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Africa 09

DAS ‘WEISSE NASHORN’ (& ... WARUM NIE KEIN ENGLÄNDER HOLLÄNDISCH VERSTEHT) !
ODER: AUF SAFARI IN KENYA - TEIL II:
L
AKE NAKURU NATIONAL PARC !

... vom Masai Mara Nationalpark zum Lake Nakuru Nationalpark ... sowie ebenda Safari ... & zurück nach Nairobi (Kenya)

Dienstag, 07. April bis Mittwoch, 08. April 1998

Heute werden wir unser ‘Heimat’ gewordenes Basecamp im Masai Mara National Park verlassen: Ein LANGER Reisetag ...
... (vorbei an Nairobi & in nördlicher Richtung bis) nach Nakuru steht uns bevor!
Ich verabschiede mich von der in den noch flachen Morgen-Sonnenstrahlen sehr stimmungsvollen Busch- & Hügel-Landschaft ...
... sowie den heute Morgen erstmalig (in der Riesen-Akazie hinter meinem Zelt) SICHTBAREN ‘Pavian-Krakeelern’, nehme ein letztes ‘Heavy Breakfast’ in der urigen Safari-Kantine (Eier, ‘Zebra?’-Wurst, Cornflakes & Kaffee), wünsche unseren Massai-Freunden ein herzliches, ehrlich empfundenes ‘Good-Bye, See Ya & Good Luck’ (denn: gestern Abend, beim ... äh ... SAUFEN, erkannten wir uns gegenseitig als Abkömmlinge EINES, des gleichen Trinker- ... äh: Sorry! ERDEN-Stammes), packe dann meinen Rucksack & steige in den mit laufendem Motor wartenden Minibus.
Vor der Weiterfahrt zum Lake Nakuru steht noch ein letzter, kurzer ‘M.-M.-Game-Drive’ auf dem Programm:
Wir lassen die üble Matsch-Piste zum ‘Oloolaimutia Gate’ im Süden, also ‘links’ (denn wir fahren in westlicher Richtung ... äh: ja) LIEGEN ... & grasen systematisch den Nord-Osten des Parks ab. John dreht (voll konzentriert: im Schnecken-Tempo) engste Off-Road-Schleifen durch die busch-bestandene Grassteppe.
Schließlich frage ich ihn:
‘Hey, John - WHAT are we Supposed to Look FOR?’
Er behauptet zwar ‘Nothing Special!’ - ich aber mutmaße (für IHN hörbar ... mich Joan zuwendend), daß er uns ‘zum Abschluß des Masai-Mara-Trips wohl noch die EINE oder ANDERE Raubkatze vor die Kamera-Linsen fahren will ...?’
Übrigens fehlt uns zu einem ‘vollständigen Big-Five-Set’ nur noch der Leopard!
Naja - falls DIES wirklich seine Absicht WAR, dann war der heutige Morgen (zumindest aus seiner Sicht) nicht sehr erfolgreich !?
Anyway ...
Mir gelingen (immerhin!) einige schöne Antilopen-Fotos ...

   AF0552-MasaiMaraNPImpalaHerde   AF0543-MasaiMaraNPThomsonsGazellen

AF0541-MasaiMaraNPImpalaAntilope

... wobei ich mich heute Morgen bemühe, die Gazellen, Impalas & Topis nicht nur vollformatig, isoliert & möglichst GROSS abzulichten, sondern sie eingebunden in die ostafrika-typische Savannenlandschaft (unter strahlend-blauem ‘Bilderbuch’-Himmel) zu zeigen.
Naja - halt einen möglichst deutlichen Unterschied zu den Tele-Tier-Portraits zu erreichen, die auch in jedem x-beliebigen (‘gut-sortierten’) mitteleuropäischen Zoo hätten entstanden sein können.
Auch die stets gemischt-vergesellschaftet auftretenden Zebra- / Gnu-Herden bilden attraktive ‘Vordergrund-Motive’ ... zur Ablichtung der sanft-hügeligen Akazien- & Steppen-Vegetation.
Übrigens: Das ‘Wildpferd in Sträflingskleidung’ & das ostafrikanische Weißbart-Gnu (eine Unterart des Streifen-Gnus, das ja bekanntlich zur Familie der Kuh-Antilopen gehört, woll?) ergänzen sich nicht nur optisch hervorragend. Ihre symbiotische Gemeinschaft basiert auf unterschiedlichen Fähigkeiten, die sie zu beiderseitigem Nutzen entfalten:
Während der Job des Zebras das Aufspüren von Trinkwasserlöchern ist, besitzt das Gnu eine ‘Gourmet’-Nase, die es befähigt, wohlschmeckende (quasi: kulinarische) Gräsersorten aufzuspüren & ... somit den Zebra-Kollegen den Verzehr von ekligem ‘Stinke-Futter’ erspart. Naja - SO NAH, daß ich deren Mundgeruch ‘eigen-näsig’ hätte kontrollieren können, kommen wir den Steppenpferden heute denn doch (knapp) nicht!
Die ‘vormittägliche Spotting-Sensation’ ist ein knappes Dutzend gewaltiger Elefanten, die sich in einem kleinen Wäldchen (augenscheinlich SEHR genüßlich!) am frischen Laubwerk gütlich tun - aber trotz längerer & geduldiger Beobachtung gelingt mir KEIN ‘Ganzkörper-Shot’: Die ‘sanften Riesen’ wollen ihre Deckung einfach nicht aufgeben - daher lediglich ‘Sad Eyes & Snow-White Ebony in the Green!’

AF0546-MasaiMaraNPElefantImGebüsch

Wir sind SPÄT DRAN! Auch ...
... weil Joan auf die EINDEUTIG rhetorisch gemeinte Frage Johns, ‘ob wir noch ein Massai-Dorf besuchen wollen?’ ...
... für ALLE überraschend mit ‘Yes, SURE!’ antwortet.
‘Zwanzig Dollar pro Nase’ kostet die halbstündige Führung durchs Dorf (?). Während Joan OHNE UNS (aber von drei Massai-Frauen eskortiert) loszieht ... haben ‘WIR Zurückgelassenen’ allergrößte Schwierigkeiten, die teilweise recht aggressiv erteilten ‘Kaufbefehle’ der uns einkesselnden Dorfbewohner (Messer, Arm- & Halsbänder sowie Umhänge- & Wickeltücher) sowie die Betteleien der ‘Kids’ abzuwehren.
Nachdem Joan (IRGENDWIE glücklich strahlend !?) wieder zu ihrer Safari-Truppe (zurück-) gestoßen ist ...
... geht’s (nun aber OHNE weitere Verzögerung) ‘Straight to Northernly Narok’:
John ‘drückt (mächtig) auf die Tube’ ... & hält nur noch bei ‘außergewöhnlichen Spottings’ (wie ‘Guinea Fowl, Red-billed-Hornbill, Ground-Hornbill & Ant-Eater’).
Ich aber unternehme (einsichtig) kaum mehr Fotografier-Versuche. Vögel sind (bei meiner Spontan-Aufnahmetechnik!) einfach ZU SCHWER & ... (wenn überhaupt) nur mit SEHR VIEL GLÜCK fotogen abzulichten ...
‘Stimmt’s, Hans? Äh ...
... lach doch mal, Du Hans!’
Nach zwei Express-Busstunden legen wir (an der letzten Tankstelle vor Narok) eine kurze ‘Pinkel-Pause’ ein. Narok selbst durchbrausen wir kurze Zeit später, ohne das Tempo auch nur graduell zu verlangsamen. In halsbrecherischem Tempo jagt unser Bus über die lange, leicht abschüssige Gerade hinunter ins Rift-Valley ...

AF0555-NaheNarokPisteInsRiftValley

... & dann (dieses ‘wie ein Strich’ durchkreuzend) zu DEM Verkehrsknotenpunkt ‘Junction: Masai Mara - Nairobi - Nakuru’.
In einer Raststätte nahe des kleinen Ortes Maai Mahiu erwartet uns schon das vollzählige Personal (beide!) mit einem oppulenten ‘Near-the-Road-Lunch’: einem ebenso SAU-guten wie reichhaltigen (& SAU-losen!) indischen Sechs-Gang-Menu!
Noch mit kauenden Mündern, wird ein heftiger Streit über die Höhe des Trinkgelds für John ausgefochten: In den Hauptrollen ...
... die ‘Extremisten’ Joan (‘Mehr!’) & Corey (‘eigentlich ... äh ... am liebsten ... äh: gar nichts!’),
... sowie ein nicht genannt wollender ‘schlichter Schlichter aus Deutschland’ (Ja, GENAU! DER mit dem IHN für EBENDIESEN JOB geradezu prädestinierenden Sternzeichen ‘Libra’).
Anschließend steigen Corey, Jim & Inga in den bereitstehenden, zweiten ‘Savuka’-Jeep (der sie zurück nach Nairobi bringt: ‘Fare-Thee-Well & ... some Hugs!’). Die restlichen fünf Mitglieder des ‘mittlerweile blind harmonierenden Spotting-Teams’ (also: die anderen vier Blinden ... & ich!) dürfen im urplötzlich WAHNSINNIG GERÄUMIGEN Minibus ‘ihre Haxen ausfahren’.
‘AAAHHH HEAVENLY ...!’
Kurz darauf steuert John seinen ‘treuen Japaner’ auf eine ECHT MIESE RÜTTELSTRECKE & ... AB GEHT’S Richtung ‘Bommerlunder’ (sprich: nach Norden!).
Obwohl - schon nach zehn Kilometern wird unsere Crew ein weiteres (& letztes, für heute!) Mal dezimiert. Bernd verläßt uns am Fuße des Mount Longonot (einem 2.777 Meter hohen, erloschenen Vulkan), wo er die letzten Tage seines Ostafrika-Urlaubs kraxelnd verbringen will: ‘Viel Spaß, Du ALTE bayrische Flachland-Gemse!’
Da waren’s nur noch VIER ...
... Touris!
Gott-sei-Dank (!) entpuppt sich die ‘Rüttelstrecke’ NUR als vorübergehendes, kurzes Teilstück (‘Under Construction’) ... & über die ausgezeichnet-asphaltierte ‘A-Zwo’ treibt John seinen willigen Blechhelfer durch das fruchtbare (das gelobte?) ‘Rift-Valley’-Land ...
... das jedoch (Täuschendes Idyll!) nicht NUR Heimat augenscheinlich wohlhabender Kenyaner, sondern AUCH Mittel- & Brennpunkt andauernder, gewalttätiger Unruhen im Landeszentrum ist:
Die unvorstellbar grausamen Gemetzel (natürlich an Zivilisten, Frauen & Kindern) richten sich vornehmlich gegen die Angehörigen des Kikuyu-Stammes!
Die regierungstreue Presse in Nairobi wird jedoch nicht müde zu behaupten, ‘die Massaker würden von Extremisten der Bantu-Volksgruppe verübt’ (zu der übrigens auch die Kikuyus gehören) ...
... & stützt damit die offizielle Stellungnahme Präsident Mois (eines Kalenjin), ‘es handle sich bei den Unruhen lediglich um die Fehden rivalisierender Stämme!’ John spricht allerdings von gezieltem Völkermord, ausgeführt von der nationalen Armee (& auf Geheiß von ... na - wem wohl?):
Eine eiskalt & strategisch geplante Maßnahme der Regierung (die ausschließlich aus Angehörigen der Minderheiten-Stämme der Luo & Kalenjin besteht), mit dem Ziel, sich der ungeliebten Kikuyus zu entledigen & diese aus dem ‘reichen Rift-Valley’ zu vertreiben! Und ... seine Strategie scheint aufzugehen!
Neben Hunderten abgeschlachteter Kikuyus, kann Präsident D.A. Moi mittlerweile weit mehr als 10.000 Flüchtlinge (die ihre Häuser aus Angst ‘freiwillig’ räumen) auf seiner makabren, ‘ganz persönlichen Erfolgsliste’ verbuchen!
(Zugegeben harter) ...
... äh: Themen-Wechsel - WIR ... legen nur noch zwei (kurze) Stops ein:
Zunächst am ‘La Belle Inn’ (im Stadtzentrum Naivashas), das seine weit über die Landesgrenzen hinaus reichende Reputation einem (wie man mir sagt) ‘berühmten Hollywood-Goes-Africa-Schinken’ verdankt ...
... von dem ICH (ohne zu übertreiben: ‘einer der berühmtesten Cologne-Noes-Hollywood-Vertreter’!) allerdings NOCH NIE etwas gehört habe!
Hm - SEHR dubios !?
Anyway - das ‘La Belle’ ist (unbestritten!) ein geradezu ‘phantastischer Ort’ ...
... zum PISSEN (& Zigaretten kaufen)!
Später fährt John an einem ausgeschilderten Aussichtspunkt oberhalb des sehr atmosphärischen ‘Lake Elmentaita’ (einem der zahlreichen Soda-Seen im Rift-Valley) noch einmal vom Highway ab. Der spät-nachmittägliche, ‘schräge Einfall’ ... äh ... der Sonne (durch die fast geschlossene Wolkendecke), trifft EXAKT auf den Mittelpunkt der glänzenden Wasserfläche ...

AF0556-NaheNakuruLakeElmentaita

... & MACHT mich eine tiefe Stimme HÖREN (!?), die ‘von ziemlich weit oben’ zum See spricht: ‘YOU, LAKE! ...
... You’re the CHOSEN ONE!’
Gegen Halb Sechs Uhr am frühen Abend erreichen wir, das mit einer hohen Mauer sowie einem zusätzlichen Stacheldrahtzaun geschützte (oberhalb des Lake Nakuru sich raum-greifend ausbreitende) ‘Savuka Camp’. Auf meine Frage, warum das Camp wie ein Hochsicherheitstrakt abgeriegelt ist, antwortet John zunächst knapp:
‘There are Lots of Crazy Guys in the Streets of Nakuru-City & ...
... Walkin’ Around is DEFINITELY NOT SAFE!’
Mein weiterhin fragender Blick veranlaßt ihn schließlich hinzuzusetzen: Falls jedoch einer dieser Verrückten WAGEN würde, über die Mauer zu klettern & ins Camp einzudringen, dann WÜSSTEN die verantwortlichen Massai-Wächter schon, WAS ZU TUN sei ...
... ‘and the Pity, Poor Guy will find Himself Lyin’ on the Dusty Grounds ...
... within a Second & With ...
... an Arrow in the Very Centre of his Rapidly Goin’ (& Vanishin’) Heart (-Beat)!
THAT’S FOR SURE!’
Hm - SPONTAN ... beschließe ich, das Camp heute nicht mehr zu verlassen!
Zunächst einmal gönne ich mir eine ‘Refreshing Cold Shower’. DANN pflanzen sich Joan, Anne, Kate & ich (inmitten der Grünfläche - zwischen unseren Zelten) auf unsere SEHR bequemen ‘Regie’-Stühle (die zur Innenausstattung der zwar recht spartanischen, aber ‘alles was mann / frau braucht’ bietenden Zelte gehören) ...
... & TRINKEN (zunächst Kaffee, später lauwarmes ‘Tusker-Beer’) DISKUTIEREND DEN ABEND EIN!
Unser Haupt-Diskussions-Thema lautet übrigens: ‘Wahlen ... & Wählen ... & wenn ja, warum ... oder lieber doch nicht (wenn’s geht ...)?’
Ich lerne ...
... daß Australien das einzige demokratische Land der Welt ist, das seine Staatsangehörigen per Gesetz (& unter Strafandrohung!) an die Wahlurnen zitiert - sprich: ZWINGT! Kate & Anne (die gebürtigen ‘Skippies’ in unserer Runde & ... Betroffenen!) finden diese Regelung übrigens GUT & wundern sich, daß Joan (die sich, als gebürtige Engländerin, gerade um einen australischen Pass bemüht) dies NICHT DUFTE findet ...
... sondern VEHEMENT gegen diesen ‘Eingriff des Staates in die freiheitlich-demokratischen Grund-RECHTE des Bürgers’ argumentiert.
Obwohl sie (‘entre-nous’) keineswegs befürchten muß, beim nächsten australischen ‘Stimmengang’ von der Polizei ins Wahllokal eskortiert zu werden: Denn eine ‘nur angenommene australische Staatsbürgerschaft’ erwirkt weder die Berechtigung, noch eine Verpflichtung zur Teilnahme an Wahlen ...
‘So - Don’t Worry, Joan!’
Nach dem (wiederum sehr guten & reichhaltigen) Abendessen, hocken wir als ‘Vierer-Bande’ beisammen & unterhalten uns über unsere anstehenden sowie weiterführenden Reiseziele: allerdings ...
... übersteigen die Reisepläne von Kate & Anne IRGENDWANN (schlicht ... ich!) meine Vorstellungskraft!
Miami - Paris - Ontario-Lake - (straight to) Rome - (Some Days in) California - (then) Acapulco - (a Couple of Hours! in) Moscow ...
Nein - DAS ...
... ist (selbst für mich!) TOO MUCH!
Unsere Unterhaltung wird in regelmäßigen Abständen von einem älteren Iren unterbrochen, der mit der zweiten, im Camp übernachtenden Safarigruppe, am Nebentisch ‘sein (vornehmlich alkoholisches) Abendmahl nimmt’ ...
... & ein ums andere Mal, in einem un-GLAUB-lichen Dialekt, völlig unverständliche Fragen an uns richtet (seine Zahnreihen zu Artikulationszwecken nur um Bruchteile von Nano-Millimetern öffnend!). Zum Beispiel:
‘Whooaa yeahoo gryvee hyppoopethamsns absalutionaree griddle - NOWATAMIN?’
Nicht wirklich überraschend (auch deswegen!), ziehen sich alle relativ früh in ihre Zelte zurück! Alle ...
... bis auf Joan & mich!
Wir bleiben ‘in der Stube hocken’ (‘Two More Tusker - Please! Nowatamin?’) ...
... & spielen ein paar Runden Backgammon.
Hm - die ich zwar allesamt verliere, aber ich steigere mich von Spiel zu Spiel! Sprich: ICH habe zum Zeitpunkt meiner jeweiligen, vernichtenden Niederlage zunehmend weniger Rest-Steine auf dem Spielbrett (äh ... ‘weiß irgendjemand was ich meine?’).
‘Yeah Joan - I’M getting Better & Better ...
... and YOU?’
Schließlich ist im Camp kein menschlich produziertes Geräusch mehr vernehmbar. Auch unser Massai-Koch (& Bier-Verwalter) hat sich schon aufs Ohr gelegt ...
... & wir tauschen uns in stiller, afrikanischer Nacht (flüsternd) über unsere individuellen Lebensentwürfe aus:
Joan legt das Bekenntnis (!) ab ... daß sie ‘das STARKE Gefühl & Bedürfnis hat, innerhalb der beiden nächsten Jahre DEN Mann (& Erzeuger ihrer Kinder) finden zu müssen & zu wollen!’ Sie ist SCHON 33 Jahre alt (‘The Biological Watch is Ticking!’) & sie scheint unter ihrem Single-Dasein SEHR zu leiden!
Obwohl (oder gerade weil ...?) ihre Erfahrungen mit Männern den übelsten Stereo-’Typen’ aus IRGENDEINEM (aus jedem!) ‘skandinavischen Feministinnen-Roman der 70er Jahre’ ähneln:
Joan lernte in England einen Australier kennen & lieben. Nach einem Jahr waren sich die beiden einig, daß ihre gemeinsame Zukunft in Australien liegt. Also kündigte SIE ihren Lehrerinnen-Job, löste ihren Haushalt auf, verabschiedete sich von ihren Freunden in Birmingham & ...
... machte sich erwartungsvoll auf den Weg zu ihrem ‘Boy-Friend (& Fiancé!) in Down Under’. TJA ... & DER informierte sie bei ihrem Eintreffen in Sydney (einen knappen Monat vor dem fest verabredeten Hochzeitstermin!) kurz & brutal:
‘Look Honey - I’M VERY SORRY! But ... I met someone NEW!’
Und ich (also: ich - Horst!) dachte immer, SOWAS gibt’s nur in Hollywood ...
... & selbst DA nicht WIRKLICH !?
FUCKIN’ FUCK!
Joan war (natürlich! ... natürlich?) ZU stolz, wieder zurück nach England zu gehen, wo sie den Freunden & Verwandten ‘IHRE persönliche Niederlage’ hätte eingestehen müssen! Sie blieb in Sydney ‘kleben’, hat sich dort mittlerweile einen neuen Lebens-Mittelpunkt aufgebaut (‘What Could I DO ...!?’), sie reist gern (was auch der Hauptgrund für ihre momentane Sprachlehrerinnen-Tätigkeit in der ‘Goldenen Stadt Prag’ ist) & will sich noch ‘einige exotische Ecken dieser Welt’ anschauen ...
Über all diesen Aktivitäten, Vorhaben, Wünschen THRONT jedoch (trotzdem!) ihr, an Kharma / Kismet heranreichender, FESTER Glaube:
‘MY MAN - Somewhere in Australia ...
... I’m SURE, it’s goin’ to Happen!’
Hm - es überrascht mich IMMER WIEDER ...
... zu welch bürgerlichen (spießigen ...?) Träumen doch viele (vermeintlich?) STARKE & UNABHÄNGIGE FRAUEN fähig sind !?
‘Cinderella’ läßt grüßen ...
Unbemerkt ist es Mitternacht geworden!
Die ‘Sausage-Flies’ (mitleiderregende, unvorstellbar unbeholfen wirkende, etwa fünf Zentimer lange ‘Fluginsekten-Ameisen-Kreuzungen’: mit einem unproportional langen, ‘wurst’-ähnlichen & viel zu SCHWEREN Hinterteil) ...
... torkeln ‘in Bataillons-Stärke’ (immer wieder sisyphus-artig vergebliche Flug-’Versuche’ unternehmend) über den staubigen Boden der Restaurant-Hütte.
Und WIR ... stellen die Stühle auf den Tisch, löschen das Licht & verabschieden uns in unsere Zelte: Ein anstrengender, weil LANGER Reise-Tag (mit einem allerdings atmosphärischen, weil RUHIG-ENTSPANNTEN Ausklang!) findet sein letztlich wohl-verdientes Ende ...
Ich lese noch ein kurzes Kapitel ‘Robert M.’ ...
... dann präpariere ich VERSCHWENDERISCH meine(n) Oberkörper, Arme & Beine mit ‘Autan’ (‘Near the Tropical Lake’ ... hat’s mächtig viele Moskitos!) ...
... & entschlummere PROBLEMLOS!
Tja - ‘Tusker-Beer’ ist ein gleichermaßen wirkungsvolles, wie (äh ... vergleichsweise) UN-schädliches (?) ‘Barbiturat - auf rein pflanzlicher Basis!’ ...
... & Licht Aus! ...

... Mein erster Blick, hinaus in die (noch) morgen-dämmerige Natur, wird zwar durch einen leichten Nebelschleier verstellt - ganz offensichtlich aber wird sich die Sonne durchsetzen & für einen strahlenden, ost-afrikanischen Tag sorgen ...
Optimales Wetter für ...
... richtig: ‘A NICE GAME DRIVE!’
Den heutigen Morgen beginne ich (nach der obligatorischen Dusche) NICHT mit Früh-SPORT, sondern mit einem ‘guten Stück Früh-STÄRKEN’: gebratene Bohnen auf Toast - dazu frische Ananas - & ... (natürlich!) Kaffee.
HMMM - LECKER!
Anschließend verteilt sich der verbliebene Rest des ehemaligen ‘Achters mit Steuer-John ... äh ... -Mann’ gleichmäßig auf die beiden, bereitstehenden Minibusse. Ich verabschiede mich von Kate & Anne (die eine Tages-Tour zu den nördlich von Nakuru befindlichen Lakes Bogoria & Barango unternehmen) ...
... sowie von John, der die beiden chauffieren wird:
Selbst wenn man berücksichtigt, daß ‘auf Safari alle immer nett zu allen sind’ ...
... Johns Abschiedsworte ‘Sometimes you meet Nice People on Safari, often you Don’t - this time I enjoyed my work Very Much & who knows? Perhaps we Bump Into Each Other in Tanzania!?’ ...
... wirken auf mich EHRLICH (gemeint ...?).
Obwohl - in Anlehnung an den bekannt-diametralen Gegensatz zwischen ‘gut gemacht & gut gemeint’: WAS mag wohl der Unterschied sein, zwischen ehrlich empfunden & ehrlich gemeint? Nein! ...
... Du misanthropischer Misanthropen-Horst, Du:
‘Nice to Have Met ... and Talked to You, John!
Hope to See You Again!’
So - & damit genug der abschieds-weinerlichen Sentimentalitäten!
Mittlerweile sendet die Sonne ihre ersten, kräftigen Strahlen durch den (darob) abnehmenden Morgendunst & wir (Joan & ich) machen’s uns im neuen Nissan-Jeep gemütlich ...

AF0560-NakuruGameDriveJeep

Während der letzten Tage haben WIR immer über ‘(look at) this Crazy Tourists’ gelästert, die Solo (oder nur zu Zweit) in einem gecharterten 10-Personen-Kleinbus auf Safari gehen!?
Hm - unwillkürlich ducke ich mich (heute Morgen) jedesmal, wenn uns mal wieder ein bis auf den letzten Sperrsitz belegter Minibus entgegenkommt ...
Schon nach wenigen Hundert Metern durchfahren wir das Eingangstor zum Lake Nakuru National Park, welches vermittels zweier ‘origineller Pappmaché-Rhino-Attrappen’ (in Originalgröße!) als EBENDIESES kenntlich gemacht wird.
Der flächenmäßig eher den kleineren Natur-Reservaten Kenyas zuzuordnende Nationalpark, ist laut Reiseführer ‘PACKED’ ... mit einer Unmenge von Tieren der verschiedensten Gattungen ...
... BERÜHMT ist er jedoch (vornehmlich) für seine einzigartig-große Flamingo-Population sowie etwa dreißig Exemplare des äußerst raren ‘Weißen Nashorns’!
Hm - We’ll See!
Zunächst führt die asphaltierte, einspurige Straße als endlose Gerade (durch ‘Open Savanna-Plains’) einen sanften Hügel zum Seeufer hinab. Dort angekommen, biegen wir in die ‘Simba Road’ ein (was sich schon einmal vielversprechend anhört, oder?) & beginnen unsere ‘einmalige’ See-Umrundung (übrigens: ‘anti-clockwise’!).
Die Straße schlängelt sich durch einen dichten, dschungelartigen Wald. Der (peinlich-) gepflegt sich präsentierende Fahrweg, nimmt der Landschaft allerdings jegliche etwaige Assoziation an Unberührt- und / oder Wildheit ...
... & Joan bemerkt (nicht zu unrecht):
‘Looks like a City-Park!’
Und trotzdem: vereinzelt durchs dichte Laubwerk (& auf die Straße) einfallende Sonnenstrahlen - im Bus stehend (wir!) & nach aggressiven, uns attackierenden (?) Nashorn-Kolossen (vergeblich! ... NOCH!) Ausschau haltend - die Köpfe (wiederum wir!) aus dem offenen Safari-Busdach herausgestreckt & die Haare (ich!) ‘wild flatternd im Fahrtwind’ ...
... ich muß schon sagen: SÄTT HÄTT JÄTT!
Ach ja (fast hätt’ ich vergessen zu erwähnen): Tiere ...
... gibt es hier AUCH!
Schon kurz hinter der Einfahrt zum Park begrüßen uns schwarz-glänzende Wasserbüffel ...

       AF0562-LakeNakuruNPBüffelAmMorgen       AF0564-LakeNakuruNPWasserbüffel

AF0577-LakeNakuruNPBüffelherde

... in kleinen Grüppchen (& doch: jeder einzelne WIE VERLOREN) zusammenstehend & wie immer dümmlich & stoisch stierend (oder sollte es nicht doch treffender ‘büffelnd’ heißen?).
Der erste ‘Lake-Animal-Spot-‘n’-Shot’ ...
... ist etwas später ein friedvoll-malerisches Flamingo-Marabou-Pelikan-Arrangement (allerdings NOCH aus SEHR großer Entfernung).
Unmittelbar am Seeufer grasen ...
- die hinreichend bekannten (& mittlerweile sogar von MIR unterscheidbaren) Antilopen-Arten ... plus (erstmalig) eine Handvoll ‘afrikanischer Wasserböcke’,

AF0574-LakeNakuruNPWasserbock

- kniende (!) Warzenschweine, deren Hals in Relation zu den Vorderläufen schlicht zu kurz geraten ist (was den ‘Warthogs’ ein, ihre Häßlichkeit zur Lächerlichkeit konterkarierendes, ‘hofdamen’-artiges Benehmen abverlangt),
- sowie die all-gegenwärtigen, unvermeidlichen, gemischten Zebra- / Gnu-Herden.
Und ...
... am SEHR entfernten, dem Seeufer abgewandten Savannen-Horizont, mache ich (auch gleich) MEIN ERSTES NASHORN aus!
Zwar schieße ich ein Foto - aber ...
... naja: Trotz Teleobjektiv wird wohl WIEDER nichts anderes herauskommen, als ein weiteres Exemplar für meine beliebte ‘Such-das-Tier!’-Bilderreihe!
Nach ‘vollendeter Vollendung des ersten Ufer-Promenaden-Viertels’, lassen wir den See hinter uns ...

     AF0604-LakeNakuruNPFlamingosAmSee     AF0602-LakeNakuruNPFlamingosImSee

AF0601-LakeNakuruNPIbisseAmSeeufer

... & unser Bus kurvt durch eine Reihe ‘aussichtsloser’ Schleifen (weil wieder dichteren Wald) hinauf zum ‘Baboon Cliff’, einer am Nordufer des Lake Nakuru schroff-aufragenden Gesteinsfelsen-Formation.
Oben angekommen, legt unser Fahrer einen Stop ein & ...
... die Touris erhalten die ‘Erlaubnis’, das waldige Terrain zu Fuß (!) zu erkunden. Allerdings folgt uns der Gehilfe des Fahrers auf Schritt & Tritt. Hm - vermutlich verbirgt unser ‘Guard’ seinen Speer sowie Pfeil & Bogen (für uns unsichtbar, aber griffbereit) unter seinem ‘viel zu weiten Beutel-T-Shirt’ ...
Wir unternehmen einen kurzen Erkundungs-Spaziergang oberhalb der steil zum Seeufer hin abfallenden Felswände:
- einige der exotisch-gezeichneten & grell-bunt ‘gefärbten’ Echsen huschen (schon aufgetaut?) über die Felsen, während deren kälte-empfindlicheren Kollegen (noch bewegungslos & optisch nahe am Zustand der Leichenstarre) ihre Hälse in die wärmende Morgensonne recken,

AF0582-LakeNakuruNPBlue&OrangeLizard

- ‘Meister Klippschliefer’, ein ans Murmeltier erinnernder, kleiner ‘Grau-Nager’ (der übrigens wie ‘sein fetter Vetter Elefant’ zur zoologischen Verwandtschaftsgruppe der ‘Vorhuf-Tiere’ gehört), verläßt seinen Felsenbau & ... posiert (scheu zwar, aber letztlich doch) ARTIG vor meiner Kamera,

   AF0586-LakeNakuruNPHyraxMurmeltier   AF0588-LakeNakuruNPHyraxMurmeltier

- letztlich ignoriere ich gar ‘die meinen Schwindel erregende Höhe’ & nutze selbige für einige See-Panorama-Shots!
Äh ... Flamingos & Pelikane (die wohl-organisierte sowie interessant-choreografierte Figuren-Flugschauen vorführen) ...
... als ‘Supporting Acts’ in meine bewußte Bildgestaltung einbeziehend.

     AF0583-LakeNakuruNPFlamingoFormation02   AF0592-LakeNakuruNPFelsen+Flamingos

AF0584-LakeNakuruNPFlamingoFormation02

Zwischen diesen (eher arbeitsintensiven) Aktivitäten, sitzen wir auf den Felsen, betrachten den (‘unter uns’) gleißenden See, lassen uns von der Sonne bescheinen ...
... & fühlen uns einfach GUT!
Plötzlich bemerke ich, daß im, vom Felsenabgrund abgewandten Dickicht, etwas raschelt. Aber - noch bevor ich (mich vorsichtig anschleichend!) den Urheber der ‘unnatürlichen Blattwerk-Bewegungen’ erspähen kann ...
... ist auch schon der für unsere Sicherheit verantwortliche Fahrer-Assistent (blitzschnell!) an meiner Seite & zieht mich ‘mit sanfter Gewalt’ vom Ort des Geschehens weg !?
Hm - falls ich sein gebrochenes Englisch richtig verstanden habe, dann muß wohl ein stattliches Exemplar der Gattung Pavian (Vorname: vermutlich ‘Veit’?) im Gebüsch einen Tanz aufgeführt haben ...
... & DER (also: weniger der Tanz, als das agressive Pavian-Männchen!) hätte mir VERDAMMT GEFÄHRLICH werden können!
Wovon ich mich kurz darauf, wenn auch (‘Hanuman’-sei-Dank!) NUR visuell, SELBST überzeugen kann! Denn - während der Fahrt ‘Downhill to the Lake’ sehe ich SIE (dann auch ... & wie!):
Eine etwa zehnköpfige Pavian-Familie bevölkert eine kleine Waldlichtung. Während ‘die Kiddies’ (unbeholfen zwar, aber hyperaktiv) über das ebene Terrain stolpern, halten sich ‘die Alten’ (einen eher trägen, lustlosen Eindruck vermittelnd) im Schatten der Bäume auf.
Hm - friedvolles Affen-Idyll! ...
... bis sich der (offensichtliche!) ‘Pascha’ PLÖTZLICH durch das Motorengeräusch unseres vorbeifahrenden Busses gestört fühlt!
Er springt mit einem gewaltigen Satz ‘auf alle Viere’, stimmt ein ohren-betäubendes Kreischen an & präsentiert uns (den Störenfrieden!), eindeutig DROHEND ...
... zwei makellos-weiße & messer-scharfe ‘Stilett’-Zahnreihen (aus ‘edelstem Affenbein’), für die der gemeine Gebißträger in Deutschland (mit Sicherheit!) einen Waffenschein nachzuweisen hätte !!!
Nachträgliches ‘UFF!’ ...
... (weil EXTREM beeindruckend - DAS!).

     AF0596-LakeNakuruNPSchwarzerPavian     AF0598-LakeNakuruNPSchwarzePaviane

Die Straße gleicht einem Tunnel. Die beiderseits des Fahrweges sich aneinander-reihenden Bäume beugen sich weit über die Straßenmitte hinaus, ‘vereinigen’ sich dort & bilden ein ‘kaum durchschaubares’, grünes Blätterdach.
ICH ... vermag ‘außer Grün’ nichts zu erkennen.
Unter diesen erschwerten Sichtverhältnissen aber zeigt sich halt der Unterschied zum ‘Profi-Spotter’: Unser Fahrer bremst den Bus sanft ab, zeigt (mit vielsagendem Lächeln) ‘nach oben’ & ...
... nach systematischem Abfahren der Einzeläste (vermittels meines ungeübten, mittel-europäischen Blicks) sehe AUCH ICH ‘den Exoten’!
Für einen Augenblick habe ich das Gefühl, ‘schon in Madagascar angekommen zu sein’: Ein lemuren-ähnlicher, lang-, weiß- & zottel-felliger, lang-schwänziger & schwarz-mähniger Affe hockt unmittelbar über uns & RÄKELT sich ...

AF0612-LakeNakuruNPSchwarzWeisserPavian

... gleichermaßen genüßlich wie offensichtlich FAUL!
LEIDER faul! Denn:
Das große ‘Guereza’-Männchen (auch Mantelaffe genannt ... & wegen seiner rudimentären Daumen der Familie der Stummel-Affen zugehörig) soll über ein enormes Sprungvermögen verfügen ...
... neben der optischen eine weitere Ähnlichkeit mit seinen madegassischen ‘Halbaffen’-Brüdern!
Aber: Trotz ausdauernder Beobachtung (oder wegen?) kommen wir nicht in den Genuß, eine Kostprobe seiner ‘Salto-Mortale’-Künste bestaunen zu dürfen.
‘SOOO PITY!’
Nach der nächsten Wegbiegung öffnet sich das Dickicht, eine große Lichtung wird sichtbar & unvermittelt steht DER HÖHEPUNKT des Vormittags vor uns ...
... (allerdings ohne sich gebührend anzukündigen - was ich von dieser sensationellen Sensation ‘EIGENTLICH IRGENDWIE erwartet hätte’):
Eine dieser angsteinflössenden (& doch: im ‘Nicht-Angriffs’-Zustand so vollkommen ungefährlich wirkenden), gepanzerten Kreaturen grast unmittelbar am Wegesrand, keine zehn Meter von uns entfernt (!), friedlich vor sich hin - bevor sie / er (?), aufreizend langsam & bedächtig (offensichtlich um das Fehlen jeglicher Feinde hier im Park wissend), seinen Weg ins nahe Dickicht sucht!
Das Breitmaul-Nashorn (dessen englische Bezeichnung ‘White Rhino’ übrigens auf einem Übersetzungsfehler der Engländer beruht, die das burisch-holländische Wort ‘wijde’ fälschlicherweise mit ‘weiß’, statt mit ‘breit’ übersetzten: ‘Mensch, Dave!’) ist die größte der drei bekannten Nashorn-Gattungen, nach dem Elefanten der zweit-größte ‘Landsäuger’ der Welt & ...
... in voller, massiger (bis mehr als zwei Tonnen Körpergewicht!) Lebensgröße AUS NÄCHSTER NÄHE wirklich eine atemraubend-imposante Erscheinung !!!
Daher (atemlos): ‘SHOT! SHOT! one more & ...
... another ...
... & DOUBLE-SHOT!’

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Kurz darauf vernehme ich ein (sirrendes!) ‘Siiiiirrr ...!’
Mein Film ist voll - mein Hunger auf Nashorn-Fotos aber lange noch nicht gestillt!
ALSO: ... lege ich SCHNELL (das Verhängnis!) einen neuen Film in die Kamera ein & SCHIESSE WEITER!
Ich kann den weiteren Verlauf des vormittäglichen ‘Game-Drive’ (aus voraus- & nach-vollziehbaren sowie vornehmlich SCHMERZHAFTEN Gründen) abkürzen:
- wunderschöne & ‘tausend-flügelige’ Flamingo-Schwärme (ein Meer in ‘Pink’!),
- im Schlamm nach organischem Kleinst-Futter stochernde Ibisse (majestätisch einherschreitend & sich ihrer herausgehobenen Position im afrikanischen Tierreich offensichtlich SEHR bewußt: bei den ‘Alten Ägyptern’ galten sie als Verkörperung des Mondgottes ‘Thot’ & somit als heilig),
- PUTZIGE Zebra- & Warzenschwein-Nachkömmlinge (sehr jung & daher noch sehr unbeholfen),
- ein nicht ganz so nahes, aber in unterschiedlichsten Posen (unter anderem ‘extrem schweinischen Stellungen’!) sich präsentierendes Nashorn-Paar,
- am südwestlichen Ufer des Lake Nakuru dann ein ‘pralles Wildlife-Tohuwabohu’ (bestehend aus Zebras, Gnus, Antilopen, Pavianen & diversen ‘Riesen-Schwingern’, die sich allesamt & ohne Unterlaß zu immer-neuen, farbenfrohen & lebendigen Motiv-Konstellationen um-arrangieren),
- sowie ein, ‘mein weiches Herz anrührendes Pavian-Mutter-&-Kind-Duo’ (in Bettler-Pose am Straßenrand).
Hm - DIES ALLES lichte ich NA-TÜR-LICH SYS-TE-MA-TISCH ab!
UND ... ich kann mit der heutigen Fotoausbeute mehr als zufrieden sein ... denke ich (noch!) ... so vor mich hin ... anschließend!
Als ich jedoch am südlichen Seeufer (kurz vor Erreichen des Parkausgangs) einen dicht an dicht mit gewaltigen ‘Euphorbia-(Kaktus-)Bäumen’ bestandenen Hügel (extrem weitwinklig!) auf Zelluloid zu bannen VERSUCHE ...
... offenbart sich mir eine schreckliche (schon einmal, vor einem Jahr in Peru, gemachte & daher nicht neue) Entdeckung: 37 - 38 - 39 - 40 ... !?
SHIT!
Der automatische Filmtransport meiner Kamera hat VERSAGT!
Oder genauer (& um bei der Wahrheit zu bleiben):
Beim sensations-lüsternen Ablichten des ‘Very Close Wijde Rhino’ habe ICH den Filmwechsel ZU hastig ...
... & EIGEN-SELBER-SCHULDNERISCH-FEHLERHAFT (!!!)
vorgenommen: ich IDIOTEN-IDIOT (ich, idiotischer!) ...
SSSsssakrrraaa !!!
Und somit sind ALLE anschließend abgelichteten SUUUPER-Motive nicht in die ‘Brom-Silber-Emulsion’ des Diafilms, sondern nur in mein Gehirn eingebrannt (wo sie auch ‘bis zum Ende meiner Tage ... & für sonst NIEMANDEN sichtbar ...’).
Ich verbiete mir zwar SOFORT, mich aufzuregen ...
... spüre aber, wie der Ärger AUGENBLICKLICH gewaltig in mir aufsteigt.
Joan tätschelt mitfühlend meinen Arm (‘Armer, Schwarzer Kater!’) & spendet mir Trost: SIE (...MIR)! ...
... die heute Morgen feststellen mußte, daß die Spezialbatterie ihrer Kamera leer ist, mangels Ersatzbatterie heute noch KEIN EINZIGES Foto geschossen hat & die Tour TROTZDEM GENIESST (oder deswegen ...?).
Also: WIESO rege ICH MICH eigentlich AUF ... ???
Mit (trotzdem!) mieser Laune (ich!), treffen wir eine halbe Stunde später im ‘Savuka’-Camp ein:
- miserabler Lunch (wie schafft es unser Massai-Koch bloß, die frischesten & himmliche Wohlgerüche verbreitenden Zutaten, in ÜBELST-schmeckenden sowie EKELERREGEND-aussehenden ‘Warzen-Schweine-Trog-Fraß’ zu verwandeln ...? Ich spiele, so wie ich drauf bin, ernsthaft mit dem Gedanken, ihm den Kochbuch-Klassiker ‘How To Repair Food?’ zu schenken),
- ‘After Lunch’ verliere ich (haushoch zwar, nichtsdestotrotz aber IRGENDWIE auch ‘unglücklich!’) zwei Backgammon-Partien (‘Ich HASSE dieses Spiel!’) gegen Joan, bei der ich übrigens heute (im Gegensatz zu gestern Abend) eine arrogant-gehässige Schadenfreude zu bemerken ... äh ... glaube,
- dann Packen (‘Scheiße! ALLE meine T-Shirts sind zerknittert!’),
- sowie durch strömenden Regen & vorbei an (muß ich es wirklich noch erwähnen?) DEPRIMIERENDEN Ortschaften & Landstrichen ... zurück nach Nairobi!
Gegen Halb Vier Uhr rollen wir in Kenyas Kapitale ein. Mittlerweile zeigen sich (zaghaft) wieder ein paar Sonnenstrahlen & ... auch meine miese Laune (‘Wer hatte denn hier miese Laune?’) verraucht - allerdings nur SEHR langsam.
‘Back to Civilization!’ ...
... oder treffender: ‘Welcome Back to the REAL Jungle!’
Ich lasse mich vom namenlos bleibenden ‘Savuka-Ersatzfahrer’ zu meinem Downtown-Hotel chauffieren, verabschiede mich dort (& herzlich!) von Joan (die heute noch den Nachtzug nach Mombasa nimmt: ‘Have A Nice Time at the Bloody Hot Coast!’), werde von Moses (meinem ‘Always Smiling Hotel-Manager’) in Nairobi willkommen geheißen & ziehe mich in mein Zimmer zurück. TJA ...
... & SO endet meine erste ost-afrikanische Safari!
Und der Rest des Tages?
Naja ...
... lange & gründlich (& heiß!) Duschen - Relaxen & Faulenzen - nach Einbruch der Dunkelheit ‘Diner at my Next-to-the-Hotel-Restaurant’ (gutes, kolonial-kenyanisches Beef-Stew sowie zwei große ‘Absack-Tusker’) - ebenda langer Tagebucheintrag (Bei-Schreiben der ... ‘Safari-Days’!).
Gegen Zehn Uhr begebe ich mich in mein Hotelzimmer, wo ich, lang ausgestreckt auf dem bequemen Bett liegend, zwei lange ‘MoE’-Kapitel lese (übrigens: mittlerweile nähere ich mich dem Ende des ersten ‘Bandes’ - also: Buch 1 & 2).
Obwohl die Temperaturen in Nairobi (genauer: in MEINEM Nairobi-Hotelzimmer!) sehr viel höher sind, als in Masai Mara (oder Nakuru), entschwinde ich im direkten Anschluß an die ‘Gute-Nacht’-Lesung SCHNELL & OHNE JEGLICHE EINSCHLAF-PROBLEME ...
... (raus) aus Kenya & ...
... (ab) ins ‘Land meiner Träume’!

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