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Africa 10

WER HAT DENN AUCH BEHAUPTET, DASS REISEN
(IMMER NUR) SPASS BEDEUTET ...? - Z.B. NAIROBI !
ODER: NAIROBI - ZWISCHEN DEN SAFARIS:
K
EINE LUST ZU GAR NIX !

... in Nairobi (Kenya)

Donnerstag, 09. April bis Samstag, 11. April 1998

Drei Tage Organisieren - Schreiben (Tagebuch, Briefe & Postkarten) ...
... sowie Kräfte Sammeln & (einfach nur) Entspannen.

Donnerstag:
Nach dem Frühstück suche ich das ‘General Post Office’ an der Haile Selassie Avenue (auf) & ...
Ach - ist das ein HERRLICHES Gefühl !!!
Ich darf einen ‘total lieben (& schmachtenden!) Brief von MEINER CATHRIN aus Cairo’ entgegennehmen: Sie vermißt mich AUCH!
Ich spendiere mir einen (zwar sau-teuren, aber: EGAL!) Kaffee auf der sonnigen Terrasse des Thorn Tree Café & lese (mit einem vermutlich blöd-verzerrten Lächeln im Gesicht) den Brief ...
... DREIMAL!
Dann lasse ich mich von ‘Savuka-Maggie’ auf den neuesten Stand der aktuellen Safari-Angebote (Kenya & Tanzania) bringen ... & nutze (da ich schon mal hier bin), gleich die Möglichkeit zu weitergehenden Erkundigungen:
- über Busverbindungen von Nairobi nach Arusha / Tanzania (DAS Basislager für Touren zum Mt. Kilimanjaro & in die Serengeti),
- sowie zur mutmaßlichen Fähre von Zanzibar nach Madagascar, was sich vorerst zwar weiterhin als ‘Brief mit sieben Siegeln’ erweist (hm - ein ‘Schiff mit acht Segeln’ wäre mir entschieden lieber!), aber Maggie verspricht, ‘ihre guten Kontakte ins Nachbarland spielen zu lassen!’
Um (etwa) die Mittagszeit ist ‘mein (öffentliches) Tagewerk vollbracht’!
Da ich beschlossen habe, zurzeit (hier in Nairobi) nichts zu verpassen, vergnüge ich mich bei einer laaangen Tagebuch-Session im Hotelzimmer (unterbrochen nur durch ‘mußige Musil-Lesungen’ sowie ausgiebiges Reiseführer-Studium).
Den Tages-Abschluß bildet schließlich ein stärkendes ‘Beef-&-Chips-Diner’ sowie mein (eher das genaue Gegenteil bewirkendes) ‘usual & LARGE Evening-Tusker ...
... obwohl: den WIRKLICHEN & WAHRHAFTIGEN Tages-Schlußpunkt, markiert ein respektabler ‘Good-Night-&-Sleep-Well-Joint’ (den ich mir aus meinem restlichen, mehr als EINEN Monat alten, ‘Ethiopian Ganja’ zurechtdrehe).
Trotz einiger Skepsis, darf ich feststellen:
ES (das Marihuana) funktioniert noch ...
... & dreht GUT, EH!
(äh: aber ÄÄÄCHT)!

Freitag:
Frühstück & entspannter ‘Early Mornin’-Walk through Town’.
Heute ist Karfreitag & alle Einwohner Nairobis scheinen über die Ostertage nach Mombasa (oder in dessen umliegende Beach-Ressorts) geflohen zu sein ...
LUCKY ME!
Die Stadt wirkt wie ausgestorben. Nur wenige ‘Matatus’ (Minibusse) kreuzen die leblosen Avenues hinauf & hinunter. Verstärkt wird dieser ‘Ghost-Town’-Charakter (noch) ...
... durch Myriaden, offensichtlich kollektiv verendeter Heuschrecken (Massen-Suizid der ‘Hüpfer für den Frieden’ aus Protest gegen ...?), die den Straßen Nairobis über Nacht einen einerseits ‘merkwürdig-knirschenden’ & andererseits ‘grünen, irgendwie künstlich (?) wirkenden’ Asphaltbelag beschert haben.
Allerdings handelt es sich um lediglich normal- (europäisch?-) große Grashüpfer ...
... & NICHT um DIE ‘XXL-Locust’-Variante:
‘Die WIR in Eritrea bestaunen durften - Cathrin!’
Nur sehr vereinzelte Passanten spazieren (augenscheinlich ohne jede Eile) durch die Straßen. Die Geschäfte & Büros sind geschlossen - einzig die Postfiliale an der Moi Avenue weist sichtbare Anzeichen reger Betriebsamkeit auf:
... nochmals LUCKY ME ! (& ich entledige mich der gestern geschriebenen Postkarten an Pa, Bettino & Wollie: ‘Hi, You!’).
Exakt HIER ... befindet sich allem Anschein nach (auch), die ‘offizielle & Open-Air-Sammelstelle der nairobischen SCHWARZ- (Ha-ha-ha!) Arbeiter’:
An die Häuserwände gelehnt, harren etwa zwanzig Männer unterschiedlichsten Alters eines, die Straße entlang fahrenden (potentiellen ...!?) Arbeitgebers. Die von ihnen ‘angestrebte Tätigkeit’ ist deutlich am mitgeführten Arbeitsgerät zu erkennen ...
... denn jeder trägt, mit ausgestrecktem Arm, einen breiten (mindestens sauberen, teilweise sogar nagelneuen) Anstreicher-Pinsel standarten-gleich vor seinem Körper.
Tja - ‘harte Sitten in Nairobi’: HIER ...
... muß der Arbeitsuchende sein Handwerkszeug selbst mitbringen!
Apropos ‘hart & ... Nairobi’:
Am heutigen Feiertag fallen die zahlreich umher streunenden ‘Street Kids’ GANZ BESONDERS STARK auf (naja - auch an ‘normalen Werktagen’ sind sie natürlich allgegenwärtig, dann jedoch gehen sie in den sich durch die Straßen wälzenden Menschenmassen eher unter).
Sie sind in erbärmliche Lumpen gehüllt (die von der Witterung in einheitlich-uni-farbenes ‘Grau’ verwandelt wurden: ganz gleich, welche Farbe die Shirts & Hosen ursprünglich einmal besaßen) & betteln um Geld, Brot, eine Zeitung, ein T-Shirt oder was man sonst gerade sichtbar bei oder an sich trägt.
Laut ‘East-African Standard’ hat die Anzahl der obdachlosen Kinder in Nairobis Straßen während der letzten Jahre rasant zugenommen. Immerhin wird dies mittlerweile sogar von offizieller Regierungsseite bestätigt ...
... nachdem über Jahre hinweg (& bis zuletzt), die ‘bloße Existenz der jungen Stadtstreicher’ immer wieder vehement bestritten wurde.
Gleichzeitig aber bekennen die Verantwortlichen (NUN!), ‘daß sie keine LÖSUNG für DAS PROBLEM sehen !?’
ICH VERMUTE JA ...
... daß dieser Offenbarungseid weniger Ausdruck ihrer (schlichten) Hilflosig-, weil Unfähigkeit ist - als vielmehr die unverhohlen ausgesprochene Hoffnung (die gezielte geistige Brandstiftung: ‘To Whom it May ... äh ... Konzern!’) ...
... die in brasilianischen Großstädten schon seit längerem praktizierte ‘Spezial-Behandlung der image- & somit geschäfts-schädigenden, jungen Streuner’ (durch aus privatwirtschaftlichen Händen finanzierte Killerkommandos !) ...
... möge sich AUCH in Nairobi SELBST-ORGANISIEREN! Am LIEBSTEN natürlich OHNE (jedenfalls ohne OFFEN SICHTBARE!) staatliche Beteiligung!
Hm - FUCKIN’ DANIEL ARAP MOI!
MICH zieht’s magnetisch zu ‘Savuka-Tours’, wo ich (‘Nix wie WEG!’) meine nächste Safari buche (zugegeben - ich entziehe mich derart ganz bewußt den in Kenyas Städten herrschenden Realitäten, aber die sind halt nicht nur extrem deprimierend, sondern darüberhinaus auch GEFÄHRLICH) ...
Mein nächstes Ziel ist der Amboseli National Park (unmittelbar an der Grenze zu Tanzania): berühmt für seine ‘Great Views of Nearby Mount Kilimanjaro’ sowie die größte, geschlossene Elefanten-Population auf dem gesamten ‘Schwarzen Kontinent’ (aktuelle Schätzungen sprechen von etwa 700 Dickhäutern!).
Die Safari beginnt am übermorgigen (Sonntag) Mittag & endet am darauffolgenden Dienstag Abend. Kosten pro Tag: ‘wie gehabt’. Von den Leistungen (Unterbringung im ‘Komfortzelt’) ... äh ... vermute ich das auch mal!
Also: WIE GEHABT (naja ...) !?
Als ich schließlich die gebuchte Tour bezahlen will, muß ich (‘Shocking!’) feststellen, daß mir in der Wechselstube VIER! (verdammt schlecht!) gefälschte ‘1000-Kenya-Shilling’-Banknoten untergeschoben wurden: Die ‘Blüten’ sind das schlichte Produkt eines Farbkopierers & ... weisen allesamt die gleiche Seriennummer auf!
‘UN-BE-LIE-VA-BLE!’
Ich bin einfach ZU vertrauensselig (ich ‘immer noch an DAS GUTE im Menschen glaubender, philantropischer GUT-MENSCH-NAIVLING - ICH!).
FUCK!
Ich ringe kurz nach Fassung ...
... dann steht mein Entschluß FEST: Ich beschließe, ‘mich nicht so einfach übern Tisch ziehen zu lassen’, mit dem Manager der Wechselstube (die eine ausgezeichnete Reputation besitzt!) zu sprechen & ...
... (falls er das Falschgeld nicht umtauscht) IHM einen Eintrag in ‘Lonely Planet’ UND ‘Handbook’ in Aussicht zu stellen!
SCHLIESSLICH ...
... trage ich auch ‘Verantwortung für meine Nachkommen ...
(äh: ... -den ReisekollegInnen)’ - WOLL !?
Zum Thema ‘Ferry Cross the Mozambique Channel’ konnte Maggie bislang nichts, aber auch rein GAR NICHTS Positives in Erfahrung bringen. Das Touristen-Infobüro sowie die Reise-Agenturen Arushas behaupten einhellig & übereinstimmend (wie auch Air Tanzania & die ‘Shipping’-Zentrale in Zanzibar):
FÄHRE ...? JIPS NICH!
Naja - solcherart (ungewollte!) Auskünfte machen meine Reiseplanungen zwar nicht unbedingt einfacher, aber doch in jedem Fall SPANNENDER!
NOCH ... gebe ich nicht auf!
Ich schlendere zurück ins Hotel & erfülle (dort) ‘meine nachmittäglichen Hotelmanns-Pflichten’: Tagebuch Schreiben - (mehrere Sylvester!) Reiseführer-Studium ...
... & Zeitung Lesen.
Dem ‘East-African Standard’ MUSS ich das Neueste zum Thema ‘Violence in Kenya’ entnehmen & ... mir fällt auf, daß die Berichte über Morde & Überfälle an / auf Farmer (& deren Familien) im Rift-Valley, nicht nur zahlreich & schaurig, sondern (darüberhinaus auch) extrem ‘detail-verliebt’ sind: mit Äxten & Schwertern, Pfeil & Bogen sowie Speeren & Brand-Beschleunigern gehen die Schlächter gegen die-so-verhaßten Kikuyus vor!
Ein Opfer, welches NUR (schlicht! schlicht?) GETÖTET wurde ...
... scheint den (‘freien’?) Journalisten’ nicht zu reichen. IMMER müssen Art & Ausmaß der zugefügten, bestialischen Verstümmelungen PRÄZISE geschildert werden!
Ich kann mich, TROTZ der von allen Seiten (übrigens: AUCH im staatlichen Fernsehsender ‘KTV’) abgegebenen Betroffenheits-Kommentare, des Eindrucks nicht erwehren, daß die EIGENTLICHE Triebfeder dieser ungewöhnlich-umfangreichen Art der Berichterstattung schlichter ‘Voyeurismus’ ist ... & (denn) ...
... DAS MORDEN GEHT UNVERMINDERT WEITER !!!
Gegen Abend schreibe ich ‘in meinem nahen Stamm-Restaurant’ einen langen Brief an Kathrin (aus ‘Geeea-roooa’). Dazu gönne ich mir Kaffee, Grill-Fisch & (später) Bier:
Ich lasse es mir gutgehen! ...
... oder immunisiere ich mich durch diese, meine (immer noch eher asketische) Form des Hedonismus nur gegen die mich umgebenden deprimierenden Verhältnisse ... ?
Später (im Hotelzimmer) ...
... NERVT mich eine (seit gestern Abend: ununterbrochen!) NERVIG-dudelnde ‘Live-Afro-Pop-Band’ ...
... mit ‘solidem’ (sprich: extrem NERVIGEM! ‘Gell, Wollie?’) ‘Wummer’-Bass unter einem un-differenzierbaren, extrem hoch-phonigen (oder doch: -florigen’? In jedem Fall: HOCH-NERVIGEN!) Klangteppich.
Ich lese zunächst eine Stunde gegen das ‘Noisy Friday-Night-Life’ AN - DANN (wenigstens phasenweise) SCHNARCHE ich ZURÜCK!
Was allerdings (natürlich) ...
... naja! Daher RÄCHE ICH MICH in den regelmäßigen Schlaf-Pausen ZUMINDEST an einigen (nicht an ALLEN: leider!) Moskitos ...
‘DUMM-DUMM-DE-DUMM-DUMM!’
... & TSONG !!!

Samstag:
Gleichermaßen geschäftiger wie (trotzdem) erfolg-loser Organisations-Vormittag!
- leider keine Post von Cathrin (... ‘So SAD!’),
- der ‘Fake-Money-Changer’ hat scheinbar diesen Monat schon sein ‘Gewinn-SOLL’ erreicht (‘Hm, ich weiß auch ... WIESO !?’) & daher nicht nötig, HEUTE (am Oster-Samstag) seinen Schalter zu öffnen: ‘Aber DU entkommst mir nicht ...
Du (Sorry ...!?) SAU, DU!’,
- ‘Savuka-Maggie’ hat trotz ihrer ‘vermeintlich’ guten Kontakte (ins mittlerweile befreundete südliche Ausland) immer noch nichts Neues betreffs Tanzania & meiner Madagascar-Fähre erfahren.
FRUST!
Ich brauche DRINGEND (mal wieder) ein ‘Erfolgserlebnis’ ...
... & ziehe daher den (eigentlich für später geplanten) Einkauf von Safari-Proviant vor (der dann auch erschreckend reibungslos vonstatten geht):
Zigaretten - eine ‘FAZ’ - sowie Shampoo (äh ... für die Amboseli-Elefanten!).
Als ich (trotzdem immer noch leicht gefrustet) mein Vormittags-Programm im Thorn Tree Café unterbreche (Tagebuch & Kaffee) ...
... zupft plötzlich jemand an meinem Haarzopf !?
Ich drehe meinen Kopf ... & auf Augenhöhe (also: meiner!) STRAHLT mich der gewaltige & jede weitere Aussicht versperrende ‘Kikuyu’-Bauch von ‘Driver John’ schweigend (also: der Bauch!) an:
‘Hi John! What The Hell are YOU Doin’ Here?’
Nachdem er gestern seinen (wöchentlichen) ‘Day-Off’ genossen hat, geht’s heute mit einer neuen Touri-Gruppe nach ... Masai Mara!
WOW!
Ihm fehlt jedoch noch ein englisches Safari-Schäfchen ...
... DAS im New Stanley Hotel logieren soll - aber unauffindbar ist.
Er delegiert den Such-Auftrag kurzerhand an einen der zahlreich umher wuselnden, livrierten Kellner & setzt sich zu mir. Ich erzähle ihm von meinem ‘Blüten’-Erlebnis & er ...
... weint sich an meiner (vergleichsweise) schmalen Schulter EIN WENIG ob seines momentanen Arbeits-Stresses aus: Abgesehen von ‘einzelnen Frei-Tagen’ hat er seit Monaten keinen Urlaub mehr gehabt.
Ich empfehle ihm, ‘mal auszuspannen, einfach mal was anderes zu sehen’:
‘Hey John - What About a Safari?
Have you Ever been to ... perhaps ... let’s See ... aah ... let’s Say ...
... MASAI MARA !?’
Aber bevor er antworten kann, wird seine (in signal-farbene Designer-Ballon-Seide gewandete & basecap-behütete) ‘Englische Patientin’ (naja ... die ‘M.-M.-Wild-Cats’ wollen schließlich auch mal was zu lachen haben!?) an unseren Tisch geleitet. John verabschiedet sich von mir, verspricht noch (bereits entschwindend), über meinen Ratschlag nachzudenken („Seriously, Man!“) & ICH ...
... nehme (graduell besserer Laune) meine ‘Orga-(Tor-)Tour’ wieder auf!
Zwar nur prophylaktisch, nichtsdestotrotz aber systematisch (wie sich das für ‘einen wie mich’ gehört!), verschaffe ich mir einen Überblick über die ‘Nairobi-Airline-Office-&-Special-Flight-Offer’-Szene:
‘Air Tanzania’ unterhält keinerlei Beziehungen (sprich: Flugverbindungen) nach / zu / mit Madagascar ... & aus!
‘Air Madagascar’ (mit Büro im hiesigen ‘Hilton’-Hotel) befördert zweimal pro Woche gegen Zahlung von nur 437 US-Dollar Passagiere von Nairobi nach Antananarivo (& zurück). Dieser Flugpreis gilt jedoch NUR, wenn der Aufenthalt in Madagascar drei Wochen NICHT überschreitet. Falls man jedoch plant, sich länger als drei Wochen im Land umzuschauen ...
... dann kostet DER GLEICHE FLUG (!) mehr als 700 US-Dollar ... (!?).
Hm - ‘CRAZY ... but Real!’
Von Nairobi aus hat man dann die Auswahl zwischen zahlreichen ‘Back-To-Europe-Fly’-Anbietern. Beispielsweise fliegt die deutsche ‘Lufthansa’ von Nairobi nach München für ‘lächerliche 2.300 US-Dollar’ (wohl-gemerkt: One-Way!).
Das Madagascar-Visum (1.200 Kenya-Shilling bei maximal 30 Tagen Aufenthalt) erhalte ich übrigens ebenfalls (& für Ost-Afrika ausschließlich!) im örtlichen Büro der madegassischen Staats-Fluglinie ...
Die nächste (& für heute letzte) von mir angesteuerte Fluggesellschaft ist natürlich DER für sein ‘Notorious Dumping’ bekannte ‘Preisbrecher aus dem Kalten Osten’:
Der russische Viel- & Billig-Flieger ‘AEROFLOT’!
Dessen Büro aber ist über die Ostertage geschlossen ...
... vermutlich feiert man im trauten Angestellten-Kollektiv zum ungezählten Mal ‘die Auferstehung & (Vodka-) Himmel-Fahrt des Boris J. aus M. an der M.’ (& stößt auf den hoffentlich erfolgreichen Verlauf der längst überfälligen Leber-Verpflanzung des russischen ‘Noch’-Präsidenten an) ...?
So muß ich meine weiteren Reise-Planungen (‘Die Zeit NACH Nairobi!’) auf den kommenden Mittwoch (‘Die Zeit NACH Amboseli!’) verschieben ...
Und doch: ein WENIG klarer sehe ich mittlerweile schon !?
Nachmittags schreibe ich einen Brief an Mechtild, lese zwischendurch (‘Zur Entspannung, Mechtild!’) ‘Notizen aus der Heimat’ (sprich: ‘FAZ’) sowie ‘Robert M.’ & ... schreibe Tagebuch, bis ich endlich wieder ‘A-Jour’ bin:
Hallelujah!
Apropos ‘Hallelujah’: Da ich dies schreibe, ist es Sonntag Morgen (OSTER-Sonntag Morgen!) & ...
... im Frühstücks-Restaurant-Fernseher redet sich (vor einer enthusiasmierten kenyanischen Menschenmasse) ein fetter & erbärmlich transpirierender Laien-Prediger (sowie mutmaßlicher Sektenführer ...?) in äußerste Rage!
Die Quintessenz seines, mit augenscheinlich an-trainierten rhetorischen Mitteln AUSGESCHWITZTEN Vortrags besagt, ‘daß wir uns im siebten Jahr befinden ...
... exakt DEM Jahr, in dem sich ALLES entscheiden wird!’
Zwar läßt er offen (immerhin: eloquent verpackt), WAS sich WIE entscheidet (kurz bevorstehender Weltuntergang? die Einkehr ins Himmelreich: wenn ja, wer darf / muß mit? gar die weltweite Beseitigung der Tabak-Steuer: ‘Yeah, Yeah!’ ... oder doch ‘Just Another Mass-Suicide’?) ...
... aber er beendet JEDE seiner nichts-sagenden Nicht-Aussagen mit einem ÜBER-lauten (& effektvoll LANG-gezogenen) ‘HALLE-LUUU-JAAAH!’
Naja - halt ganz in der Tradition des (offensichtlich mittlerweile AUCH in die afrikanische Alltags-Moderne eingeflossenen) Credos des US-amerikanischen Massenphänomen-Theoretikers M. Mc L.:
‘Die Form ist die Botschaft!’
(... oder so ähnlich).
‘Back to (my) ... Virtual ... Real-Time!’
Um Halb Neun Uhr genehmige ich mir ein Abend-Bier in der ‘Bar Downstairs’:
ebendort ‘FAZ’-Lektüre sowie ...
... ‘Animally TV-Spotting’ - ein Feature über einen Tiger namens ‘Woods’ (DEN Golf-Aufsteiger des Jahres & frisch-gekürten ‘Welt-Sportler 1997’!).
Hm - ‘Verrry Interesting ...
(SOME ... äh ... HOW !?)’.
Schon um Zehn Uhr lösche ich (final) das Licht in meinem Zimmer & zwinge mich zur Nachtruhe: Morgen geht’s zum Amboseli National Park ...
... & den nahen Mount Kilimanjaro ‘will ick ausjeschlafen anjlotzen - wa !?’
Nachtrag:
Meine noch in Masai Mara so quälend empfundenen Zahnschmerzen (‘D6’ - überkront: ‘Remember ...?’), haben sich übrigens in der Nacht zum Mittwoch EINFACH SO in (heiße) Luft aufgelöst. Zwar HOFFE ich (ungläubig noch!) auf Nachhaltigkeit ...
... aber NATÜRLICH lasse ich mich von einer hinterlistigen (mit allen ‘Feuerwassern’ gewaschenen) Zahn-Ruine nicht täuschen ...
... & bin weiter AUF DER HUT!

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