘recht endliche’) Power des Bus-Motors seinen Renn-Gelüsten eine natürliche Grenze.
Wehe aber, wenn die Straße (& sei es nur für ein paar Meter) einen abschüssigen Verlauf aufweist? DANN heißt es ‘Bleifuß - Vollgas - Augen Zu - & DURCH’ ...
(möglichst schnell & ‘irgendwie’)!
Ich spüre, wie der Ärger in mir aufsteigt & ... reiße mich dennoch eine gute Stunde zusammen. Nachdem aber ein paar knifflig-rappelige Ausweichmanöver ihn zu NOCH extremeren (zweifelhafteren!) Höchstleistungen anzustacheln scheinen ...
... stelle ich (zunächst) MIR die einfache Frage:
‘Wieso eigentlich lasse ICH MIR das bieten?’
ICH bin der KUNDE (& damit ‘der König’: ‘Gell, Herr Kaiser?’) ...
... & MEINE ZUFRIEDENHEIT hat das oberste Ziel einer jeden Safari-Company zu sein! Hat John mir nicht in Masai Mara (stolz!) erzählt, daß (wegen der hohen Sicherheitsrisiken im kenyanischen Straßenverkehr) bei ‘Savuka’ eine STRIKTE Anweisung an die Fahrer besteht: die ...
... weder Fahrten bei Dunkelheit,
... noch ‘The Usual Kenyan Public-Bus-Driver Racing’ ERLAUBT?
Na - ALSO!
Ich erkläre dem Fahrer KURZ & KNAPP (jedoch: mich um das Maximum an Freundlichkeit, zu dem ich noch fähig bin ... äh ... ‘bemühend’), daß er ETWAS LANGSAMER fahren soll! Wir haben schließlich eine ‘3-Tage’-Safari gebucht, JEDE MENGE ZEIT & daher gibt es wohl auch keinen Grund, eine derartige Hetzjagd zu veranstalten ... ODER?
Er ist von meiner Reaktion sichtlich überrascht (vermutlich gar enttäuscht: weil ich ihn offensichtlich nicht DUFTE finde!). Er lächelt mich unsicher & ungläubig an (‘Hat DER wirklich zu MIR gesprochen?’) ...
... verlangsamt dann aber DOCH (& zwar SPÜRBAR) die Geschwindigkeit!
Hm - mich ÄRGERN einfach ‘diese sportlichen (?) Macho-Sackgänger’, die auf sehr zweifelhafte Art glauben, beweisen zu müssen ... WIE TOLL SIE SIND!
Ich kann mich gerade noch beherrschen, ihn mit der (IHN ... & seine Berufsehre vermutlich BÖS verletzenden) Feststellung zu konfrontieren:
‘A FAST Driver Ain’t Necessarily A GOOD Driver!’
Übrigens: Eric (der Wikinger) sagt nichts zu dem Vorfall - während Nev & Melody lautstark ihre Erleichterung über (& Zustimmung zu) meine/r Intervention kundtun!
Zunächst ...
... steuern wir den Flughafen im Süden Nairobis an:
Eric fliegt heute Abend ‘Back to Good Ol’ Fuckin’ (& Bloody DRY) Oslo’ ... & ihm bleiben nur noch knappe acht Stunden Zeit, ‘billige Kenya-Biere an der Zahl’ durch seine ewig trockene, skandinavische Kehle ZISCHEN zu lassen ...
(‘Woll? Du alter Liquor-Moose!’).
Zu einer langatmigen Verabschiedung können wir nicht einmal ansetzen ...
... wortlos (aber eindeutig zielstrebig!) steuert Eric schnurgerade auf die ‘Airport-Cocktail-Lounge’ zu! Und WIR (!) ...
... REIN ins Zentrum Nairobis!
Tja - DENKSTE!
Auf der ‘Flughafen-Zu-(&Weg!?)-Bringer’-Straße beginnt unser Bus plötzlich (& zunächst VÖLLIG UNERKLÄRLICH!) zu ‘Husten’ ...
... bevor er schließlich sanft ausrollt:
‘NO FUEL ...!’
Meinem ‘neuen Freund’ ist dieses (neuerliche) Mißgeschick sichtlich peinlich ... & gleichermaßen ungefragt wie wortreich führt er Gründe an, warum DAS nicht SEINE Schuld sein KANN ( ... & überhaupt!). Währenddessen verschwindet unser Koch in einem Taxi & läßt sich zur nächsten Tankstelle chauffieren.
Eine knappe (& ... ‘nicht zu knapp HEISSE’) Stunde später geht’s weiter:
Ich steige am ‘GPO’ aus, drohe Nev & Melody (deren Weltreise noch zwei Jahre andauern soll) fürs nächste Jahr einen eventuellen ‘In-Bumper: Somewhere around this Small World?’ an (O-Kommentar Nev: ‘Who Knows? Stranger Things Happen!’ ‘Wie wahr!’) ...
... & EILE (rucksack-beladen) zum ‘Poste Restante’-Schalter.
Aber der außerplanmäßige ‘No-Gas!’-Stop hat zuviel Zeit in Anspruch genommen. Es ist exakt Fünf Uhr ... & ebendiese (also: die Uhr) für die diensthabende Schalter-Angestellte soeben abgelaufen:
SHIT!
‘Naja - unsere flügel-lahme Fahrer-Ente hätte sich ja auch EIN WENIG BEEILEN können! Hm, dieser Schneckerich, dieser (vermutlich) warmduschende!’
Langer Fußmarsch (durchs sonnige & menschen-überfüllte Zentrum Nairobis) zu ‘Meinem Hotel Downtown’ - kurzer Begrüßungsplausch mit ‘Meinem Hotelmanager Moses’ - dann belege ich ‘Mein Heimatzimmer’ (mit der Nummer 302) - & gönne mir eine laaange & heiße Dusche.
Tja ... & der Rest des Tages: Faulenzen - Rauchen - Reiseführer-Studium - abends auf einen Hamburger (AN farblosen Fritten) sowie Bier & ‘FAZ’-Lektüre in mein Stamm-Restaurant.
‘It’s GOOD to be BACK!’
Später (im Hotelzimmer) plane & sortiere ich (zur, seit Ostern ... immer noch: UN-unterbrochen dudelnden, nervigen, wenn auch leisen ‘Live-Kenyan-Pop-Musik’ aus irgendeiner der umliegenden Bars) noch kurz die für morgen Vormittag anstehenden, meist organisatorischen Tages-Programmpunkte - bevor ich mich (SEHR schläfrig!) der wohlig-weichen Matratze meines SEHR bequemen Bettes hingebungsvoll ...
... äh ... HINGEBE!

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